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RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 804
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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Ich habe eine Frage zur Kostenverteilung einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine Frage zur Kostenverteilung im Rahmen einer Eigentümergemeinschaft. Es handelt sich um zwei Eigentümerparteien, die gemeinsam in einem Haus leben. Hinsichtlich der Kostenverteilung existiert in der Teilungserklärung folgende Regelung:
*****
§ 5 Lasten und Kosten
1) Die gemeinschaftlichen Lasten und Kosten sind wie folgt zu tragen:
a) Soweit Verbrauchskosten für jede Sondereigentumseinheit durch vorhandene Meßeinrichtungen oder in anderer Weise einwandfrei festgestellt werden können, trägt jeder Wohnungseigentümer die für sein Sondereigentum anfallenden Kosten allein.
b) Die Kosten der zentralen Ölheizungs- und Warmwasseranlage werden von den Wohnungseigentümern nach Miteigentumsanteilen getragen. Gleiches gilt für die Stromkosten der gemeinschaftlich genutzten Bereiche und die Kosten für die Wohngebäudeversicherung.
*****
Hinweise dazu:
- Abs. 1 lit. a) ist derzeit nicht einschlägig, da (bisher) keine Meßeinrichtungen existieren.
- Die Miteigentumsverteilung beträgt 60% zu 40%.
Meine Fragen dazu:
1) Wie sind Ihrer Einschätzung nach die (laufenden) Kosten für Frisch-/Abwasser aufzuteilen?
Meine laienhafte Einschätzung dazu: Da Kosten für Frisch-/Abwasser - im Gegensatz zu den sonstigen aufgeführten Positionen - nicht in Abs. 1 lit. b) genannt werden, ist nicht auf die Miteigentumsverteilung abzustellen; vielmehr gilt hier im Zweifel 50:50. Argument: Es handelt sich bei § 5 Abs. 1 lit. b) um eine abschließende Regelung, weil es ansonsten keinen Sinn machen würde, die für die Teilung nach Miteigentumsanteilen relevanten Kostenpositionen ausdrücklich aufzuzählen.
2) Wie sind Ihrer Einschätzung nach die (einmaligen) Kosten für einen Austausch des "allgemeinen Hauswasseranschlusses" aufzuteilen?
Meine laienhafte Einschätzung dazu: Da auch hier keine der in Abs. 1 lit. b) genannten Positionen betroffen ist, ist nicht auf die Miteigentumsverteilung abzustellen; vielmehr gilt hier im Zweifel 50:50. Argument: Siehe zuvor.
3) Wie sind Ihrer Einschätzung nach sonstige "allgemeine" Kosten aufzuteilen, z.B. im Falle der Erneuerung des Dachs?
Meine laienhafte Einschätzung dazu: Da auch hier keine der in Abs. 1 lit. b) genannten Positionen betroffen ist, ist nicht auf die Miteigentumsverteilung abzustellen; vielmehr gilt hier im Zweifel 50:50. Argument: Siehe zuvor.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage:

Die Kosten für Frisch/Abwasser würde ich mangels anderer Anhaltspunkte hälftig teilen, da die Regelung in § 5 insoweit Vorrang genießt

Die Fragen zu 2 und 3 würde ich hingegen dahingehend beantworten, dass diese entsprechend den Regelungen des WEG nach Miteigentumsanteilen aufzuteilen wären, da § 5 insofern sich nur auf laufende Kosten und nicht auf einmalige, dem Gemeinschaftseigentum unmittelbar zu Gute kommende Aufwendungen handelt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Danke für Ihre Einschätzung! Könnten Sie mir bitte noch die einschlägigen §§ aus dem WEG mitteilen? Dank vorab!

Das gemeinschaftliche Eigentum unterliegt hingegen demMitgebrauch und der Verwaltung aller Wohnungseigentümer (§ 13 Abs. 2 WEG), dieauch gemeinschaftlich für die Instandhaltung und Instandsetzung zu sorgen undfür die Kosten aufzukommen haben (§ 21 Abs. 1, Abs. 5, § 16 Abs. 2 WEG).

RHGAnwalt und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Klasse, danke!

bitteschön :)