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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 27930
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich wohne inzwischen seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wohne inzwischen seit fast sieben Jahren in einer Mietwohnung.
Die Nebenkostenabrechnungen der Jahr 2011-2015 enthielten immer Kosten für Gartenpflege, pro Jahr ca. 100,00 € Anteil für meine Wohnung, die ca. 120 qm groß ist (plus/minus zehn Euro).
Dafür kam 4-5 Mal pro Jahr jemand, der den Rasen mähte (nur die gerade Fläche, die Böschung wurde nie gemäht), der einmal im Jahr die Büsche ums Haus herum beschnitt und im Herbst 1-2 Mal Laub wegpustete.
Jetzt erhielten wir die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2016. Die Kosten waren im großen und ganzen "ähnlich" geblieben, nur die Kosten der Gartenpflege wurden für meien Wohnung von 100 auf 480 € erhöht (für alle anderen Wohnungen anteilig natürlich auch).
Die Leistungen waren, soweit ich (und alle anderen Mieter) das einschätzen können, in etwa gleich geblieben. Allerdings wurde ein Baum beschnitten und wir wären selbstverständlich alle bereit, einen etwas höheren Betrag zu zahlen aber natürlich nicht in dieser Höhe!!!
Leider habe ich (ich arbeite vom Home Office aus) kein Buch darüber geführt, wann und wie lange die Gartenpflege-Mitarbeiter im Jahr 2016 tatsächlich vor Ort waren, denn niemand hatte mit einer solchen Kostenexplosion gerechnet.
Ich habe die Belege angefordert und die KSG kann die Kosten auch nachweisen, allerdings zweifeln wir Mieter erheblich an der Korrektheit der 2016 tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden (2015: 9 Stunden, 2016: 52 Stunden).
Wir möchten uns heute zusammensetzen und den Widerspruch formulieren.
Ist eine solche Erhöhung rechtens? Muss der Vermieter nachweisen, welche Aufträge für Gartenpflege er erteilt hat? Muss er nicht auch drei Angebote einholen und das wirtschaftlich günstigste wählen? Wie sollten wir bei unserem Widerspruch argumentieren?
Die Firma, die 2016 die Arbeiten verrichtet hat, ist dieselbe, die dies auch 2015 getan hat.
Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Gerhard

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Natürlich muss der Mieter Ihnen nicht nur die Rechnungsbelege im Original sondern auch die zugrundeliegenden Verträge und Aufträge in Nachweis bringen. Die Baumpflege kann der Vermieter auch im Wege der Betriebskosten umlegen.

Der Vermieter ist auch zur Wirtschaftlichkeit Ihnen gegenüber verpflichtet. Das bedeutet, er muss wenn er kostenintensivere Arbeiten (Baumschnitt als Beispiel) vornimmt, sich in der Tat mehrere Angebote einholen. Dies muss er Ihnen dann auch in Nachweis bringen. Kann er es nicht und sind die Kosten überhöht, dann kann der Vermieter der Betriebskostenabrechnung nur die tatsächlich angemessenen Kosten zugrunde legen.

Sie sollten also den Vermieter anschreiben und sich nicht nur die Abrechungen sondern auch die Verträge und Aufträge zeigen lassen. Fordern Sie den Vermieter dann auch auf Ihnen nachzuweisen dass er hier mehrere Angebote eingeholt hat.

Wenn es 2015 9 Stunden gab die abgerechnet wurden und 2016 52 Stunden, dann muss Ihnen der Vermieter anhand der Stundenzettel nachweisen können wann genau welche Arbeiten ausgeführt wurden. Der Vermieter muss Ihnen also dann auch die Stundenzettel in Vorlage bringen können.

Die Klärung dieser Fragen hindert die Fälligkeit eines möglichen Nachzahlbetrages grundsätzlich nicht. Sie sollten daher in jedem Falle darauf achten die Zahlungen nur unter dem Vorbehalt der Nachprüfung zu leisten.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
vielen Dank für Ihre Auskunft. Sie hat mir weitergeholfen, das Schreiben ist formuliert und nun bin ich gespannt, was dabei herauskommt.
Danke für Ihren Rat!!
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Gerhard

Sehr gerne!