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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 25277
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum Mietrecht. Ich habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,

ich habe eine Frage zum Mietrecht.

Ich habe in einer WG mit einer weiteren Person gewohnt. Wir sind beide Hauptmieter. Ich bin bereits seit einem Jahr aus beruflichen Gründen aus- und umgezogen (Ortswechsel). Seit meinem Auszug versuche ich das Mietverhältnis zu beenden. Zudem sind meine Eltern noch als Bürgen im Mietvertrag genannt. Eine Einigung zwischen allen Beteiligten, insbesondere dem Mitmieter und dem Vermieter, scheint unmöglich. Ich möchte einfach endlich aus dem Mietverhältnis auszuscheiden, meine Kaution zurück bekommen und eine Bürgschaftserlassung für meine Eltern bewirken. Der andere Mieter möchte gern in der Wohnung verbleiben. Der Vermieter ist nicht bereit einer Vereinbarung, in der mein Ausscheiden unter Fortsetzung des Mietverhältnisses mit dem anderen Mieter geregelt werden würde, zu zustimmen. Er will in diesem Zusammenhang einen neuen Vertrag und eine Mieterhöhung (NK alt 6,80 EUR, neu 10,00 EUR). Das widerum möchte der verbleibene Mieter natürlich nicht. So dass es bis jetzt zu keiner Einigung gekommen ist.

Daher meine Frage an Sie. Wie kann ich aus dem Mietverhältnis trotz der oben genannten Interessenskonflikte ausscheiden?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden und
verbleibe mit freundlichen Grüßen,

G. Maly
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich haften Sie gemeinsam mit dem ehemaligen Mitmieter nach wie vor gesamtschuldnerisch auf Zahlung der Mietverbindlichkeiten, denn der bloße Auszug hat nicht zu einer Beednigung des Mietverhältnisses geführt.

Auch eine Entlassung aus dem Mietverhältnis können Sie gegen den Willen des Vermieters nicht durchsetzen, denn auf diese Weise würde ihm ein haftender Schuldner entzogen werden. Der Vermieter muss daher einer entsprechenden Aufhebungsvereinbarung ausdrücklich zustimmen.

Sie können daher nur das Mietverhältnis kündigen - dieses muss aber wiederum gemeinschaftlich erfolgen.

Sie müssen daher unter den hier vorliegenden Umständen Ihren Mitmieter auf Kündigung des Mietverhältnisses auf dem Rechtsweg in Anspruch nehmen, sofern dieser sich weigern sollte, die Kündigung des Mietvertrages gemeinsam mit Ihnen zu erklären. Sie können dann eine entsprechende Klage zum Amtsgericht führen mit dem Ziel, Ihren Mitmieter zur Zustimmung der Kündigung verurteilen zu lassen. Das Gericht wird unter den gegebenen Bedingungen Ihren Mitmieter sodann auch antragsgemäß hierzu verpflichten.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Besteht noch Klärungsbedarf? Gerne können Sie nachfragen über "Antworten Sie dem Experten".

Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Seien Sie bitte so fair, und geben Sie eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Antworten Sie dem Experten") haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Sie können nach Abgabe einer positiven Bewertung selbstverständlich jederzeit kostenfrei Nachfragen stellen.

Auf die Sach- und Rechtslage habe ich keinen Einfluss - ich kann Ihnen diese nur wahrheitsgemäß darlegen und erläutern.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank XXXXX XXXXX mir ist noch nicht klar, ob und wie ich eine Bürgschaftsentlassung bewirken kann? Können Sie bitte dazu noch Stellung nehmen?


 


Ergänzend habe ich noch die Frage, ob es eine Möglichkeit für mich gibt, seitens des Vermieters eine Zustimmung zum Wechsel unter Fortsetzung des bisherigen Mietverhältnisses mit dem weiteren Mitbewohner ohne Mieterhöhung zu bewirken? Zum Beispiel durch einen neuen Nachmieter als solventen Schuldner?


 


Mit freundlichen Grüßen,


 


G. Maly


 

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

1.)
Eine Entlassung Ihrer Eltern aus der Mietbürgschaft ist unter den vorliegenden Umständen durchsetzbar.

Eine Kündigung der Mietbürgschaft kommt immer aus wichtigem Grund in Betracht, denn es wäre unbillig, den Bürgen auf Dauer an der Mietbürgschaft festzuhalten, wenn sich die dem Vertragsschluss zugrunde liegenden Verhältnisse grundlegend gewandelt haben.

Da Sie nun längst ausgezogen sind, so können Ihre Eltern die Bürgschaft auch aus wichtigem Grund kündigen.

Ihre Eltern können daher unter Berufung auf diese Rechtslage die Mietbürgschaft gegenüber dem Vermieter aus wichtigem Grund kündigen.

Sie sollten zu diesem Zweck eine schriftliche Kündigung an den Vermieter richten und diese nachweisbar (Einschreiben mit Rückschein) zur Versendung bringen.

2.)
Grundsätzlich ist ein solcher Wechsel unter Fortsetzung des bisherigen Mietverhältnisses rechtlich natürlich möglich - allerdings muss der Vermieter dem wiederum ausdrücklich zustimmen, denn gegen seinen Willen kann ihm kein anderer Nachmieter aufgezwungen werden. Abweichendes würde nur gelten, wenn in dem Mietvertrag ausdrücklich bestimmt wäre, dass der Vermieter JEDEN gestellten Nachmieter zu akzeptieren hätte. Fehlt es an einer solchen Regelung, so kann mit dem Vermieter nurt eine einvernehmliche Nachfolgeregelung getroffen werden.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.