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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 33710
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, im Haus sind 7 Wohnungen(462,5m2).

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Haus sind 7 Wohnungen(462,5m2). Meine 50m2 groß. Die Vermieterin reinigt das Treppenhaus selber und nimmt dafür 1008 Euro im Jahr. Durch 7 für jeden 144 Euro.
Jetzt sollen wir laut Betriebskostenabrechnung 1680Euro für 2014 bezahlen. Durch 7 für jeden 240 Euro. Ich habe ihr geschrieben, dass ich das nicht bezahlen möchte und einen Blick in ihre Unterlagen werfen möchte. Es gibt keine Unterlagen. Sie meint, dass sie soviel verlangen kann und hat mir einen Kostenvoranschlag einer Reinigungsfirma vorgelegt. 2006,18€. Ich würde gerne selber reinigen. Die anderen finden es gut das gereinigt wird aber mit so einer Erhöhung sind sie auch nicht einverstanden. Was sind meine Rechte als Mieter in dieser Situation, oder muss ich bezahlen?
Dankeschön, LG
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das müssen Sie nicht zahlen: Ihnen steht an der geltend gemachten Nahzahlungsforderung laut Betreibskostenabrechnung ein Zurückbehaltungsrecht aus § 273 BGB zu.

Von diesem Zurückbehaltungsrecht können Sie solange Gebrauch machen, wie die Vermieterin Ihnen nicht prüffähige und nachvollziehbare Abrechnungen und/oder Kostenauftstellungen zur Verfügung stellt, aus denen Sie ersehen können, für welchen zeitlichen Aufwand und wann konkret Sie welche Kosten tragen sollen!

Sofern die Vermieterin keinerlei Abrechnungsunterlagen gefertigt hat, ist dies rechtlich das Problem der Vermieterin, und nicht Ihres. Sie können verlangen, dass die Vermieterin nachträglich eine exakte und schlüssige Kostenkalkulation nach den vorstehend erläuterten Vorgaben erstellt. Solange dies nicht erfolgt, sind zu KEINEN Zahlungen verpflichtet.

Von vornherein zurückweisen können Sie zudem den Kostenvoranschlag der Firma, denn dieser weist selbstverständlich in keiner Weise nach, dass die Vermieterin Arbeiten in dieser Höhe selbst erledigt hat, sondern es handelt sich um nichts weiteres als einen Kostenvoranschlag einer fremden Firma!

Weisen Sie daher die Forderung der Vermieterin unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage zurück, und teilen Sie mit, dass Sie bis zur Vorlage prüffähiger Unterlagen keinerlei Zahlungen leisten werden.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie bitte auf die Sterne/bzw. lachenden Smileys/Buttons).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.