So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Holger Traub.
Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7585
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Miet- & WEG-Recht hier ein
Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ich arbeite seit 1. Feb 2018 für eine Agentur in Stuttgart

Kundenfrage

Ich arbeite seit 1. Feb 2018 für eine Agentur in Stuttgart und wurde ab heute "ausgeliehen" zu einem großen Kunden in die Schweiz.
Dort werde ich 2 Monate arbeiten, bin aber dennoch über meinen Arbeitgeber in Stuttgart angestellt.
Für die Zeit in der Schweiz musste ich mir selbst eine Bleibe suchen und meine Agentur übernimmt die Kosten.
Über das Internet habe ich eine Dame gefunden, die mich für 1.500 Euro mtl. in einem ihrer Zimmer in Ihrer Privatwohnung wohnen lässt.
Diese Wohnung wurde mir jedoch von meinem Vorgesetzten nicht genehmigt und ich habe die Reise gestern nicht angetreten und der Dame erst am selbigen Tag bescheid gegeben, dass ich leider nicht einziehen werde.
Es kam aber lediglich eine Abmachung am Telefon zu Stande und ich habe der Frau meinen Personalausweis per WhatsApp geschickt. Nun verlangt die Frau die 2 vollen Monatsmieten und hat bereits die Telefonnummer meines Schweizer Unternehmens rausgesucht um damit Druck auf mich auszuüben und gibt mir Zeit bis morgen, um zu antworten.
Was kann ich tun, bzw. wie ist die Rechtslage ?

Gepostet: vor 5 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Prinzipiell ist es so, dass ein Mietvertrag auch ohne Schriftform zustande kommt. Allerdings ist es in solch einem Fall für den Vermieter immer schwer zu beweisen, dass ein Mietvertrag geschlossen wurde und vor allem mit welchem Inhalt und mit welchen Konditionen.

D. h. auch in Ihrem Fall können Sie sich auf den Standpunkt stellen, dass noch kein abschließender Mietvertrag zustande gekommen ist. Allein durch das Übersenden des Personalausweises erfolgt dies nicht.

Die Dame könnte in einem Gerichtsverfahren nicht den Beweis für einen Vertragsschluss antreten.

Ihre Rechtsposition ist daher klar besser.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Hallo,danke für Ihre Antwort.
Leider haben wir per WhatsApp ebenfalls nähe Informationen zum Zeitpunkt des Einzuges vereinbart, ich habe jedoch gesagt, dass ich es noch durch meinen Vorgesetzten absegnen lassen muss und daraufhin meinte die Dame, ich solle ihr bis 12.2 bescheid geben, wie es aussieht. In dieser Frist habe ich ihr dann am 11.2 abgesagt.
Ich denke, die Frau ist sehr verärgert und wird weitere Schritte gegen mich einleiten, falls ich ihre Forderung nicht bezahle..
Das war ihre Antwort, als ich probiert habe, sie zu beruhigen :"Fakt ist , dass ein Mietvertrag zustande gekommen ist. Es benötigt dazu keine Schriftform. Darauf habe ich Sie sogar während unseres Telefongesprächs-mündliche Vereinbarungen sind rechtsgültig- noch hingewiesen. Ebenfalls können Sie sich dies , wie ich bereits, durch Ihre Rechtsberatung bestätigen lassen.
Es wurden von uns sehr detaillierte Vereinbarungen als Ergänzung zum Mietvertrag geschlossen und schriftlich per WhatsApp zusätzlich bestätigt.Auch ich bin an einer einfachen Lösung interessiert. 
Durch Ihre Art und Weise, besonders den abrupten Abruch der Kommunikation Ihrerseits , habe ich wirklich kein Interesse diese wieder aufzunehmen, auch ändert dies nichts an den Fakten. Ich nehme an, dies ist für Sie mehr als verständlich.
Das Verhalten ihrerseits in dieser Mietangelegenheit, im Verhältnis zum Hintergrund Ihrer beruflichen Tätigkeit, die Sie mir zur Kenntnis gebracht haben, ist ,aus meiner Sicht, schlichtweg unglaublich.Trotz allem bin ich bereit, Ihnen in meiner finanziellen Forderung  entgegen zu kommen und trotz unserer Vereinbarung von Euro 1500,- pro Monat,= 3000,- für den gemieteten Zeitraum 11.02.-11.04.2018,  nur eine Monatsmiete in Höhe von Euro 1500,-in Rechnung zu stellen. Dieser Betrag ist bereits seit dem 11.02.2018 fällig.Dies ist mein einziges und letztes Angebot und zwar nur, wenn es zu einer gütlichen Einigung kommen wird. Bitte prüfen Sie bis zum Freitag, den 16.02.2018, ob Sie mein Angebot annehmen wollen. 
Sollte ich nichts mehr von Ihnen hören, bzw. Sie mein Angebot nicht annehmen wollen, werde ich die Angelegenheit dann an meine Rechtsberatung weiterleiten. 
Ich habe keine Zeit mich in einer solchen Angelegenheit weiter zu engagieren. Ich hoffe sehr, dass Sie meinem Angebot dies gütlich regeln zu wollen entsprechen werden."Was kann auf mich zukommen, wenn ich nicht die Forderung über 1.500 Euro nachkomme ?
Wieviel kostet ein Gerichtsverfahren in diesem Fall und bei diesem Streitwert?
Kann ich mich auf das Widerrufsrecht aus Fernabsatzgeschäften berufen? Da ja alles über Telefon und WhatsApp abgewickelt wurde ..Was würden sie mir raten, wie ich mich verhalten soll ?Mit freundlichen Grüssen
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

habe ich Sie richtig verstanden, dass die gesamten Vereinbarungen unter dem Vorbehalt standen, dass Sie sich dies durch Ihren Vorgesetzten absegnen lassen wollten und sich dann bis 12.2. melden wollten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Ja, so ist es.
Wie sieht die Sache in diesem Fall aus ?
Käme es vor Gericht ggf. zu einem Vergleich, bei dem ich mit weniger Geld davonkomme ?
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich halte an meinen Ausführungen fest, dass noch kein verbindlicher Vertrag zustande kam, da Sie der Dame eine endgültige Rückmeldung nach Rücksprache mit Ihrem Vorgesetzten geben wollten.

Dieser Umstand spricht (noch) nicht für das Vorliegen eines Vertrages.

Im Falle eines Rechtsstreits sind Ihre Chancen daher gut.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-