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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 29078
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Am 08.12.2016 um 09:40 Uhr habe ich auf der immowelt.de ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Am 08.12.2016 um 09:40 Uhr habe ich auf der immowelt.de ein Anfrage zu einem Inserat gestellt (Mietwohnung in Pinneberg). Der Inserent wies sich im Impressum als Immobilienmakler aus.
Aufgrund meines Auslandaufenthaltes in den vergangenen 2 Jahren konnte ich keine Lohnabrechnung und Vorvermieterbescheinigung einreichen. Um meine Bonität zu beweisen, habe ich eine Mietzahlung für ein Jahr im Voraus angeboten.
Besichtigung
Die Besichtigung hat meine Mutter durchgeführt, da ich noch immer im Ausland bin.
Der Makler hat eine Vollmacht angefordert, die es meiner Mutter erlaubt, den Mietvertrag für mich zu unterzeichnen. (in der Vollmacht ist lediglich die Anschrift des Mehrfamilienhauses bemerkt, keine Angaben zum genauen Mietobjekt und den Konditionen).
Überaschender Ausgang des heute stattgefundenen weiteren Besichtigungstermins:
Meine Mutter bat den Makler um eine weitere Besichtigung um Abmessungen zu ermitteln. Ebenfalls wollte sie einen zuvor zwischen ihr und dem Makler vereinbarten Kautionsvorschuss in Höhe von 1500 EUR.
Meiner Mutter wurde nun allerdings ein Mietvertrag vorgelegt mit der Aussage "Ihre Tochter weiss bescheid). In Ihrer Unwissenheit hat meine Mutter unterzeichnet.
- Ein Betrag in Höhe von 1500 EUR als Kautionsvorschuss hat meine Mutter an den Makler übergeben (Diesen Betrag hatte ich zuvor per Western Union an meine Bruder gezahlt und dieser hat das Geld meiner Mutter für die Kaution weitergeleitet.
Der Makler weigerte sich nun allerdings eine Quittung auszustellen und teilte meiner Mutter mit, das Geld sei seine Courtage. Eine Quittung darüber möchte er nicht ausstellen, da er sonst zusätzliche Kosten haben würde.
- Ein Maklerauftrag/ -vertrag wurde nicht unterzeichnet.
- Der Mietvertrag wurde, ohne vorherige Absprache mit mir, als befristeter Mietvertrag für 3 Jahre ausgestellt mit jährlicher Zahlungsweise
- Als Vermieter taucht ein Herr mit dem Selben Nachnamen auf, wie der des Maklers. Offensichtlich ein Familienmittglied.
- Ein Vertragsentwurf wurde mir nicht zugestellt.
- Die Kommunikation erfolgte anfangs per Email, dann per Telefon.
Bitter bewerten Sie die Vorgehensweise des Maklers sowie die rechtmäßigkeit des Mietvertrages.
Freundliche Grüße,
Sabrina Thielecke

Sehr geehrte Ratsuchende,

Grundsätzlich wäre es ausreichend, wenn der Makler seine Gebühren in der Anzeige der Webseite aufführen würde.

Einer Unterzeichnung eines Maklervertrages bedarf es dann nicht.

An sich wären also die Maklergebühren entstanden.

Wenn aber der Makler noch keine Rechnung geschrieben hat, dann sind die Maklergebühren noch nicht fällig.

Wenn Sie zudem eine zweckbestimmte Zahlung leisten (1500 EUR) als Kautionsvorschuss dann darf diese Zahlung nicht mit seinen kosten verrechnet werden. Verrechnet der Makler dennoch so stellt dies unter Umständen eine strafbare Untreue dar.

Wenn Sie den Makler über das Internet kontaktiert haben, dann können Sie den Vertrag widerrufen. Sollten Sie keine Widerrufsbelehrung erhalten haben, dann kann der Widerruf 1 Jahr und 14 Tage lang erfolgen. Die Folge des Widerrufs ist, dass der Maklervertrag unwirksam wird und Sie keine Zahlungen leisten müssen, selbst wenn Sie den Mietvertrag unterzeichnet haben.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.1. Weder in der Anzeige noch im Impressum sind Gebühren ausgewiesen. Bedarf es dann hier eines Maklervertrages?2. Zitat:
"Die Folge des Widerrufs ist, dass der Maklervertrag unwirksam wird und Sie keine Zahlungen leisten müssen"Frage:
Es gibt ja keinen Maklervertrag. Wie kann ich den Vertrag dennoch kündigen?3. Es stellte sich heraus, dass der Makler den Vertrag "i.A. / im Auftrag" unterzeichnet hat. Vermieter ist sein Sohn.

