So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an hsvrechtsanwaelte.
hsvrechtsanwaelte
hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 1773
Erfahrung:  Mitglied der ARGE Verwaltungsrecht im DAV
61407990
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
hsvrechtsanwaelte ist jetzt online.

Ich hätte eine Frage bezüglich einer Kuriosität in unserem

Kundenfrage

ich hätte eine Frage bezüglich einer Kuriosität in unserem Haus. Es handelt sich um ein Hochhaus mit 32 Parteien. Jetzt überlegen wir (Meine Freundin und ich) uns einen Hund zu holen. Beim Einzug sagte man uns, es seien keine Hunde erwünscht wegen des Krachs etc. nach wenigen tagen sahen wir dann das mehrere Parteien Hunde halten. Eine Partei sogar Drei Hunde auf einmal. Unsere Nachbarn auf unserer Etage ebenfalls einen, und im Grunde ca. 10 Hunde im Haus. Nun sagte ein Bekannter der 2 Monate nach uns eingezogen ist, ihm wurde gesagt wenn man bescheid sagt darf man sich einen holen. Nun fragte ich nach und wieder hieß es es seien keine Hunde erwünscht. Im Vertrag steht, das Hunde nur gestattet sein mit Zustimmung des Vermieters. Der Herr der dies sagte "es seien keine Hunde erwünscht" ist aber der Verwalter und nicht der Vermieter. Wie kann man da gegen vorgehen, man kann nicht sagen du und du, ihr dürft Hunde halten und alle neuen mieter nicht mehr
Gepostet: vor 7 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 7 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Es kommt zunächst auf den Hund an, den Sie sich holen möchten, Rasse, Größe, Gewicht etc.

Ansonsten gilt:

Ob Hunde- und Katzenhaltung im Mehrfamilienhaus zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung zählt, ist umstritten (Bejaht zuletzt AG Bremen NJW-RR 2007, 159).

In Formularmietverträgen ist ein Tierhalteverbot nur zulässig, wenn die Haltung von kleinen Tieren hiervon ausgenommen ist.

Ist die Klausel im Mietvertrag also ein generelles Verbot, so ist das nicht zulässig.

Zudem muss sich der Vermieter (allein den sollten Sie fragen) entgegenhalten lassen, dass er anderen (wenn dieses so war, wenn nicht, muss er dagegen etwas unternehmen) nicht die Hundehaltung erlauben darf, Ihnen aber nicht.

Der vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache (konkret hier die Tiernutzung) richtet sich nach dem Einzelfall unter Abwägung der Interessen aller Beteiligten, insbesondere des Mieters und Vermieters.

Zu den Abwägungskriterien zählen vor allem bezogen auf die Tiere deren Art, Größe, ihr Verhalten und die Anzahl der Tiere. Weiterhin ist die Mietwohnung mit in die Bewertung einzubeziehen, so dass auf deren Art, Größe, Zustand und Lage der Wohnung sowie des Mietobjekts, in der sich die Mietwohnung befindet einerseits sowie Anzahl und persönliche Verhältnisse der Mitbewohner und Nachbarn (Sozial- und Altersstruktur), insbesondere der im Wohnhaus ansonsten vorhanden Zahl und Art anderer Tiere – siehe oben – ebenso zu berücksichtigen sind wie die bisherige Handhabung des Vermieters und sie besonderen Bedürfnisse des Mieters.

Unter diesen Umständen haben Sie nach meiner ersten Einschätzung ein Recht auf die Hundehaltung.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und danke ***** *****ür Ihre Bewertung, wenn Sie keine Nachfragen mehr haben.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wenn ich das richtig verstehe, wäre es nun ein Schritt, zum direkten Vermieter zu gehen und da in Erfahrung zu bringen warum Hunde im Haus gehalten werden, vor allem mehrer von einer Partei, es uns abe runtersagt ist
Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 7 Monaten.

Ja, genau machen Sie das. Die Klausel ohne Einschränkung ist unwirksam, kleine Hunde müssen stets möglich sein, größere mit Zustimmung des Vermieters, wobei er Sie nicht benachteiligen darf und andere große Hunde ohne Sachgrund gestatten darf bzw. Ihnen ohne Sachgrund versagen darf.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und danke ***** *****ür Ihre Bewertung, wenn Sie keine Nachfragen mehr haben.

Experte:  hsvrechtsanwaelte hat geantwortet vor 7 Monaten.

Ich hoffe, ich habe die Informationen zur Verfügung gestellt, die Sie gesucht haben. Wenn Sie mit meinem Service zufrieden sind, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, damit ich für meine Arbeit bezahlt werden kann. Wenn nicht, lassen Sie es mich wissen, damit ich Ihnen vielleicht noch besser helfen kann. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Rückfragen.