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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 27924
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe bis Ende November in einer Wohngemeinschaft gewohnt.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe bis Ende November in einer Wohngemeinschaft gewohnt. Beim Auszug hat der Mieter, der die gesamte Kommunikation mit dem Vermieter gemacht hat, mit dem Vermieter besprochen, das die Wohnung noch einmal geweißt wird. Dieser "Hauptmieter" sowie ich und mein Schwager und meine Verlobte haben dann geweißt. Ich habe mit meinen Helfern den gemeinsam genutzten Wohnraum und die Küche sowie meinen Wohnbereich und das Bad geweißt. Dies haben wir nach bestem Wissen und Gewissen getan.
Ebenso habe ich für die Grundreinigung der Küche, des Wohnbereichs und meines Wohnbereiches gesorgt. Demnach habe ich Flächenmäßig die größte Last getragen und abgearbeitet.
Als ich dann Mitte Dezember in den Urlaub nach Nürnberg fuhr habe ich den Schlüssel in die Wohnung gelegt. Vorher habe ich, natürlich mit der selben Farbe, noch einmal nicht ordentlich gemalte Flächen in meinem Bereich nachgebessert, nachdem der Vermieter diese angesprochen hatte. Ich war zur Ausbesserung wieder mit meinem Schwager in der Wohnung.
Der Kautionsanteil von 330€ verbleibt bei dem Hauptmieter, da ich von ihm folgende Gegenstände erworben habe:
Waschmaschine und Trockner 100€
Motorsäge 160€
Kühlschrank 50€
Es fehlen noch die Abrechnung der Nebenkosten von 2012 und 2013. Ich weiß, das 2012 ein Überschuss aufgebaut wurde und auch 2013 muss ein Überschuss entstanden sein, da alle drei Mieter 6 Monate in Afghanistan waren.
Der dritte Mieter hält sich aus den Renovierungsarbeiten komplett raus.
Nach §20 des Mietvertrages - Rückgabe der Mietsache:
Bei Beendigung der Mietzeit sind die Mieträume im sauberen Zustand mit allen Schlüsseln, auch selbst angeschafften, an den Vermieter herauszugeben; andernfalls ist der Vermieter berechtigt...
Dies ist erstmal die Einzige Aussage zu Renovierungsarbeiten zum Mietende meines Erachtens nach.
Nun meine Fragen:
Der "hauptmieter" hat gedroht mir eine Rechnung zu erstellen. Seiner Ansicht nach sind die Malerarbeiten nicht fachgerecht, zumindest nicht seiner Ansicht nach gut, ausgeführt worden. Die Farbe für die Renovierung wurden durch ihn aus dem Kautionsanteil des 3. Mieters gekauft und standen somit zur Verfügung.
Bin ich a) zur weiteren Mithilfe verpflichtet?
Kann der Vermieter/"Hauptmieter" b) Schadensersatz oder ähnliches von mir fordern?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Wie sehen denn Ihre Malerarbeiten aus? Haben Sie nicht flächig gestrichten? (Nur Inseln ausgebessert)?

Was gibt es konkret zu beanstanden.

Haben Sie denn überhaupt mit dem Hauptvermieter einen Mietvertrag geschlossen?





Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ich habe selbstverständlich die gesamte Fläche gestrichen. Die ausgebesserten stellen waren um ein Fenster herum im Rahmen nicht sauber gestrichen. Diese Stellen habe ich noch einmal überstrichen und ausgebessert. Mit Farbe aus dem selben Farbeimer wie die restlichen Farbarbeiten.


Meiner Meinung nach und auch der Meinung meines Renovierungshelfers ist die Malerarbeit vollkommen ausreichend und gut gewesen. Es wurde flächig 1x überstrichen mit einem professionellen Malerweiß.


Konkret gab es das Fenster zu beanstanden. Danach scheinen dem "Hauptmieter" noch einmal ein paar unsauber durchgeführte Ecken aufgefallen zu sein, die mir einen Tag nach dem Streichen, bei einer weiteren Besichtigung, nicht aufgefallen waren.


Des weiteren bemängelt er den Reinigungszustand in den von mir gereinigten Bereichen. Zudem unterstellt er mir gerade, dass ich für weitere Verschmutzungen zuständig sei, die er nun entdecke.


Konkret hat er die Malerarbeiten nicht mehr beschrieben die er beanstandet. Gerade eben hat er mir über das Handy noch Bilder des Türrahmens, eines Farbfleckes an einer Fliese, Verdeckten Fliesen aus dem Bad, weiteren kleinen Farbflecken aus der Küche, die wohl bei kleinen Nachbesserungen an der Kante enstanden sind und ein Foto des Abflusses im Bad geschickt.


 


Wir alle drei stehen in einem Mietvertrag zu gleichen Teilen. Der Vermieter ist die Gegenpartei des Vertrages.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX freundliche Ergänzung.

In diesem Falle sind Sie alle drei grundsätzlich verpflichtet, die Renovierungsarbeiten auszuführen.

Wenn allerdings in Ihrem Mietvertrag nicht mehr als dieser § 20 zur Renovierung genannt ist, dann wären Sie nicht verpflichtet gewesen die Schönheitsreparaturen durchzuführen.

Nach § 535 BGB ist es grundsätzlich Sache des Vermieters für die Instandhaltung der Mietsache zu sorgen. Dazu zählt auch die Durchführung der Schönheitsreparaturen. Eine Pflicht der Mieter besteht nur dann, wenn ausdrücklich vereinbart wurde, dass Sie die Wohnung streichen müssen. Fehlt eine solche Vereinbarung (was allerdings die Ausnahme wäre) so sind Sie in keiner Weise verpflichtet zu streichen.

Aus § 20 ergibt sich allenfalls, dass Sie die Wohnung besenrein zu hinterlassen haben.

Selbst wenn Sie verpflichtet gewesen wären zu streichen, so müssen Sie nicht dieselbe Arbeit wie ein Malermeister abliefern.

Das Kammergericht Berlin hat entschieden, dass nicht ordnungsgemäß und daher fehlerhaft Anstriche sind, die ungleichmäßig oder "wolkig" erscheinen. Auch sog. Farbnasen sind vom Vermieter nicht hinzunehmen. (KG Berlin, GE 1981 S. 1065).

Wenn Sie alle drei Mieter der Wohnung sind, so ist jeder für sich gesehen verpflichtet die Wohnung zu streichen.

Sofern Farbflecke vorhanden sind, sind Sie genau so wie die anderen Mieter zur Mithilfe verpflichtet

Auch der sogenannte Hauptmieter wäre demnach verpflichtet die angeblichen Mängel zu beseitigen. Schadensersatz nach § 280 BGB könnte er dabei nicht verlangen.

Wenn Sie bereits den meisten Teil der Arbeit vollmacht haben, so können Sie allerdings den Hauptmieter nach § 430 BGB verpflichten, die verbleibenden Arbeiten noch auszuführen, soweit er bislang weniger gemacht hat als Sie.



Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.