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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 27836
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Ein Haus wird für 450000 Euro angeboten durch einen Makler,

Diese Antwort wurde bewertet:

Ein Haus wird für 450000 Euro angeboten durch einen Makler, der 5,9% Maklercourtage erhält. Wegen etlicher Mängel verkauft der Verkäufer das Haus für 415000 Euro, sodass dem Makler nur eine geringere Provision zusteht. Ist es rechtens, dass der Makler mit dem Käufer verabredet, ihm die Hälfte des heruntergehandelten Kaufpreises zu übergeben?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Wer hat den den Makler beauftragt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Der Verkäufer des Hauses.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank!

Der Makler hat die Interessen des Auftraggebers, also des Verkäufers wahrzunehmen. Wenn er nun mit dem Käufer verabredet sich die Hälfte des heruntergehandelten Kaufpreises zu teilen, d***** *****egt insoweit eine Pflichtverletzung des Maklers nach § 280 BGB vor mit der Folge, dass der Makler Schadensersatz schuldet. (Baumbach/Hopt/Roth HGB § 93 Rn. 23-36).

Eine Ausnahme besteht allenfalls dann, wenn im Maklervertrag eine Doppeltätigkeit also eine Tätigkeit für Verkäufer und Käufer vereinbart wurde. Allein wenn man sich jedoch dioe 5,9 % Courtage ansieht, dürfte dies jedoch ausscheiden.

Die Pflichtverletzung des Maklers kann zur Folge haben, dass der Makler nicht nur Schadenseratz schuldet (BGH 36,327), sondernnach § 654 BGB auch seinen Provisionsanspruch verwirken kann.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Heute ist es Usus, dass der Verkäufer nicht die Provision zahlen möchte, sondern der Makler mit dem Käufer aushandelt,dass der die Provision zahlt (da er ihm ja eine Immobilie verschafft hat). Wie ist dann die Rechtslage, wenn der Käufer als Auftraggeber auftritt bei dem oben genannten Fall?
Freundliche Grüße, G.Schabow

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn nicht der Verkäufer sondern der Käufer Auftraggeber ist, dann besteht natürlich kein Schadensersatzanspruch.

Allein die Tatsache, dass der Makler mit dem Käufer aushandeln soll, dass der Käufer die Provision übernimt, ändert am Vertragsverhältnis und damit an der Treuepflicht des Makler nichts.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.