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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 28255
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, wir sind seit Mitte 2012 Mieter eines Hauses.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, wir sind seit Mitte 2012 Mieter eines Hauses. Inseriert wurde das Haus damals mit einer Wohnfläche von 125 qm. In den Mietvertrag später wurden aber nur 100 qm plus Nutzfläche, Dachstudio und Keller eingetragen, da das ausgebaute Dachstudio offiziell nicht als Wohnfläche gilt und nur ein schmaler Treppenaufgang dahin führt. Leider haben wir den Mietvertrag so unterschrieben. Wir glauben aber, dass wir definitiv seit dieser Zeit zuviel Miete zahlen, da die Miethöhe auf 125 qm Wohnfläche abzielt und auch nur für diese höhere Größenordnung ortsüblich ist. Können wir im Nachgang da eine Mietrückzahlung verlangen, da wir originär von 125 qm Wohnfläche ausgegangen sind und nicht von 100 qm? Danke ***** ***** eine Info.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Hätte der Vermieter die 125 m² in Ihren Vertrag mit aufgenommen, so hätten Sie in der Tat nach der Rechtsprechung des BGH einen Anspruch auf Rückzahlung. Allein die Tatsache dass im Inserat von 125 m² die Rede war reicht dagegen nicht aus. Die Angabe allein im Zeitungsinserat ist leider nicht ausreichend um eine Minderung der Miete nach § 536 BGB zu verlangen (LG Mannheim, Urteil vom 08.11.2006 - 4 S 96/06).

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Und wenn durch die herabgesetzte Wohnfläche auf 100 qm, die Miete pro qm weit höher ist, als der aktuell gültige Mirtspiegel ausweist? Hat man dann eine Möglichkeit dagegen vorzugehen?

Sehr geehrter Ratsuchener,

ja die Möglichkeit besteht, bei einem sogenannten Mietwucher, also wenn die Mieter etwa 100% über der üblichen Marktmiete liegt. In diesem Falle können Sie sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich gegen den Vermieter vorgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt