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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7423
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Vor einiger Zeit ist meine Partnerin bei mir eingezogen und

Kundenfrage

Vor einiger Zeit ist meine Partnerin bei mir eingezogen und mein Vermieter verlangt nun 45€ im Monat mehr am Miete oder wie er sagt Vergütung da meine Partnerin nur geduldet sei.. er hat mir das Deckblatt vom Mietvertrag zugeschickt mit der Bitte das ich meine Partnerin da Eintrag jedoch soll nur ich unterschreiben.. er hat die 45€ Vergütung oder Erhöhung nicht im Mietvertrag mit eingebracht quasi keine Änderung in den Zahlen der Miete angeglichen. Nun habe ich zwei oder drei mal die 45€ nicht zahlen können, und er droht mir mit der Kündigung bzw will mir nun kündigen.. in der Kündigung will er auch meine offene nicht bezahlte Nebenkosten als Grund auflisten.. ist das alles überhaupt richtig so darf er mir deswegen kündigen und diese Vergütung kommt mir auch seltsam vor. Lg

Gepostet: vor 5 Monaten.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

§ 540 Abs. 1 Satz 1 BGB besagt, dass der Vermieter dem Mieter den Gebrauch der Mietsache einem Dritten nicht ohne Erlaubnis des Vermieters überlassen darf. Ein Dritter ist auch der Lebensgefährte des Mieters.

Allerdings hat der Mieter einen Anspruch, dass der Vermieter ihm diese Zustimmung zur Aufnahme in den Mietvertrag erteilt (§ 553 Abs. 1 Satz 1 BGB), wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat. Ein Interesse ist auch berechtigt, wenn eine nichteheliche Lebensgemeinschaft geführt werden soll.

Der Vermieter kann mit Zustimmung aber auch eine Mieterhöhung verlangen (sowohl Nebenkosten als auch Mietzins). Allerdings müssen Sie zustimmen.

Stimmen Sie als Mieter zu, z. B. durch konkludente Zahlung des höheren Mietzins, kann eine Anpassung des Mietzinses angenommen werden. Hierdurch würde auch eine Nichtzahlung des Mehrbetrags als Rückstand des Mietzinses laufen, welcher letztlich eine Kündigung rechtstragend begründen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Hallo Herr Dr.Taub aber muss dann dieses nicht auch noch zusätzlich im Mietvertrag stehen? Also die Erhöhung denn es stehen nach wie vor meine Kosten drin, die ich noch als alleinige Mieterin Tragen musste.MFG
Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Und der Kündigungs Grund sollen die insgesamt 3x45€ also 135€ und die Nebenkosten sein (ich muss aber dazu sagen er hat die Neben Kosten überhaupt nicht erhöht) die sind immer noch die selben die ich als alleinige Mieterin zahlen musste.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es können auch mündliche Abreden getroffen werden, wenn dies durch den Mietvertrag (Schriftformerfordernis) nicht ausgeschlossen ist.

D***** *****delt es sich um eine Anpassung zum Mietvertrag. Dies muss nicht im Mietvertrag geändert werden.

Die Beweislast trägt der Vermieter.

Allerdings können Sie sich darauf berufen, dass Sie die bislang geleisteten Mehrkosten für Nebenkosten bezahlt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Mündlich haben wir nur die 45€ je Monat als Vergütung abgemacht, aber irgendwelche Nebenkosten Erhöhungen haben wir nicht abgemacht weder mündlich noch Schriftlich.
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

eine Kündigung ist dann seitens des Vermieters nicht möglich. Diese greift nur, wenn der Mieter

- für zwei aufeinander folgende Termine die Miete nicht zahlt oder mit einem nicht unerheblichen Teil der Miete (mehr als eine Monatsmiete) in Verzug ist
- oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, dem Vermieter eine Summe schuldet, die der Miete für zwei Monate entspricht.

Hierauf können Sie den Vermieter verweisen.

Konnte ich Ihre Fragen beantworten?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.

Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.

Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-