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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 17967
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, , 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch, Vorsitzende des Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Ich habe am 07.03. zusammen mit der Nebenkostenabrechnung

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe am 07.03. zusammen mit der Nebenkostenabrechnung für 2017 eine korrigierte Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2016 erhalten.
Die ursprüngliche Abrechnung 2016 erhielt ich um Juni 2017, sie ergab ein Guthaben von 111,-€, welches mir im Juli 2017 von meinem Vermieter überwiesen wurde. Übrigens lässt mein Vermieter die Nebenkostenabrechnung von einer Immobilienverwaltungsfirma machen.
Die korrigierte Fassung ergibt eine Nachzahlung von 130,-€. Ich habe die ursprüngliche Abrechnung geprüft und festgestellt, dass bei den Kosten für Wasser und Schmutzwasser zwar die Gesamtsumme für das Haus aufgeführt war, jedoch mein Anteil vergessen wurde, einzutragen. Das Feld ist leer. In der korrigierten Fassung wurde mein Anteil eingetragen und die neue Nachzahlung ergibt sich.
Nun wird folgendes von mir eingefordert:
Abrechnungsergebnis 2016 ALT: 111,87 €
+ Abrechnungsergebnis 2016 NEU: 130,89 €
+ Abrechnungsergebnis 2017: 163,85 €
-------------------------------------------
406,61 €
Ich soll also für 2016 242,76 € Nachzahlen.
Ist das rechtens? Darf nach der Abrechnungsfrist für 2016, die doch am 31.12.2017 abgelaufen ist, noch eine Rückzahlung und Nachzahlung von mir verlangt werden?

Ich habe gestern erst einmal einen Brief abgeschickt an die Immobilienfirma, in der ich der Nachzahlung widerspreche. Die Nachzahlung für 2017 habe ich bereits überwiesen.

Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage. Die Frist für die Nebenkostenabrechnung 2016 ist schon verstrichen.Der Vermieter hat ein Jahr Zeit, nach Ende des Kalenderjahrs. Ausnahme wenn er nichts dafür kann oder nachträglich Kosten neu entstehen, ZB Abgaben. Das ist bei Ihnen nicht der Fall, denn das Verhalten der Immobilienfirma muss er sich zurechnen lassen. das sind seine sog Erfüllungsgehilfen, deren Verschulden ist ihm zuzurechnenn

Sie können die Forderung daher als verspätet zurückweisen

Schiessl Claudia und 3 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Das klingt gut. Ich habe ja einen Widerspruch an die Immobilienfirma geschickt. Muss ich auch einen an den Vermieter direkt schicken? Die Zahlungen laufen ja immer direkt über das Konto des Vermieters, sowohl Nachzahlungen, als auch Guthabenzahlungen an mich. Die Guthabenzahlung von 111,-€ aus der Abrechnung von 2016, die ich im letzten Jahr bekommen habe, kann ich also auch behalten? Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Ratsuchender, ich würde auch den Vermieter direkt anschreiben. Das Guthaben dürfen Sie behalten

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.

Vielen Dank für die schnelle Hilfe! Bin sehr erleichtert. Ich hoffe, der Widerspruch wird akzeptiert, ich bin gespannt, wie man reagieren wird.

Mit freundlichen Grüßen ***

sehr geehrter Ratsuchender, er hat ganz klar die gesetzliche Frist zur Abrechnung versäumt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo nochmal. Ich habe gerade mit meinem Nachbarn gesprochen, offensichtlich ist der Fehler in der Nebenkostenabrechnung von 2016 bei allen Mietparteien aufgetreten, alle haben eine korrigierte Fassung erhalten und sollen nachzahlen. Der Anwalt meines Nachbarn meinte, da bei der besagten Position Wasser und Schmutzwasser die Gesamtkosten für das Haus aufgeführt waren, nur nicht auf die einzelnen Parteien umgelegt wurden, sei dies ein Fehler, der auch nachträglich korrigiert und eingefordert werden könnte. Ich habe jedoch gelesen, dass wenn der Mieter seinen eigenen Anteil aus den Gesamtkosten nicht ersehen kann (konnte ich ja nicht, das Feld war leer), sei dies ein formeller Fehler, der, wenn nicht innerhalb der Frist korrigiert, nicht nachgefordert werden darf.
Was stimmt denn jetzt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

auch eine formell unkorrekte Nebenkosteabrechnung muss innerhalb detr Jahresfrist korrigiert werden

Fehlerfreie Abrechnung notwendig

Die Abrechnung muss formell und materiell-inhaltlich richtig sein. Ist eine Abrechnung formell fehlerhaft, zB infolge unverständlicher Abkürzungen, gilt sie als nicht zugegangen.

Ist sie materiell fehlerhaft, zB infolge eines Rechenfehlers, kann sie auch nach Ablauf der Abrechnungsfrist korrigiert werden, jedoch nach oben begrenzt auf den Betrag der zuerst vorgelegten Abrechnung.

(BeckOK MietR/Pfeifer BGB § 556 Rn. 1239-1240, beck-online)

Bei Ihnen ist es jedoch so, dass Ihnen GAR keine Kosten in Rechnung gestellt worden waren, Sie konnten gar nicht sehen, was Sie nun schulden

Das war nicht nur ein blosser Rechenfehler