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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 3151
Erfahrung:  Rechtsanwalt, LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
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hhvgoetz ist jetzt online.

ich habe eine frage zum Thema abnahme

Kundenfrage

ich habe eine frage zum Thema abnahme Gemeinschaftseigentum;

Diese ist leider nicht sachgemäß zum Abnahmetermin fertiggestellt und zahlreiche Mängel wurde festgestellt. Bisher habe noch die Schlussrate zurückgehalten. Mittlerweile sind 3 Wohnungseigentümer im Rechtsstreit mit dem Bauträger. Jetzt zu meiner Frage: Sollte ich jetzt das Gemeinschaftseigentum abnehmen und die Schlussrate zahlen, habe ich dann die Chance bei möglichen gewonnenen Rechtsstreits der bereits laufenden Verfahren zu partizipieren? Oder geht das nur wenn ich die Abnahme weiterhin verweigere?

Vielen DAnk ***** *****!

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

direkt "partizipieren" Sie im Zweifel gar nicht an fremden Rechtsstreitigkeiten. Das gilt insbesondere für irgend welche Entschädigungszahlungen, wenn eine Mängelbeseitigung nicht stattfindet.

Wenn Ihre Miteigentümer die Beseitigung von Mängeln am Gemeinschaftseigentum durchsetzen, profitieren natürlich auch Sie davon.

Auch dürfte ein verlorener Rechtsstreit das Interesse an einer außergerichtlichen Einigung des Bauträger mit den anderen Eigentümern erhöhen (wenn er nicht sowieso insolvent ist). Dann ist nur drauf zu achten, das ein Ergebnis vor Ablauf der Verjährungsfristen da ist bzw. der Bauträger nachweislich gegenüber Ihnen auf die Geltendmachung der Verjährung im Rahmen der Gewährleistung bis Datum XY verzichtet.

Wenn es nicht möglich ist, Mängel am Gemeinschaftseigentum durch die WEG gemeinsam geltend zu machen, müssen Sie Ihre Rechte selbst verfolgen.

Die Abnahme kann durchaus erfolgen ohne Rechtsverlust, wenn Sie sich nachweisbar Ihre Rechte wegen der erkannten Mängel konkret unter Nennung dieser vorbehalten. Achtung: Sie müssen die Mängel auch konkret geltend machen und deswegen die Abnahme geltend machen, sonst kann einen Abnahme auch nach Fristsetzung durch den Bauunternehmer fingiert werden (vgl.§ 640 Abs. 2 BGB).

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG027800123

Deswegen ergibt es Sinn, dazu einen Experten mitzunehmen, wenn kein eigener Sachverstand besteht. Auch das ist ein Grund, warum die Verfolgung in der Gemeinschaft nicht ganz fernliegend ist (geht natürlich nur, wenn man sich auch einigen kann über eine Vorgehensweise).

Ab Abnahme laufen dann die Gewährleistungsfristen.

Das sind 5 Jahre bei Bauwerken ab Abnahme (vgl. § 634 a BGB). Die Frist kann in bestimmten Konstellationen bei An- und Einbauten jedoch bzgl. dieser auch kürzer (2 Jahre) sein.

Achtung: Ist ein Bauvertrag nach VOB/B vereinbart, gelten wiederum etwas andere Verjährungsfristen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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