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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 25835
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Herr Huettemann, was kostet eine qualifizierte

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Huettemann, was kostet eine qualifizierte Rechtsberatung in einem Fall? Ich wurde von einer Bekannten gebeten, welche Möglichkeiten sie hat. Sie hat vor ca. 1-1/2 Jahren eine Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus gemietet. Seit einem Jahr wird sie jede Nacht von den über ihr wohnenden Mietern (2 Damen) gestört, was fast jeden Tag ab 5:30 - 6:00 beginnt, in dem über ihr ein lautes Getrampel beginnt, was vermutlich am Bodenbelag und an dem "sorglosen" Auftreten der Betreffenden liegt. Meine Bekannte hat sich bereits im Mai an den Verwalter gewandt mit der Bitte auf Abstellung. Es wurde ihr versprochen, sich darum zu kümmern. Da nichts passiert ist, hat sie selbst inzwischen 2mal die Mieterinnen angesprochen, die von nichts wussten und die sich auch keines Fehlverhaltens schuldig fühlen. Daraufhin hat sich noch einmal beim Verwalter und dessen Zentrale sowie dem Verwalter schriftlich reklamiert, ohne Erfolg. Am 09.12. hat sie den Verwalter nochmals angeschrieben und eine Mietkürzung um 10-20% angedroht, Diesem wurde vom Verwalter postwendend widersprochen. Daraufhin hat meine Bekannte zuletzt am 13.12. geschrieben und hat eine vom Verwalter geforderte tägliche Protokollierung zurückgewiesen.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Der Verwalter der Wohnung lehnt eine Mietminderung ab und verlangt eine tägliche Protokollierung, wenn möglich noch mit Nachweis der Lautstärke der Störung. Meine Frage wäre: Gibt es die Möglichkeit der Mietminderung oder kann meine Bekannte auf Nachbesserung der Trittschalldämmung in der über ihr liegenden Wohnung bestehen?

Sie haben 23 Euro für die anwaltliche Beratung ausgelobt.

Wünschen Sie zu diesem Preis eine Rechtsberatung?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Ein Telefonat ist derzeit nicht möglich. Stellen Sie einfach hier etwaige Nachfrage(n) - ich werde diese umgehend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Um die gestellte Frage zu ergänzen noch die Zusatz-Info: es geht nicht nur um Lärmbelästigung durch Trampeln sondern auch durch dadurch verursachte Knacksgeräusche, vermutlich wegen eines Laminat-Bodenbelags.

Vielen Dank für Ihre ergänzenden Mitteilungen!

Die geschilderten Lärmbelästigungen und Ruhestörungen muss Ihre Bekannte rechtlich nicht hinnehmen!

Sie muss sich erneut an ihren Vermieter wenden: Ihr Vermieter ist hier in der konkreten Rechts- und Handlungspflicht. Auf der Grundlage des mit Ihrer Bekannten bestehenden Mietvertrages trifft den Vermieter nämlich eine mietvertragliche Schutz- und Fürsorgepflicht Ihrer Bekannten gegenüber, die geschilderten Lärmbelästigungen wirksam zu unterbinden.

Kraft der erwähnten Schutz-und Fürsorgepflicht ist der Vermieter vertraglich verpflichtet, Ihrer Bekannten hier zur Seite zu stehen und die Lärmbelästigungen nachhaltig und dauerhaft zu unterbinden.

Der Vermieter hat hier alles zu unternehmen, um weitere Belästigungen wirksam abzustellen. Hierzu hat der Vermieter die Nachbarn anzuschreiben oder persönlich aufzusuchen und diesen mitzuteilen, dass er weitere Beeinträchtigungen der Hausruhe nicht hinnehmen wird.

Zugleich hat er den Nachbarn in Aussicht zu stellen, dass er diese abmahnen wird, wenn weitere Belästigungen nicht unterbleiben.

Erfolgen dann ungeachtet der Abmahnung weitere Lärmbelästigungen, so ist der Vermieter auf der Grundlage der oben erwähnten Schutz- und Fürsorgepflicht verpflichtet, die Nachbarn abzumahnen.

In der Abmahnung hat er die Nachbarn sodann darauf hinzuweisen, dass eine ordentliche Kündigung ausgesprochen wird für den Fall, dass die Nachbarn sich die Abmahnung nicht zur Warnung gereichen lassen.

Ihre Bekannte sollte daher den Vermieter unter Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage und unter Hinweis auf dessen mietvertragliche Schutzpflicht zu unverzüglichem Eingreifen auffordern.

Sie sollte dem Vermieter mitteilen, dass sie ansonsten Ihre Miete angemessen mindern wird, denn nachbarlichen Lärmbelästigungen stellen einen Mangel der Mietsache dar, der sie kraft Gesetzes (§ 536 BGB) zur Minderung der Miete berechtigt.

Leistet Ihr Vermieter Ihrer Aufforderung daher nicht Folge, so kann sie beginnend mit dem kommennden Monat die Miete mindern. Diese Mietminderung kann sie sodann solange aufrecht erhalten, bis der Vermieter einlenkt und die Lärmbelästigungen abstellt.

Die Mietminderung ist unter den vorliegenden Umständen mit 10% angemessen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Diese reicht zunächst mal. Ein Telefongespräch ist m.E. nicht mehr erforderlich.

Sehr gern geschehen - vielen Dank ***** *****!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt