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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7781
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Guten Tag. Für einen Stellplatz in einer Tiefgarage

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag. Für einen Stellplatz in einer Tiefgarage (Eigentum), zahle ich monatlich den als Wucher empfundenen Preis von ca. 80 Euro Wohngeld plus 40 Euro Rücklagen. Das ist deswegen so teuer, weil die Kosten des sich ständig in Renovierung befindenden Hauses nach Teilungserklärung ungerecht stark auf das Parkdeck (eine Einheit ohne echte Aufteilung nach Eigentümern und WEG) und weniger stark auf die Eigentumswohnungen verteilen. Da den Wohnungseigentümern in der Überzahl diese Aufteilung ganz recht ist und nicht mal die wenigen Stellplatzeigentümer mit einer Stimme sprechen (weil ein paar davon auch Wohnungseigentümer sind und von der Regelung profitieren), habe ich gefühlt keine Chance, mich zu wehren. Oder doch?: nach ein paar Monaten Nicht-Zahlung und einer Sonderumlage zur Reparatur von irgendwelchen Rohren, bin ich knapp 2000 Euro in Rückstand. Kann ich nicht zahlen und die Enteignung erzwingen? Dann wär ich den Stellplatz und die Kosten los. Wäre mir recht. Verkaufen kann ich ihn nicht, weil keiner einen Stellplatz kauft, wo die Nebenkosten höher sind als die mögliche Einnahme.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Das von Ihnen angedachte Vorgehen ist riskant und nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, da die Enteignung nicht erfolgen muss und die Gemeinschaft einfach die rückständigen Kosten in Ihr Vermögen vollstrecken kann.

Auch können Sie die Teilungserklärung nicht gegen die Mehrheit ändern. Eine rechtlicher Ausweg ist nicht evident ersichtlich.

Als ersten Schritt würde ich anraten, den Stellplatz den Eigentümern anzubieten (ggf. etwas unter Wert). Ggf. wird in diesem Fall sich doch ein Übernehmer finden.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Ok, verstanden. Mir ist es auf höfliche Nachfrage es erlaubt worden, die fällige Zahlung über 3 Monate in Raten zu zahlen, erste sofort fällig (und sonst geht’s zum Anwalt). Raten Sie zu keinem weiteren “Wehren” gegen die nun fälligen Zahlungen? Danke.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Gerade ist mir für 50 Euro ein Telefonat mit Ihnen angeboten worden. Ist das ein allgemeines Angebot oder raten Sie mir tatsächlich zu einem Telefonat, um telefonisch mir noch etwas zu erläutern? Eigentlich ist doch (bis auf die kleine Nachfrage) alles gesagt, oder?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ein Telefonat ist nicht erforderlich.

Ich würde Ihnen dann zumindest raten, eine Zahlungsvereinbarung mit der Hausverwaltung zu treffen. Ansonsten wird in der Tat die Forderung durch einen Rechtsanwalt durchgesetzt (weitere Kosten).

Sodann wäre eben zu versuchen, den Stellplatz irgendwie innerhalb der Gemeinschaft los zu bekommen bzw. diesen ggf. unterzuvermieten (dass ein Teil der Kosten kompensiert wird).

Möglicherweise kann das Angebot an die Eigentümer über die Hausverwaltung erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.