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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7416
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Guten Tag, Ich habe folgende zwei Fragen zum Wegerecht: 1.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Ich habe folgende zwei Fragen zum Wegerecht:
1. Was passiert mit einen landwirtschaftlichen Geh und Fahrtrecht im Falle einer Bebauungsplanänderung.
Sprich wenn die landwirtschaftliche Fläche in Bauland umgewandelt wird?
Ist dann das Geh und Fahrrecht automatisch für die bebaute Fläche gültig ?
2. Partei B wurde Testamentarisch ein Wegerecht über die landwirtschaftliche Nutzfläche von Partei A zugesprochen.
Partei A will einen landwirtschaftlichen Weg bauen. Muss Partei B die Kosten dafür mittragen ?
Vielen Dank ***** ***** Hilfe

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Ein Wegerecht bleibt auch bestehen, wenn eine Bebauungsplanänderung geben ist. Dies hat u.a .das LG Köln mit Urteil vom 7. Juni 2006 · Az. 25 O 41/05 entschieden.

Den Link zum Urteil füge ich anbei (Rn. 31 ff.):

https://openjur.de/u/116069.html

B hat als Wegerechtsinhaber keine Kosten zu tragen, wenn A eine Bebauung des Grundstücks vornehmen will.

Etwas anderes kann sich nur aus vertraglicher Vereinbarung oder testamentarischer Verfügung ergeben.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub,Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und den Link.
Gilt dieses Urteil auch in Bayern?
Zu 1. Das heißt, dass das landwirtschaftliche Geh und Fahrrecht, bei Umwandlung der landwirtschaftlichen Fläche in Bauland ein „allgemeines Fahrrecht “ wird. Und zu dem Grundstück für welches das Fahrrecht gedacht ist, und was hinter dem dienenden Grund liegt dann ein Weg gebaut werden darf?Viele freundliche Grüsse und Dankeschön
Barbara Bernhard

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Ja, das Urteil bzw. genauer die rechtliche Begründung gilt auch in Bayern. Ein eingetragenes Wegerecht "haftet" dem Grundstück an (ggf. bis es unausübbar ist).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.