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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7019
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Vermieter und Makler sind der Auffassung ein Kündigungsverzicht

Diese Antwort wurde bewertet:

Vermieter und Makler sind der Auffassung ein Kündigungsverzicht sei vereinbart worden.
Wir sind anderer Meinung und haben deswegen früher gekündigt. Der Vermieter möchte das nicht akzeptieren. Er würde zwar einem Aufhebungsvertrag zustimmen unter der Bedingung, dass wir den Makler bezahlen einen Nachmieter zu finden. Wir haben freiwillig eine Nachmieterin gefunden und dennoch akzeptieren Vermiter und Makler die Situation nicht. Der Makler bedroht uns mit höheren Kosten bei einer möglichen Abnahme der Wohnung.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Die Beantwortung Ihrer Frage hinsichtlich der Stärke nach Ihrer Rechtsposition hängt maßgeblich von der Frage ab, ob ein Kündigungsverzicht für eine bestimmte Zeit vereinbart wurde. Wäre dies der Fall, könnten Sie nicht kündigen und müssten ggf. die Konditionen für einen Aufhebungsvertrag des Vermieters akzeptieren.

Wurde ein solches nicht vereinbart, müssten Sie die Bedingungen des Vermieters nicht akzeptieren.

Prinzipiell kann der Vermieter einen gefundenen Mieter nicht generell ablehnen, sondern muss dies entsprechend begründen (einschränkte finanzielle Leistungsfähigkeit etc.).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Guten Abend Herr Dr. Traub,vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung. Zur besseren Schilderung des Sachverhaltes, würde ich gerne eine PDF Datei beifügen.MfG

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das dürfen Sie gerne tun.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Es hat zwar mittlerweile mehr Kommunikation zwischen Makler, Vermieter, uns und der interessierten Nachmieterin stattgefunden. Im Kern geht es aber, um beigefügten Ausschnitt im Mietvertrag.
Der Makler hat bei MietV-Unterzeichnung den Vermieter vertreten und ist der Auffassung ein Kündigungsverzeicht sei vereinbart worden. Aber das Kreuzchen ist ja eindeutig nicht gesetzt, weswegen wir der Meinung sind, dass kein Kü-Verzicht vereinbart worden ist, selbst wenn dort ein Datum im Vorfeld der Unterzeichnung eingetragen worden ist.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

gerne will ich den Vertragsausschnitt überprüfen und noch in die Beurteilung mit einbeziehen.

Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.

Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.

Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Anbei eine Liste der Ereignisse.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Dr. Taub,grds bin ich gerne bereit weitere Leistungen anzunehmen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Wenn Sie dabei bitte auch die Chronik mit in die Bearbeitung aufnehmen würden.
Deswegen habe ich gerade vorerst abgelehnt.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

da die Chronik sehr umfangreich ist, passe ich das Angebot an.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Konkret würde ich Sie gerne fragen,1) ob ein Kündigungsverzicht vereinbart wurde?
2) wie wir am besten weiter verfahren sollten?Ich sehe eigentlich vier Möglichkeiten:1) Dem Vermieter nochmal per E-Mail (mit welchem Inhalt?) antworten.
2) Nochmal den Makler kontaktieren. (Sehr ungerne, weil er ein unausstehlicher und geldfixierter Choleriker ist und der Meinung ist, das mglw. über mündl. über ein Kü-Verzicht vereinbart wurde.
3) Einen Anwalt mit der fortgehenden Klärung des Falles beauftragen
4) Bis Mitte Januar nicht auf die letzte E-Mail des Vermieters antworten und dann den Vermieter zwecks Wohnungsübergabe-Termin kontaktieren und somit klar machen, dass wir an der Kündigung zum 31.01.2018 festhalten.
Sollte er den Makler nicht zur Abnahme der Wohnung schicken, würden wir selbst eine detaillierte fotografische Abnahme der Wohnung unter Zeugen machen, und dem Makler die Schlüssel via Einschreiben schicken und die Mietzahlungen einstellen. (Problem: Die Kaution müssten wir dann wohl einklagen)
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Könnte das Verhalten des Maklers am Telefon mit meiner Tochter den Tatbestand der Nötigung nach § 240 StGB erfüllen?
Immerhin drohte er meiner Tochter mit einem empfindlichen Übel, indem er ihr sagte, dass er bei einer Abnahme gewiss einen teuren Mangel finden würde, wenn wir uns nicht darauf einigen ihm die Courtage zu zahlen.
Würden Sie eine Strafanzeige bei der Polizei für ratsam erachten?
Der Makler wird bestimmt häufig mit dieser "Rowdy-Art" Erfolg haben und Leute einschüchtern. Sowas gehört mMn unterbunden und abgestraft!

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

ich habe den Vertrag geprüft und auch den Verlauf durchgelesen.

In dem Mietvertrag ist in der Tat explizit die Befristung nicht angekreuzt, obwohl dies ausdrücklich erforderlich ist. Allein aus dem eingetragenen Datum ergibt sich keine Befristung.

Dies dürfte auch der Grund für die "Lautstärke" des Maklers und Vermieters ein, nämlich weil hier eine Fehler gemacht wurde.

Es ist daher von der Wirksamkeit Ihrer Kündigung auszugehen. Somit wäre auch ein Aufhebungsvertrag hinfällig.

Faktisch müssten Sie nichts mehr tun, sondern nur mit dem Vermieter noch einen Übergabetermin Ende Januar vereinbaren.

Wenn Sie eine rechtliche Klärung wünschen, können Sie dem Makler und Vermieter mit einer Feststellungsklage drohen. In dieser wird sodann festgestellt, ob das Mietverhältnis über den 31.01.2018 hinaus besteht.

Eine Nötigung kann ich in dem "Drohen" des Maklers nicht sehen, das eine Zahlung im Falle eines "Mangels" an der Mietsache rechtskonform wäre.

Gleichwohl können Sie mit einer Strafanzeige wegen Nötigung drohen, vgl. § 240 StGB.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Dr. Taub,
ich danke ***** ***** für Ihre Zeit und Antworten.
Da Sie die Chronik der Ereignisse gelesen haben und sich somit ein Bild von der Situation gemacht haben, möchte ich Sie gerne abschließend fragen, wie Sie persönlich weiter verfahren würden?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Im Bekanntenkreis sagte ein Anwalt, dass solche Streitigkeiten, sofern sie denn vor Gericht landen, höchstwahrscheinlich sowieso mit einem Vergleich enden würden.
Unabhängig davon, dass ich keine Zeit und Nerven für ein Gerichtsverfahren habe, ist es wirklich so, dass ein Gerichtsverfahren wohl mit einem Vergleich enden würde, an welchem ich mich dann mit Kosten beteiligen müsste?

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

ich schätze Ihre Rechtsposition als stärker ein und würde daher auf einen Termin zur Übergabe Ende Januar 2018 bestehen und auf die Wirksamkeit der Kündigung pochen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-