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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 7406
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Ein Vermieter einer bereits gekündigten Gewerbeeinheit

Diese Antwort wurde bewertet:

Ein Vermieter einer bereits gekündigten Gewerbeeinheit verschickt nach 2 Jahren und
11 Monaten eine Nebenkostenabrechnung aus welcher sich eine Nachzahlung ergibt.
Frage: kann bei diesem Gewerbemietvertrag die Nebenkosten-Nachzahlung noch geltend
gemacht werden. Bei Wohnungen wäre die Verjährung dafür eingetreten.
Wie ist hier die Rechtslage , die Rechtsprechung ? Die Mieterin war eine GmbH
Sascha Reynes , Frankfurt a.M. ***@******.***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Nein, beim Gewerbemietrecht findet die starre 12 Monatsausschlussfrist nach § 556 Abs. 3 BGB keine Anwendung.

Der Vermieter muss die Nebenkostenabrechnung in einer angemessenen Frist erstellen.

Allerdings ist diese Abrechnungsfrist anders als im Wohnraummietrecht keine Ausschlussfrist. Die Konsequenz besteht darin, dass der Vermieter auch nach Ablauf dieser Jahresfrist immer noch die Nebenkostenabrechnung erstellen und gegebenenfalls Nachforderungen gegenüber dem Mieter erheben kann (BGH NJW 2010, 1065).

Eine "absolute" Verjährung tritt erst nach 3 Jahren (regelmäßige Verjährung von Ansprüchen nach §§ 195, 199 BGB) ein.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

waren meine Ausführungen informativ bzw. haben diese Ihnen weitergeholfen? Haben Sie noch Rückfragen bzw. kann ich Ihnen sonst noch irgendwie weiter helfen?

Sofern ich Ihre Frage beantworten konnte bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen).

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Würden Sie empfehlen die Nachforderung ( ca. 380,- € zu begleichen) da die absolute Verjährung nicht eingetreten war,
oder es auf ein Klageverfahren ankommen zu lassen. Die zeitlich so spät erstellte Nebenkostenabrechnung wird mit
Insolvenz der Immobiliengesellschaft u.Eigentümerwechsel begründet. Gibt es Rechtssprechungen in ähnlichen Fällen ?
Lohnt sich hier ein Rechtsstreit? Gäbe es eine Chance vor Gericht ?Danke für Ihre schnelle Beantwortung !Sascha Reynes
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Würden Sie empfehlen die Nachforderung (ca. € 380,- ) zu begleichen da die absolute verjährung nicht eingetreten war,
oder es auf ein Klageverfahren ankommen lassen ? Die zeitlich so spät erstellte Nebenkostenabrechnung wird mit
Insolvenz der Immobiliengesellschaft u. Eigentümerwechsel begründet. Gibt es Rechtsprechungen in ähnlichen Fällen ?
Lohnt sich hier ein Rechtstreit ? Gäbe es eine Chance vor Gericht ?

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten.

Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.

Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

vielen Dank.

angesichts der Höhe der offen Forderung ist in der Tat über eine Zahlung nachzudenken.

Im Falle der Einleitung eines Rechtsstreits kann sich die im Streit stehende Forderung wirtschaftlich mehr als verdoppeln (Rechtsanwaltskosten und Gerichtskosten).

Darüber hinaus kommt noch hinzu, dass der Vermieter für die "verzögerte" Nebenkostenabrechnung eine Begründung hat.

Ich schätze daher die Chancen eher zugunsten des Vermieters ein.

Ggf. können Sie auf den Vermieter zugehen und diesem mitteilen, dass in dem Fall durchaus mit einer Verfristung der Nebenkostenabrechnung zu rechnen sei. Hierbei können Sie auf die Jahresfrist des § 556 Abs. 3 BGB verweisen.

Da Sie jedoch an einer einvernehmlichen und schnellen Lösung interessiert seien, können Sie eine Zahlung Ihrerseits vergleichsweise zur Erledigung der Sache anbieten (beispielsweise € 225,00).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-