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raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 17243
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor 10 Jahren zogen wir in

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 10 Jahren zogen wir in eine modernisierte Wohnung ein. Zum 01. 06. 2011 kündigten wir diese Wohnung umzugsbedingt in eine andere Stadt. Bei der Wohnungsabnahme wurden wir vom Vermieter aufgefordert, folgende Mängel abzustellen:

1. Schlafraum: Die Decke des Schlafraumes wurde mit Holzpanelen ausgestattet. Ursprünglich befand sich ein Deckenlampenanschluß in diesem Raum. Wir installierten fachmännisch einen zweiten Deckenanschluß für eine zweite Deckenlampe. Den Vermieter darüber zu informieren, sahen wir nicht als notwendig an, da es sich unserer Meinung nach nicht um eine bauliche Veränderung handelt. Da durch die Montage der zweiten Deckenlampe zusätzlich 4 Bohrlöcher in den Panelen entstanden sind, besteht der Vermieter darauf, daß wir eine neue Holzdecke mit Panelen auf unsere Kosten errichten sollen. Sind wir dazu verpflichtet oder reicht es aus, wenn wir diese kleinen Bohrlöcher verspachteln? Wohlgemerkt handelt es sich hier um eine Decke die bereits 10 Jahre alt ist.

2. Wohnzimmer: Vor ungefähr eineinhalb Jahren wurde durch uns im Wohnzimmer ein Laminatfußboden verlegt. Die Kosten für das Material trug der Vermieter. Durch ganz normale Nutzung des Wohnraumes kam es zu ungefähr 10 Kratzern auf dem Fußboden mit einer Fläche von 45 Quadratmetern. Da wir diesen Fußboden selbst verlegt haben, können Sie versichert sein, daß wir einen sehr ordentlichen und schonenden Umgang hegten. Der Vermieter verlangt von uns die Beseitigung dieser Schäden auf unsere Kosten. Sind wir dazu verpflichtet oder handelt es sich um eine normale Abnutzung?

3. Dachfenster: Die 10 Jahre alten Dachfenster mit Kippvorrichtung in Küche, Bad und Schlafzimmer bestehen aus Holz. Bei der Übergabe wurde moniert, daß sich im Innenbereich die farblose Lackschicht an den Veluxfenstern teilweise ablöst. Der Vermieter stellt uns vor die Entscheidung, diesen Schaden entweder selbst oder über einen Kostenvoranschlag von einer Malerfirma beheben zu lassen. Sind wir auch dazu verpflichtet?

In unserem Mietvertrag § 7 sind Schönheitsreparaturen wie folgt aufgeführt.
"Zu den Schönheitsreparaturen gehören das Tapezieren, Anstreichen der Wände und Decken, Heizkörper und Heizrohre". Dieser Mietvertrag wurde am 14. 09. 2001 abgeschlossen. Selbstverständlich haben wir diese Schönheitsreparaturen durchgeführt und vor der Übergabe am 31. Mai 2011 komplett geweißt und teilweise tapeziert.

Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Antwort und verbleiben

mit freundlichem Gruß


Doreen und Wolfgang Rinka
Schubertstraße 8
02991 Lauta
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Schlafraum: Die Decke des Schlafraumes wurde mit Holzpanelen ausgestattet. Ursprünglich befand sich ein Deckenlampenanschluß in diesem Raum. Wir installierten fachmännisch einen zweiten Deckenanschluß für eine zweite Deckenlampe. Den Vermieter darüber zu informieren, sahen wir nicht als notwendig an, da es sich unserer Meinung nach nicht um eine bauliche Veränderung handelt. Da durch die Montage der zweiten Deckenlampe zusätzlich 4 Bohrlöcher in den Panelen entstanden sind, besteht der Vermieter darauf, daß wir eine neue Holzdecke mit Panelen auf unsere Kosten errichten sollen. Sind wir dazu verpflichtet oder reicht es aus, wenn wir diese kleinen Bohrlöcher verspachteln? Wohlgemerkt handelt es sich hier um eine Decke die bereits 10 Jahre alt ist.

- Es ist hier in der Tat völlig ausreichend, wenn man die Löcher abdeckt. Da die Decke bereits sehr alt und ihre "Haltbarkeitsgrenze" erreicht hat, kann der Vermieter es nicht auf Ihren Schultern abladen, dies austauschen zu lassen.

2. Wohnzimmer: Vor ungefähr eineinhalb Jahren wurde durch uns im Wohnzimmer ein Laminatfußboden verlegt. Die Kosten für das Material trug der Vermieter. Durch ganz normale Nutzung des Wohnraumes kam es zu ungefähr 10 Kratzern auf dem Fußboden mit einer Fläche von 45 Quadratmetern. Da wir diesen Fußboden selbst verlegt haben, können Sie versichert sein, daß wir einen sehr ordentlichen und schonenden Umgang hegten. Der Vermieter verlangt von uns die Beseitigung dieser Schäden auf unsere Kosten. Sind wir dazu verpflichtet oder handelt es sich um eine normale Abnutzung?

- Hier kommt es eben darauf an, ob es noch eine normale Abnutzung ist oder nicht. Es kommt darauf an, um was für Kratzer es sind handelt und welcher Intensität diese sind. Im Zweifel muss ein Gutachter entscheiden, ob noch normale Gebrauchsspuren vorliegen.

3. Dachfenster: Die 10 Jahre alten Dachfenster mit Kippvorrichtung in Küche, Bad und Schlafzimmer bestehen aus Holz. Bei der Übergabe wurde moniert, daß sich im Innenbereich die farblose Lackschicht an den Veluxfenstern teilweise ablöst. Der Vermieter stellt uns vor die Entscheidung, diesen Schaden entweder selbst oder über einen Kostenvoranschlag von einer Malerfirma beheben zu lassen. Sind wir auch dazu verpflichtet?

- Das Ablösen der Lackschicht stellt keinen Schaden dar, welcher dem Vermieter entstanden sein könnte. Daher sind Sie auch nicht zur Beseitigung verpflichtet.

In unserem Mietvertrag § 7 sind Schönheitsreparaturen wie folgt aufgeführt.
"Zu den Schönheitsreparaturen gehören das Tapezieren, Anstreichen der Wände und Decken, Heizkörper und Heizrohre". Dieser Mietvertrag wurde am 14. 09. 2001 abgeschlossen. Selbstverständlich haben wir diese Schönheitsreparaturen durchgeführt und vor der Übergabe am 31. Mai 2011 komplett geweißt und teilweise tapeziert.

- Hier stellt sich die Frage, ob dieser § 7 überhaupt wirksam ist. Aber da Sie diese Arbeiten schon durchgeführt haben, ist es letztlich unerheblich.

raschwerin und 2 weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.