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Kategorie: Miet- & WEG-Recht
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Hallo, nach dem Kauf eines Grundstückes mit altem Gebäudebestand

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
nach dem Kauf eines Grundstückes mit altem Gebäudebestand haben wir mit dem linken Nachbarn abgesprochen, daß wir die direkt an seinem Grundstück stehende (unsere) Garage abreissen, ebenso den von ihm damals gesetzten Klinker (auf seinem Grundstück). Wir haben zugesagt, daß wir ihm eine neue Mauer setzen. Er wollte sich an den dadurch entstehenden Kosten beteiligen, da die Mauer, auf seinem Wunsch, jetzt auch länger wird. Dafür sollten wir eine bestehende, marode Holzwand beseitigen, und die Mauer durchziehen.
Dieses haben wir auch so gemacht. Auf der von unserem Nachbarn einzusehenden Mauerseite haben wir, gemäß seinem Wunsch, roten Klinker gesetzt. Die Pfeiler sind aus schwarzem Klinker, damit die Wand auch zu unserem alten Neubau paßt.
Der Frontpfleiler sollte, genau wie unser Haus, schwarz ausgefugt werden. Dieses wurde auch so abgesprochen. Bei einer Nacht- und Nebelaktion und bei Regen hat unser Nachbar diesen Pfeiler aber unsachgemäß in grau verfugt. Ebenfalls hat er Pfeiler und Mauerabdeckungen in Edelstahl aufsetzen wollen. Wir baten ihn, dieses zu überdenken, da der Stil absolut nicht zu unserem Haus passen würde und zeigten ihm schwarze Betonabdeckungen, die wir gerne darauf setzen würden.
Bei einem Gespräch bestand er auf sein Recht als Besitzer dieser Mauer und daß er damit machen kann was er für richtig halte.
Wir baten ihn dann, dass wir uns im neuen Jahr alle mal zusammensetzen und die ganze Sache in Ruhe und für alle Seite akzeptabel durchsprechen möchten. Damit erklärte er sich auch einverstanden.
Jetzt kam ein Unfall meines Mannes dazu und der Gesprächstermin hat bis heute leider nicht stattfinden können.
Gestern stellten wir fest, daß der Nachbar, seine angekündigten Edelstahlabdeckungen, ohne jede weitere Rücksprache, aufgesetzt hat. Diese Abdeckungen sind so geschnitten, daß wir keine Chance haben unsere Mauerseite zu verputzen oder zu verkleiden, ohne daß Wasser zwischen Putz/Holz und Mauerwerk läuft.
Es scheint, daß der Nachbar in keiner Weise gesprächsbereit ist, sonst hätte er uns doch von seinem Vorhaben erst nocheinmal in Kenntnis gesetzt.
Wir möchten diese Sache natürlich gerne ohne Gericht klären.
Was müssen wir jetzt tun?
Vielen Dank ***** ***** freundlichem Gruß
Heike Veelders
Email: *****@******.***
Mobil: 0163-420 9400
Sehr geehrte Fragestellerin,

steht die Mauer auf dem Grundstück des Nachbarn oder auf beiden Grundstücken? Gibt es schriftliche Vereinbarungen oder nur mündliche Absprachen?

Gerne antworte ich Ihnen weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Laut Aussage des Nachbarn steht die Mauer auf seinem Grundstück (ist momentan nicht nachvollziehbar, da kein Grenzstein mehr existiert) und das Grundstück erst nach Baufertigstellung neu vermessen wird. Ganz fürher hat es dort mal eine Doppelgarage, je eine auf dem entsprechendem Grundstück gegeben. Unser NAchbar hat seine aber abgerissen und die noch bestehende Kalksandsteinmauer, die dann sichtbar war, verklinkert. Durch den Abriss unserer Garage konnten wir aus Sicherheitsgründen seine Klinkerwand aber nicht stehen lassen.

Es gibt leider nur mündliche Absprachen, von unserer Seite aber immer mit Zeugen.

Danke ***** *****

Vielen Dank für die weiteren Informationen.

Zunächst haben sie sich völlig richtig verhalten, indem sie mit dem Nachbarn das Gespräch gesucht haben und versucht haben, mit ihm eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dies hat bis zum Ausscheren des Nachbars, aus unerklärlichen Gründen, soweit auch ganz gut funktioniert.

Daher, ohne bereits Bezug auf die juristische Bewertung zu nehmen, sollten Sie dies auch weiterhin versuchen.

Rechtlich kommt es durchaus darauf an, wo sich die Mauer befindet, wobei es hierfür zunächst keine Rolle spielt, wer die Mauer errichtet hat.

Befindet sich die Mauer auf dem Grundstück des Nachbarn, so kann dieser grundsätzlich bestimmen, was mit der Mauer geschieht. Theoretisch könnte er diese auch wieder abreißen oder anders modellieren. Es kommt auch darauf nicht an, ob sie die Mauer sodann erbaut haben, da durch die Verbindung der Mauer mit dem Erdreich die Mauer in das Eigentum des Grundstückseigentümers übergeht.

Anders sieht die Situation allerdings dann auf, wenn die Mauer auf beiden Grundstücksteilen steht. D***** *****delte sich um eine so genannte Grenzeinrichtung und hier haben beide Grundstückseigentümer Miteigentum und können sodann auch bestimmen, wie die Grenzeinrichtung gestaltet ist.

Sofern hierzu Abreden existieren, sei es für den ersten als auch für den zweiten Fall, muss der Eigentümer des anderen Grundstücks sich grundsätzlich auch hieran halten. Bestreitet er allerdings diese Abreden, so sind sie in der Nachweispflicht.

Gelingt es ihnen gegebenenfalls gerichtlich, sodann nachzuweisen, dass eine bestimmte Farbgebung vereinbart gewesen ist, so muss sich der Nachbar auch hieran halten.

Davor sollten Sie allerdings in jedem Fall noch einmal mit dem Nachbarn eine gütliche Vereinbarung versuchen oder gegebenenfalls auch ein nachbarrechtliches Schlichtungsverfahren einleiten.

Als Alternative würde noch die Möglichkeit bestehen, wenn sich die Mauer auf dem Grundstück des Nachbarn befindet, auf dem eigenen Grundstück eine entsprechende Mauer oder auf der Grenze eine entsprechende Mauer nach ihren Vorstellungen zu errichten.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können sich weiter an mich wenden. Über ihre anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

rebuero24 und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.