Sehr geehrte Ratsuchende,

1.

wenn keine Gebühren ausgewiesen wurden und der Makler Ihre Mutter auch nicht auf Maklergebühren hingewiesen hat, dann kann der Makler keinerlei Gebühren verlangen (mangels vertraglicher Vereinbarung).

2.

Wenn kein Maklervertrag vorliegt dann können Sie den Vertrag auch nicht kündigen oder widerrufen. Kündigung und Widerruf setzen einen bestehenden Vertrag voraus.

3. Wenn der Makler tatsächlich der Vater des Vermieters ist, d***** *****egt eine wirtschaftliche Verflechtung vor mit der Folge, dass der Makler selbst bei Zustandekommen eines Maklervertrages keine Maklergebühren verlangen darf.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Darf ich den Mietvertrag trotzdem kündigen? Mir ist nicht ganz ersichtlich, ob Sie in Ihrer ersten Antwort vom Maklervertrag oder vom Mietvertrag sprachen.

Sehr geehrte Ratsuchende,

den Mietvertrag können Sie einmal kündigen. Zum anderen können Sie den Vertrag nach § 119,123 BGB wegen Irrtums und arglistiger Täuschung anfechten, da der Makler Ihrer Mutter wohl vorgegaukelt hatte, dass Sie schon "Bescheid wüssten".

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Entschuldigen Sie die vielen Fragen.Zitat:
"Wenn Sie den Makler über das Internet kontaktiert haben, dann können Sie den Vertrag widerrufen. Sollten Sie keine Widerrufsbelehrung erhalten haben, dann kann der Widerruf 1 Jahr und 14 Tage lang erfolgen. Die Folge des Widerrufs ist, dass der Maklervertrag unwirksam wird und Sie keine Zahlungen leisten müssen, selbst wenn Sie den Mietvertrag unterzeichnet haben."- Eine Widerrufsbelehrung habe ich nicht erhalten.Frage:
Es gilt demnach die Frist "1 Jahr und 14 Tage"?

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn die Widerrufsbelehrung fehlt, dann können Sie den Maklervertrag in der Tat 1 Jahr und 14 Tage lang widerrufen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Zitat:
"den Mietvertrag können Sie einmal kündigen. "Frage:
Dies aber mit der gesetzlichen Kündigungsfrist, korrekt?Frage 2:
Ich möchte den Mietvertrag widerrufen. Hier gibt es nur den Ansatz über § 119,123 BGB wegen Irrtums und arglistiger Täuschung?Frage 3:
Wie kann ich den gezahlten Betrage einfordern? Die Ausstellung einer Quittung wurde abgelehnt und wir stehen nun mit leeren Händen da.

Sehr geehrte Ratsuchende,

Frage:
Dies aber mit der gesetzlichen Kündigungsfrist, korrekt?

Ja, Sie können mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.

Frage 2:
Ich möchte den Mietvertrag widerrufen. Hier gibt es nur den Ansatz über § 119,123 BGB wegen Irrtums und arglistiger Täuschung?

Ja richtig, hier können Sie als Ansatz nur die Anfechtung nutzen.

Frage 3:
Wie kann ich den gezahlten Betrage einfordern? Die Ausstellung einer Quittung wurde abgelehnt und wir stehen nun mit leeren Händen da.

Sie haben Ihre Mutter als Zeugin. Insoweit brauchen Sie keine Quittung da Sie den Beweis der Zahlung erbringen können.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Herr Schiessl, vielen Dank für Ihre schnelle Beratung. Wir werden nun Kontakt mit dem eigentlichen Vermieter aufnehmen.

Bitte sehr gerne!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo nochmal Herr Schiessl, wären Sie interessiert in diesem Fall meine anwaltliche Vertretung zu übernehmen?Weder Vermieter noch Makler (Vater) reagieren auf meine Kontaktaufnahmen per Email und Whatsapp.