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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 31211
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen/Herren, mein direkter Nachbar besitzt

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen/Herren,
mein direkter Nachbar besitzt einen Hund, den er auf den Grünflächen (gehört nicht der
Stadt Bonn) laufen läßt und mit ihm spielt. Ein neu zugezogener Nachbar ein Haus weiter besitzt nun auch einen Hund und beide spielen zusammen auf der Grünfläche vor meiner Terasse. Ich habe drei Katzen und habe auf der Terrasse einen Zaun nicht über die
Balkondecke der oberen Wohnung angefertigt (freilauf ca. 3 qm).
Bei Ansprache an meinen Nachbar, dass diese Wiese kein Hundespielplatz wäre, wurde nur geantwortet "doch".
Nun laufen diese Hunde auch in meinen nicht abgetrennten Garten, urinieren, und verbellen meine Katzen auf der Terrasse.
Stadt Bonn ist nicht zuständig und meine Vermieterin der auch die Wohnung meines Nachbarn gehört sagte mir auf dem AB "sie könne da laut WEG § 15 Abs. 2 nichts machen und wenn ich den Hausfrieden stören sollte würde sie mir eine Abmahnung schicken.
Bitte, was kann ich jetzt noch machen, denn der Zustand mit den Hunden ist sehr störend nicht nur für meine Katzen.
Für eine Antwort bedanke ***** ***** schon jetzt und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
B. Schulte
Matthias-Grünewaldstr. 11
53175 Bonn
Tel.: 0228 / 37 79 287
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Ist denn der (nicht abgetrennte) Garten an Sie vermietet?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Wohnungen enden wohl an den Fliesenenden vor der Grünfläche jeweils auch die Größe des Balkons darüber und gehört normalerweise nicht zur Wohnung. Ich wohne in der Straße schon 35 Jahr und jeder Erdgeschossbewohner hat sich so eine Art Garten angelegt.Mein Nchbar hat von seiner Vormieterin sogar einen Zaun "geerbt". Da kann von mir aus der Hund auch laufen!

Gruß

B. Schulte

Vielen Dank für Ihre Klarstellungen!

Die geschilderten Belästigungen - Urinieren in den Garten - müssen Sie rechtlich nicht hinnehmen, und die Reaktion Ihrer Vermieterin ist angesichts dessen in keiner Weise nachzuvollziehen, denn Ihre Vermieterin ist unter den gegebenen Umständen zum Eingreifen verpflichtet.

Sie müssen sich daher an die Vermieterin wenden: Die Vermieterin ist hier in der konkreten Handlungspflicht. Auf der Grundlage des mit Ihnen bestehenden Mietvertrages trifft die Vermieterin nämlich eine mietvertragliche Schutz- und Fürsorgepflicht, die geschilderten Belästigungen wirksam zu unterbinden - und keinesfalls ist die Vermieterin berechtigt, Ihnen nur deshalb eine Abmahnung in Aussicht zu stellen, weil Sie Ihre eigenen Rechte als Mieterin wahren!

Kraft der erwähnten Schutz-und Fürsorgepflicht ist die Vermieterin nämlich verpflichtet, Ihnen hier zur Seite zu stehen und die Belästigungen zu unterbinden.

Die Vermieterin hat hier alles zu unternehmen, um weitere Belästigungen wirksam abzustellen. Hierzu hat die Vermieterin Ihren Nachbran anzuschreiben oder diesen aufzusuchen und ihm mitzuteilen, dass sie weitere Beeinträchtigungen Ihrer Rechte nicht hinnehmen wird.

Zugleich hat die Vermieterin dem Nachbarn in Aussicht zu stellen, dass sie diesen abmahnen wird, wenn er sein Verhalten nicht ändern sollte.

Erfolgen dann weitere Belästigungen durch die Hunde, weil er diese erneut in Ihren Garten lässt, so ist die Vermieterin auf der Grundlage der oben erwähnten Schutz- und Fürsorgepflicht verpflichtet, den Nachbarn abzumahnen.

In der Abmahnung hat sie diesen sodann darauf hinzuweisen, dass eine ordentliche Kündigung ausgesprochen wird für den Fall, dass dieser sich die Abmahnung nicht zur Warnung gereichen lassen.

Sie sollten daher die Vermieterin erneut unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage zu unverzüglichem Eingreifen auffordern.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie bitte auf die Sterne/bzw. lachenden Smileys/Buttons).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Herr Hüttemann,

Sie nehmen mir schon etwas die Angst, ich habe aber noch eine kurze Frage:

Darf ich eine Hundeabschreckung direkt am Ende meiner Terrasse

aufstellen? Diese beruht auf Ultraschalltönen die der Mensch nicht hört aber das Tier wahrnimmt und abschrecken würde.

Liebe Grüße

B. Schulte

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, hierzu sind Sie unter den mitgeteilten Umständen berechtigt, sofern das Gerät nicht zu Gesundheitsschäden bei dem Tier führen kann (wovon ich aber nicht ausgehe)!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Herr Hütteman,

es geht noch einmal zu dem Nachbarn (Hundefreund meines Nachbarn) und seinem Hund, der meine Katzen auf der Terrasse verbellt, da hat ja meine Vermieterin nichts zu tun, aber ich denke sie könnte meinen Nachbarn auffordern seinem Hundefreund dieses auch mitteilen.

Ich galube das war dann alles, schönen Dank!!!

Ja, genauso ist es: Die Schutzpflicht Ihrer Vermieterin bezieht sich auch auf den anderen Hundebesitzer - auch diesen hat die Vermieterin aufzufordern, Beeinträchtigungen des Gartens durch dessen Hund zu unterlassen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Herr Hüttemann,

meine Vermieterin hat durch den Rechtsanwalt von Haus und Grund erfahren, dass es ein BGH-Urteil gibt wonach auf einem öffentlichen Gelände einer Wohnungseigentümergesellschaft Kinder und Hunde frei herumlaufen dürfen!

Sieht nicht so gut aus für mich wenn meine Vermieterin meinen Nchbarn nicht umstimmen kann vor dem Haus mit den Hunden zu spiele.

Liebe Grüße

B. Schulte

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Derlei Urteile gibt es viele - was Ihnen die Gegenseite aber verschweigt, its die Tatsache, dass das nur dann gilt, wenn von den Tieren KEINE unzumutbaren Belästigungen ausgehen. Gerade das ist hier aber der Fall (Urinieren in Ihren Garten), und nur darum geht es hier.

Das Urteil ändert also gar nichts an der Rechtslage.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Laughing

Gern geschehen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt