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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 24439
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Folgende Situation: Mit der Freundin habe ich mir Ende März

Diese Antwort wurde bewertet:

Folgende Situation:
Mit der Freundin habe ich mir Ende März 2013 ein Haus gekauft, es ist zu 100% finanziert.
Wir haben die Kosten für die notwendigen Renovierungsarbeiten und die Marklercourtage/Grunderwerbsteuer ebenfalls mitfinanziert (hierfür meine Whg als Sicherheit genommen...). Zwei der ingesamt drei Kredite laufen auf meine Freundin, einer auf mich, überall ist jeweils der Andere Gesamtschuldner. Im Grundbuch ist jeder mit 50% eingetragen.
Im September kam es zur Trennung. Meine EX hat lediglich zweimal die Kredite zur Hälfte mitgezahlt, ich zahlte seit 03/2013 sowohl die "Doppelbelastung" als auch die Kredite also selbst, wie jetzt auch. Sie ist dann in 09/2013 ausgezogen, die Umschreibungen (Bank/Grundbuch) laufen zur Zeit.
Meine Frage(n):
Kann ich Ihr, (da ja alles finanziert ist) die Hälfte der Grunderwerbsteuer und der Maklercourtage aufdrücken, das heißt also von ihr fordern?
Muss ich bei Umschreibung nochmals für Ihren teil die Grunderwerbsteuer bezahlen?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antworten...
Herzliche Grüße
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihre Gläubiger - die finanzierenden Banken - können auf Sie und Ihre Ex-Freundin als Gesamtschuldner zugreifen und nach eigenem Ermessen jeden von Ihnen beiden oder auch nur einen von Ihnen beiden auf Zahlung in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass jeweils Sie und Ihre Ex-Freundin im Außenverhältnis (also im Rechtsverhältnis zu den Banken) voll haften.

Im Innenverhältnis - also im Rechtsverhältnis ziwschen Ihnen und Ihrer Ex-Freundin - ist es dagegen so, dass jeder der Gesamtschuldner dem anderen anteilig zur Tragung der Verbindlichkeiten verpflichtet ist. Da Sie zu je 50% im Grundbuch eingetragen sind, hat auch jeder der beiden Gesamtschuldner die Hälfte aller anfallenden Kosten zu tragen.

Sofern daher nun Sie allein bisher die Courtage und die Grunderwerbssteuer gezahlt haben, so haben Sie im Innenverhältnis gegen Ihre Ex-Freundin einen entsprechenden Ausgleichsanspruch auf Zahlung der Hälfte dieser Kosten.

Eine weitere Besteuerung im Zuge der Umschreibung wird nicht erfolgen. Es greift vorliegend der Ausnahmetatbestand des § 3 Nr. 4 GrEStG (Erwerb des Miteigentumanteils von dem Lebenspartner):

http://www.gesetze-im-internet.de/grestg_1983/__3.html


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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Soweit das nicht der Fall ist, darf ich um die Abgabe einer positiven Bewertung bitten.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe einen Aspekt vergessen:


Ich werde das Haus nun allein übernehmen, ändert dieses etwas an Ihrer Antwort, gerade im Bezug auf die "Aufteilung der Nebenkosten" (Makler, Grunderwerbsteuer?


 

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Unter diesen ergänzend vorgetragenen Umständen ist es leider in der Tat so, dass Ihnen kein interner Ausgleichsanspruch gegen Ihre Ex-Freundin zur Seite steht.

In diesem Fall fließen nämlich jegliche Vorteile aus dem Immobilienerwerb wirtschaftlich allein Ihnen zu. Daher wäre es unbillig, Ihre Ex-Freundin mit der Hälfte der Kosten für die Steuer und den Makler zu belasten.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
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Auf die Sach- und Rechtslage habe ich keinen Einfluss - ich kann Ihnen diese nur wahrheitsgemäß darlegen und erläutern.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt