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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 24158
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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Sehr geehrte Damen und Herren, folgendes Problem steht für

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
folgendes Problem steht für mich an.
Ich habe in Chemnitz eine Eigentumswohnung, die von der dortigen Wohnungsverwaltung verwaltet wird.
Im vorigen Jahr war die Wohnung an einen einzelnen Mieter vermietet. Dieser hat jedoch kaum darin gewohnt, da er ein Arbeitsverhältnis in Baden-Württemberg hatte. Zum Jahresende 2016 kündigte er nach einem Jahr das Mietverhältnis. Bei der Wohnungsabnahme fiel der Verwalterin auf, daß es nach frischer Farbe roch, obwohl eine Renovierung nicht nötig gewesen wäre. Die Wohnungsabnahme fand trotzdem statt.
Im Mai 2017 wurde die Wohnung neu vermietet. Ende des Jahres stellte die Mieterin fest, daß in ihrem Schlafzimmer Schimmel war. Es wurde ohne mein Wissen eine Firma beauftragt, die "Schadensbegrenzung", Desinfektion ect. durchgeführt hat. Dabei wurde großflächig Schimmel auch im Wohnbereich festgestellt. Erst, als die Rechnung für die Fa. fällig wurde, hatte mich die Verwaltung informiert. Inzwischen wurde auch eine Sanierungsfirma beauftragt, deren Kostenvoranschlag über ca 6000,00€ an mich geschickt wurde. Die Fotos aus der Wohnung hat man mir auf meinen Wunsch hin zugestellt.
Heute teilt mir die Verwalterin mit, daß die Mieterin Mietminderung über 50%-100% fordert, was auf Grund des Zustandes der Wohnung sicher berechtigt ist.
Meine Frage an Sie: muß ich das alles so hinnehmen?
Ich bin Rentnerin und muß für diese ganzen Kosten einen Kredit aufnehmen für eine Sache, die ich doch eigentlich nicht verschuldet habe.
Für einen Rat von Ihnen wäre ich sehr dankbar.
Freundliche Grüße
S. Berndt

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist es leider tatsächlich so, dass ein Vermieter verschuldensunabhängig für einen Mangel der Mietsache - und als ein solcher gilt auch Schimmelbefall - haftet und der Mieter sodann kraft Gesetzes nach § 536 BGB zur Mietminderung berechtigt ist.

Inwieweit nun eine hier geltend gemachte Minderung in Höhe von 50-100% angemessen ist, kann ohne Kenntnis des gesamten Mangelbildes aus der Ferne nicht abschließend eingeschätzt werden.

Allerdings erscheint die Minderung in dieser Höhe übersetzt, wenn lediglich Schlafzimmer und Wohnzimmer betroffen sind, denn dann wäre eine Gesamtminderungsquote von 35% angemessen und ausreichend. Anwaltlich ist Ihnen daher in jedem Fall anzuraten, die Wohnung begehen zu lassen, um die Angaben der Mieterin diesbezüglich zu überprüfen.

Sollte nun der Erstmieter seine Verpflichtung zur Anzeige des Mietmangels Schimmel Ihnen gegenüber verletzt haben (=er war gesetzlich verpflichtet, Ihnen den Mangel anzuzeigen, § 536 c Absatz 1 BGB), so können Sie den Mieter auf Schadensersatz in Anspruch nehmen - § 536 c Absatz 2 BGB:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__536c.html

Der Erstmieter hätte Ihnen sodann die Minderungsbeträge als Schadensersatz zu erstatten, um die die jetzige Mieterin die Miete wegen des Schimmels mindert!

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.