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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 30063
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

1) Seit August stinkt es im Kellergang nach Kot, man kann nur

Diese Antwort wurde bewertet:

1) Seit August stinkt es im Kellergang nach Kot, man kann nur noch mit Nase zuhalten in den Keller - unerträglich.
2) Vermieter im November telefonisch darauf aufmerksam gemacht. Er sagte, das wissen wir, wir suchen die Ursache
3) Frist zur Beseitigung gesetzt bis 20.12.2014 - nichts tut sich
4) Grund vsstl: Neuer Vermieter ab 1.1.2015
5) Wieviel Prozent der Miete kann ich mindern?
6) Und ab welchem Monat?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie können nach der Rechtsprechung unter den gegebenen Umständen eine Minderung der Miete von 8% der Bruttomiete vornehmen.

Diese Mietminderung können Sie solange aufrecht erhalten, bis der Mangel der Mietsache - Gestank im Kellergang - vollständig beseitigt ist.

Diese Mietminderung können Sie nach der Rechtsprechung des BGH auch rückwirkend geltend machen - das Mietminderungsrecht können Sie von dem Zeitpunkt an in Anspruch nehmen, zu dem Sie dem Vermieter den Mangel angezeigt und diesen zur Abhilfe aufgefordert haben.

Da der Vermieter seit November Kenntnis von dem Mangel besitzt, und da er seither nicht tätig geworden ist, können Sie rückwirkend die Miete mindern.

Sie können folglich Ihre Mietminderungsansprüche seit November mit der nächsten Mietzinszahlung verrechnen, also die zu zahlende Miete um die Minderungsanteile für die zurückliegenden Monate entsprechend kürzen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Da ich den Vermieter ab 21. November davon informierte, kann ich die Miete für den ganzen November mindern - oder anteilig ab 21.11.

Denn eigentlich wusste der Vermieter diesen Mangel schon länger.

Und da der Schaden vom nunmehr Altvermieter nicht mehr beseitigt werden wird, ich aber nur die letzte Mietlastschrift noch rückbuchen kann, geht doch m.E der Mietminderungszeitraum vom 21. (oder 1. November) bis unendlich.

Also hole ich mir die gesamte letzte Miete unter dem Grund "Mietminderung" zurück.
Richtig - oder wie hänndle ich das?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Dann können Sie leider erst ab dem Zeitpunkt der Mitteilung, also ab dem 21.11., mindern.

Nein, am sinnvollsten ist es - da die Mietminderungsansprüche auch gegenüber dem neuen Vermieter gelten, wenn Sie die Minderung mit den nächsten Mietzahlungen verrechnen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Muss ich den neuen Vermieter auch von dem Mangel in Kenntnis setzen (z.B am 12.1.2015)?
Wenn ja - kann ich dann die Miete auch erst ab 12. Januar mindern?
Oder bereits ab 1. Januar, da der neue Vermieter ja für den alten eintritt, und der Mangel ab 1.1. bereits bestand?

Nein, der neue Vermieter tritt vollumfänglich in die bestehende Rechtslage ein - das bedeutet, dass Sie weiterhin die Miete mindern können, bis der Gestank beseitigt ist. Sie müssen den Vermieter also nicht gesondert in Kenntnis setzen, die Kenntnis des Vorvermieters ist ihm rechtlich zuzurechnen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Aber höchstwahrscheinlich hat der Altvermieter den neuen Vermieter gar nicht darüber informiert;
der Neu-Vermieter weiß also gar nichts von dem Mangel.
Da ist es wohl angebracht, wenn ich den Vermietr selbst informiere und um Mängelbeseitigung des "Vorschadens" ersuche.

Die Mietminderung selbst muss ich ankündigen, oder nicht?

Die Kenntnis wird dem neuen Vermieter zugrechnet - unabhängig, ob der neue Vermieter davon weiß oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Der Altvermieter hat mir Kosten aufgedrückt - wg. fehlgeleiteter Miete - iHv 23 €, die ich nicht nachvollziehen kann.
Ich bat um detaillierte Aufstellung - nichts passierte.
Jetzt wurden die Kosten vom mir zustehenden Bk-GH abgezogen, nur die Differenz überwiesen.

Selbstverständlich ziehe ich neben der Mietminderung RA-Kosten, Einschreiben und zu Recht, da nicht nachgewiesen, og. 23 € ab.

Muss ich dem Altvermieter jetzt bei der Kürzung der letzten Miete den Kürzungsbetrag aufschlüsseln?

Nein, müssen Sie nicht, denn der Altvermieter war und ist in der Rechtspflicht, Ihnen die Kosten ganz konkret darzulegen und unter Beweis zu stellen. Kommt er dieser Pflicht trotz Ihrer ausdrüklichen Aufforderung nicht nach, können Sie diesen Betrag auch abziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Also kann ich die Miete 12.2014 zurückbuchen und bei der neu-Überweisung mir alle Kosten ohne schriftliche Darlegung abziehen und z.B nur schreiben "Mietminderung und RA-Kosten"?

Ja, das wäre rechtlich nicht zu beanstanden!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Danke ***** ***** Hüttermann,

ich möchte Ihnen Ihre ausführlichen Antworten gern noch mit einem Bonus belohnen.

Sehr gern geschehen!

Das haben Sie ja bereits gemacht - vielen Dank für den Bonus.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die Bk-abrechnung wurde von einer Dresdener Adresse des Vermieters versandt.
Leider ist mir die Dresdener Bankverbindung unbekannt.
Diese muss ich doch jetzt nicht ausfindig machen?

Ergo: Ich hole mir die Dez.-Miete zurück und überweise den Restbetrag (nach Abzug Mietminderung u. Kosten) an die mir bekannte Berliner Bankverbindung des Altvermieters.
Richtig?

Richtig - so gehen Sie vor!
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sollte mir der Vermieter noch eine Kostenaufstellung von den 23 €, die eer vsstl. als Säumnis geltend macht, zusenden, muss ich diese hinnehmen?

M.E. nicht.
Denn ich hatte damals auch schon eine Mietminderung geltend gemacht, allerdings den Restbetrag auf das einzig mir bekannte Konto überwiesen.

Da dieses mittlerweile wechselte, mir aber nicht bekannt war (da auf Geschäftsbrief nicht ausgewiesen), wies ich den Vm richtigerweise mehrfach schriftlich darauf hin, nach Rspr mit meinem Kreditinstitut, sich das Geld von dem anderen Konto zurück zu holen.

Das hat der Vm nach 13 Monaten (!) geschafft – und hat mir vsstl. deshalb o.g Gebühren von 23 € abgezogen.

Zu Unrecht, nicht wahr?