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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 6934
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Grass, ich habe eine Frage zu einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Frau Grass,
ich habe eine Frage zu einem Gerichtsprozess, der von einem Fitness Studio gegen mich angestrengt wird. Ich habe eine Sonderkündigung aus gesundheitlichen Gründen 3 Monate vor Ablauf der regulären Vertragsdauer eingereicht. Der Betreiber hat die Sache einem Rechtsanwalt übergeben und der sie dann ans Mahngericht weitergeleitet.
Ich habe daraufhin ein glasklares Attest meines Orthopäden vorgelegt, das bestätigt, daß ich in der Tat nicht mehr in einem Fitnessstudio trainieren konnte aus gesundheitlichen Gründen. Unverständlicherweise ging die Klage trotzdem vors Landgericht, wo ich jetzt 14 Tage Zeit zu einer Stellungnahme habe.
Dazu habe ich folgende Fragen:
a)
im Schreiben steht etwas von einem vereinfachten Verfahren von Amts wegen, wonach nach Fristablauf ein Endurteil OHNE Bestimmung eines Verkündungstermins ergeht.
— soll das wirklich heißen, daß ein endgültiges Urteil nur aufgrund der eingereichten Papiere erfolgt ohne Verhandlung?
b)
Der in der Klageschrift der Gegenseite genannte Betrag ist rund 280 Euro plus 5% Zinsen plus vorgerichtliche Kosten von rund 80 Euro.
FALLS die Sache nicht zu meinen Gunsten entschieden wird:
— was ist mit den Kosten des Mahngerichts? Kommen die dann auch noch auf mich zu?
— Kann die Gegenseite diesem Fall ausser den obigen Kosten noch weitere gegen mich geltend machen?
c) Wie hoch sind im schlimmsten Fall ungefähr die Gerichtskosten, die dazu kommen?
Und sollte zu meinen Gunsten entschieden werden, müssen doch alle Kosten inkl. meiner Rechtsanwaltskosten von der Gegenseite getragen werden, richtig?
Danke für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

was ist die Klagesumme? Ist die Sache wirklich vor dem Landgericht ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
PS
Ich wollte die Sache eigentlich ohne Rechtsanwalt klären, um weitere Kosten zu vermeiden. Raten Sie mir dennoch zu einem Rechtsbeistand, trotz eindeutigen ärztlichen Attest?
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Die Klagesumme steht doch in meiner Anfrage, s.o. Und ja, es ist vor dem Landgericht.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Amtsgericht/ Landgericht ist diesselbe Adresse in meiner Stadt. Auf dem Briefkopf steht Amtsgericht.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und für den Nachtrag.

Ich war etwas verwirrt, weil bei 280 EUR Forderung ist das Amtsgericht zuständig und nicht das Landgericht.

Bei einem vereinfachten Verfahren, immer möglich bei unter 600 EUR Streitwert, wird keine mündliche Verhandlung durchgeführt, es sei denn es würde von Ihnen beantragt. Es ergeht dennoch ein Urteil, aber eben alles nur schriftlich.

Die Kosten des Mahnverfahren und die Kosten der ersten Instanz werden "zusammengezogen" und müssen komplett von der unterliegenden Partei getragen werden.

Dabei handelt es sich um gerichtskosten in Höhe von 105 EUR und RA Kosten für das Mahnverfahren ca. 60 EUR und 104 EUR für das Gerichtsverfahren. Weitere Kosten können nicht geltend gemacht werden.

Würden Sie obsiegen, dann würden Sie keinerlei Kosten zu zahlen haben.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, teilen Sie dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Hm,
Sie schreiben Gerichtskosten von 105 Euro UND Verfahrenskosten von 104 Euro?
1) Sind Gerichtskosten und Verfahrenskosten hier nicht dasselbe?
2) Und was für Rechtsanwaltskosten meinen Sie?
Sind die RA Kosten der Gegenseite also nicht in dem Punkt „Nebenkosten/ Kosten der aussergerichtlichen Rechtsverfolgung“ abgedeckt, der mit 80 Euro beziffert wurde in der Klageschrift?
3) Verstehe ich Sie ansonsten richtig, daß die Gesamtkosten im für mich ungünstigsten Fall also wären:
280 Euro plus 5% Zinsen plus 80 Euro (soweit laut Klageschrift) plus 104 Euro plus 105 Euro plus nochmal ca. 60 Euro weitere RA- Kosten?
4) Würden Sie trotz klaren ärztlichen Attests zu einem Rechtsbeistand raten? Oder ist das hier eher ein Einschüchterungsversuch?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mit Verfahrenskosten meine ich die RA-Kosten. Dies sind die Kosten des RA der Gegenseite sowohl für das Mahnverfahren, also auch für das Gerichtsverfahren. Die 80 EUR sind die außergerichtlichen RA Kosten, die haben mit den genannten nichts zu tun. Die kommen also noch hinzu.

Die Kosten sind genau, wie von Ihnen dargestellt.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Also 3 mal Kosten für den gegnerischen Rechtsanwalt? Für Außergerichtliche Tätigkeit 80 Euro plus 104 fürs Gerichtsverfahren plus 60 Euro fürs Mahngericht?? Damit wären die RA- Kosten (244 Euro) fast so hoch wie die Forderung der Gegeseite (280 Euro). Kein Fehler?
Bitte noch um Klarstellung und auch Antwort auf Ihre Empfehlung, ob ich trotz klaren Artattests besser einen Anwalt hinzuziehen sollte. Vielen Dank !

Sehr geehrter Fragesteller,

genau: außergerichtlich, Mahnverfahren, erste Instanz.

Die Kosten sind in der Tat sehr hoch, aber leider fallen die Kosten bei kleineren Streitwerten vergleichsweise hoch aus.

Ob Sie einen RA einschalten, müssen letztlich Sie selber erwägen. Sie müssen halt bei Ihrem eigenen Anwalt nochmals Kosten von ca. 150 EUR hinzurechnen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und 3 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Danke ***** ***** Nacht!

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne !

Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Restabend, eine gute Nacht und alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass