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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 28274
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, bereits vor 3 Wochen habe ich Ihren Dienst in

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen, bereits vor 3 Wochen habe ich Ihren Dienst in Anspruch genommen. Wir sind Vermieter in einem 3- Familienhaus. Die im September, nach mehrmonatiger Renovierung, neu eingezogenen Mieter des 1.OG, beklagten nach 2 Monaten Schimmel im Schlafzimmer. Eine Begehung mit unserem Dachdecker der Mieterwohnung und der darüber liegenden Wohnung ergab keine bautechnischen Mängel. Alle anderen Zimmer im Haus sind trocken und es laufen auch keine Leitungen oder Rohre in der Nähe der Schimmelauftrittsstelle. Zu erwähnen ist allerdings, dass unsere Mieterin seit ihrem Einzug bis zum schriftlich erteilten Verbot von uns vor 3 Wochen, ihre gesamte Wäsche in der Wohnung getrocknet hat und 2 Katzen hält, gegen die keine Einwände bestehen; aber die doppelt so viel CO2 abatmen wie wir Menschen. der herbeizitierte Dachdecker befand den Schimmel als Lüftungsfehler. Die Wohnung wurde ihr trocken übergeben und auch in den letzten 10 Jahren ist noch nie irgendwo Schimmel aufgetreten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn der Schimmelbefall durch Ihren Mieter (fehlerhaftes Lüftungsverhalten) verursacht wurde und gerade kein Baumangel vorliegt, dann kann der Mieter nach § 536 BGB die Miete nicht mindern, sondern muss weiterhin den vollen Mietzins bezahlen. Daneben haben Sie nach § 280 BGB einen Anspruch auf Ersatz des Ihnen entstandenen Schadens, also auf Beseitigung der Feuchtigkeit und des Schimmels.

Sollte es hierzu allerdings zu einem Streit kommen, so ist die Stellungnahme Ihres Dachdeckers zwar ein Indiz, aber kein ausreichender Beweis. In diesem Falle wird das Gericht in aller Regel einen Sachverständigen beauftragen, der die Wohnung auf vorhandene Baumängel hin überprüft..

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
bereits vor 3 Wochen konferierte ich mit Ihrem Kollegen Herrn Traub und telefonisch mit einem anderen Kollegen. Diese versicherten mir, dass die Mieter zu beweisen hätten, dass der Schimmel bautechnische Gründe hat, was nahezu unmöglich ist, da alle anderen Räume des Hauses trocken sind und auch nie Schimmel hatten. Ich liste Ihnen jetzt auf, welche Renovierungen wir vorgenommen haben, bevor die Herrschaften in die Wohnung zogen. Sie wendeten sich jetzt an den Mieterverein Köln, der uns den schwarzen Peter zuschob, zu beweisen, dass Birneis/Sortino den Schimmel verursacht haben.
- Neue Fenster im Wohnzimmer mit Rolladen
- Abdichtung des Rolladenkastens im WZ zur Terrasse
- neue Fenster mit Rolladen in Küche, Toilette und Bad mit Rolladen
- Abdichtung des Rolladenkastens im Kinder- und Schlafzimmer
- in allen Räumen wurden Tapeten entfernt und neue Fußleisten angebracht
- Flur, Küche, Bad und Toilette wurden mit Raufaser tapeziert und weiß gestrichen
- eine neue Einbauküche wurde installiert
- der Fußboden in Küche und Flur wurde erneuert
Seltsamerweise kommt dann Schimmel, nachdem Birnei/ Sortino dort eingezogen sind?
Wie schon erwähnt konnten wir mindestens 3x pro Woche das Trocknen der Wäsche beobachten, obwohl Trocknervorrichtungen und Leinen im Keller zur Verfügung stehen. Des Weiteren wird die Wohnung nicht entsprechend gelüftet, Beobachtungen auch durch Nachbarn, und die Herrschaften halten 2 Katzen, was wir erlaubt haben; aber die doppelt so viel CO2 ausstoßen wie Menschen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Rechtsprechung vertritt leider eine abweichende Ansicht.

Für die Aufklärung der Ursache von Feuchtigkeitsschäden gelten nach der Ansicht der Rechtsprechungfolgende Grundsätze (vgl. OLG Frankfurt NZM 2001, 89):

Zunächst müssen Sie als Vermieter darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass die Mietsache frei von Baumängeln ist und dass der Zustand der Fenster und Türen sowie der Zustand der Heizung keinen Einfluss auf die Mängel ausübt (LG Freiburg WuM 1989, 559; LG Mannheim ZMR 1991,481; LG Bochum DWW 1991, 188; LG Berlin GE 2003, 253; LG Köln ZMR 2008, 629; LG Konstanz WuM 2013,156; AG Siegburg WuM 2005, 55 AG Regensburg WuM 2010,112)

Dieser Beweis wird in der Regel durch Sachverständigengutachten geführt (Blank/Börstinghaus/Blank BGB § 538 Rn. 52-54).

So wie Sie mur den Sachverhalt schildern spricht allerdings einiges dafür, dass Sie den Beweis erfolgreich führen können.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.