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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 26485
Erfahrung:  Vertiefte Kenntnisse im Miet- & WEG-Recht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Anwalt, mein Sohn(20 Jahre) ist für den

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Anwalt, mein Sohn(20 Jahre) ist für den Beginn seines Studiums nach Brühl gezogen.Eine Nachbarin von Freunden hat ihre obere, voll eingerichtete Wohnung auf Nachfragen zum Vermieten angeboten.Es erfolgte unter Zeugen ein Besichtigungstermin, bei dem Fragen nach Miethöhe, evtl.Umstellen der vorhandenen Möbel, Gartennutzung Hilfeleistungen gegenüber der kranken Vermieterin besprochen wurden und mein Sohn und die Vermieterin einigten sich.2 Tage später teilte mein Sohn mit, dass er gern einziehen möchte.Daraufhin wurde ein Termin vereinbart.Zum vereinbarten Zeitpunkt war die Vermieterin zu einer geplanten Zahn-OP.Den Ehemann ihrer Cousine beauftragte sie, uns in die Wohnung zu lassen.Das tat er auch.Begrüßte uns mit Handschlag, schloss die Tür zur Wohnung auf und half sogar beim Ausmessen eines Raumes.Am Nachmittag kam die Vermieterin, führte uns durch den Garten,zeigte meinem Sohn und seinem Freund(der auch eingezogen ist) noch einen Weg durch ihre eigene Wohnung in das Treppenhaus, damit die Jungs schneller in ihre Wohnung kommen und übergab in meinem Beisein den Zweitschlüsselbund dem Freund meines Sohnes.1 Tag später stand der Mann der Cousine vor der Tür und beschimpfte die Jungs, dass sie unerlaubt Möbel umgestellt hätten und kündigte den Mietvertrag an,der am Folgetag kam.Dieser Mietvertrag enthielt nichts, was mündlich abgesprochen war und die Jungs unterschrieben nicht.Es wurde kein Raum für Diskussion gelassen, entweder der Vertrag wird unterschrieben oder die Jungs fliegen raus.Außerdem werden die Jungs des Lügens bezichtigt, aber es gibt ausreichend Zeugen! Der Ehemann der Cousine hat mittlerweile eine Vollmacht der Vermieterin und droht mit Zwangsräumung durch die Polizei.Ist das möglich? Viel Dank im Voraus für ihre Antwort! Mit freundlichen Grüßen XXXXX XXXXX
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihr Sohn kann die Drohungen zurückweisen, und er ist auch nicht verpflichtet, den ihm vorgelegten Mietvertrag zu unterschreiben.

Es ist vielmehr unter den hier gegebenen Umständen ein Mietvertrag zwischen Ihrem Sohn und der Vermieterin zu den Bedingungen zustande gekommen, die die beiden anlässlich des unter Zeugen erfolgten Besichtigungstermins auch ausdrücklich vereinbart haben: Ein Mietvertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit nämlich nicht der Schriftform - auch der (nur) mündlich geschlossene Mietvertrag entfaltet volle Rechtswirksamkeit.

Das bedeutet, dass der Mietvertrag mit dem Inhalt zustande gekommen ist, wie dies auch zwischen der Vermieterin und Ihrem Sohn besprochen wurde. Diese Absprachen kann Ihr Sohn auch anhand der vorhandenen Zeugen unter Beweis stellen, sofern dies abgestritten werden sollte.

Der nachträgliche (schriftliche) Mietvertrag ist daher für Ihren Sohn rechtlich in keiner Weise bindend. Er kann vielmehr auf Einhaltung des ursprünglich geschlossenen Mietvertrags bestehen.

Selbstverständlich hat die Gegenseite daher auch keierlei rechtliche Handhabe, die Polizei zu verständigen, um eine Zwangsräumung vornehmen zu lassen. Dies ist völlig abwegig und dient allein dazu, Ihren Sohn unter massiven Druck zu setzen.

Ihr Sohn kann daher unter Berufung auf diese klare Rechtslage sämtliche Drohungen zurückweisen und auf Durchführung des ursprünglich geschlossenen Mietvertrages bestehen.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.Das alles habe ich dem Herrn auch schon gesagt.Er behauptet nun wir hätten uns widerrechtlich Zutritt zur Wohnung verschafft.Unser aller Angst ist, dass die Polizei den Lügen dieses


Mannes Glauben schenkt und entsprechend handelt.Sie müssen wissen, ich selbst wohne ca.400 Km entfernt und kann nicht anwesend sein.Kann die Polizei, so wie angedroht, morgen tätig werden?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Nein, selbstverständlich nicht: Die Polizei ist in solchen Fällen überhaupt nicht zuständig und würde folglich auch gar nicht erscheinen. Deartige Streitigekeiten zivilrechtlicher Art werden ausschließlich auf dem dafür vorgesehenen Rechtsweg zu den Zivilgerichten ausgetragen. Die Polizei würde sich dieser Angelegenheit nicht annehmen, weil sie es aufgrund magelnder Zuständigkeit gar nicht dürfte.

Ihr Sohn sollte sich daher nicht einschüchtern und unter Druck setzen lassen, denn er befindet sich unter den vorliegenden Umständen zweifelsfrei im Recht!


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.