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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7405
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Es handelt sich um Räume -Eigentum mit dem

Diese Antwort wurde bewertet:

Es handelt sich um Räume im Teil-Eigentum mit dem Grundbuch-Eintrag : gewerbliche Nutzung; und wurde bisher als Büro genutzt. Im Gebäude gibt es sowohl Läden EG, Büros OG 1 u 2 und Wohnungen im DG. In der Gemeinschaftsordnung wird Freiberuflern erlaubt in Ihrer Wohnung zu arbeiten. Nun meine Frage : gilt das auch umgekehrt, also im Büro zu wohnen ? Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Da dies in der Gemeinschaftsordnung nicht explizit genehmigt ist, handelt es sich um einen "Graubereich".

Die Genehmigung der Nutzung der Wohnung für gewerbliche/freiberufliche Tätigkeit ist wesentlich eingreifender als umgekehrt.

Denn durch Publikumsverkehr können die übrigen Eigentümer erheblich beinträchtigt werden.

Diese "Beeinträchtigung" entsteht in dem von Ihnen beschriebenen Fall nicht. Ggf. entsteht ein höherer Verbrauch an Wasser, Heizung etc.

Sofern im Mietvertrag keine konkrete Nutzung vorgegeben ist, kann das Wohnen im Gewerberaum für zulässig erachtet werden.

Im Streitfall hätte hierber jedoch ein Gericht zu entscheiden. Maßgeblich ist hierbei die Abwägung der Interesen der Gemeinschaft mit den Interessen des Einzelnen an dem Wohnen in den Gewerberäumen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub,
vielen Dank für Ihre Antwort, Sie treffen des Pudels Kern.
Gibt es zu diesem Sachverhalt möglicherweise Urteile ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich habe auf die schnelle keines gefunden.

Wenn eine Wohnnutzung entgegen der mietvertraglichen Vereinbarung erfolgt, kann dies zur Kündigung seitens des Vermieters führen.

Falls die Baubehörde von der geänderten Nutzung Kenntnis erlangt, kann ein Ordnungsgeld verhängt werden. Da in Ihrem Fall jedoch das Gewerbe weiter geführt wird und das Wohnen zusätzlich erfolgt, dürfte dies gering ausfallen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.