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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Zufriedene Kunden: 1989
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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RAScholz ist jetzt online.

Hallo, bei einer 60 qm Wohnung zahle ich im Monat 160 EUR

Beantwortete Frage:

Hallo,

bei einer 60 qm Wohnung zahle ich im Monat 160 EUR für die Stromkosten einer Nachtspeicherheizung um die Wohnung zu heizen. Ich habe nur Außenwände und unter mir den Keller. Die Häuser sind Baujahr 45 und nicht isoliert. Die Wohnung ist nicht überheizt sondern auf max. 20 Grad zu bekommen.

Gibt es eine Rechtssprechung wieviel Heizkosten pro Quadratmeter man veranschlagt?

Über eine Antwort wäre ich dankbar
Gepostet: vor 9 Jahren.
Kategorie: Miet- & WEG-Recht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 9 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

auch eine ungenügende Wärmedämmung wird in der Rechtsprechung regelmäßig nicht als Mangel angesehen. In einem Altbau kann der Mieter keine Dämmung nach heutigen Maßstäben verlangen. Es besteht kein Mangel, wenn das Haus den zur Zeit seiner Errichtung geltenden Vorschriften des Wärmeschutzes entsprich. Etwas Anderes gilt nach Ansicht der Rechtsprechung aber dann, wenn die Mangelhafte Isolierung vom Vermieter mit vergleichsweise geringem Aufwand auf einen entsprechenden Stand gebracht werden kann. Ob dies bei Ihnen so ist, ist Fallfrage. Mietminderung ist aber dann regelmäßig möglich, wenn die Heizleistung aus technischen Gründen nicht erbracht werden könnte.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach. Wenn Ihre Frage beantwortet sein sollte, bitte ich höflichst, die Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA

Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Hallo,

 

vielen Dank für Ihre Info. Nur war meine Frage (s. o.) ob es eine Rechtssprechung darüber gibt, wieviel Heizkosten pro Quadratmeter man veranschlagt? Wenn ja, wüsste ich gern wieviel. Über eine Antwort wäre ich dankbar.

 

Liebe Grüße

 

Veronika Platz

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 9 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

sofern nicht anders vereinbart, sind die Betriebskosten auf die Wohnfläche umzulegen und zwar nach einem Maßstab, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt. Zugrunde zu legen ist immer der tatsächliche Verbrauch. Von daher wird der Vermieter bei Vorauszahlung an den Vorjahreswert anknüpfen, was rechtlich nicht zu beanstanden ist. Wenn es Ihnen um die Frage geht, ob Ihr Verbrauch VERGLEICHSWEISE hoch ist, können Sie auf den für die geltenden Mietspiegel abheben.

Ich hoffe, weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA
RAScholz und weitere Experten für Miet- & WEG-Recht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.

Hallo,

 

die Heizkosten sind nicht in der Miete enthalten. Ich zahle diese (Stromkosten für Nachtspeicherheizung) separat. Ich möchte tatsächlich wissen ob 160 EUR im Monat an Heizkosten bei 60 qm gängig ist und ob es eine Rechtssprechung gibt, die darüber etwas aussagt. Im Mietenspiegel gibt es hierüber keine Angaben. Vielleicht können Sie mir konkret nennen wo dieses niedergeschrieben ist. Meine Frage bleibt die gleiche wie schon 2 mal gestellt und ist sehr konkret. Wenn Sie mir hierzu keine Auskunft geben können, teilen Sie mir es doch bitte mit. Dann brauchen wir nicht weiter hin und her zu schreiben.

 

liebe Grüße

 

Veronika Platz

Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 9 Jahren.
Sehr verehrte Fragestellerin,

die Ansicht der Rechtsprechung ist, dass Heizkosten, die tatsächlich verbraucht werden, auch gezahlt werden müssen. Dies können 20,- oder aber auch 200,- Euro monatlich sein. Das kommt ganz auf die Wohnung und die technischen Spezifikationen der Heizanlage an. Wenn Sie ganz genau wissen wollen, ob ihr Wert auf tatsächlichen Verbrauch wegen schlechter Isolierung oder einen Mangel etwa an der Anlage zurückzuführen ist, müssen Sie einen Gutachter beauftragen, der nach den Fakten über Wohnlage und Heizanlage sowie bestehender Wärmedämmung errechnen kann, ob die Kosten zu hoch sind oder nicht. Einen "Deckel" der Rechtsprechung, dass über ein bestimmtes Maß hinaus nicht abgerechnet werden darf, gibt es nicht. Lediglich dann, wenn die hohen Heizkosten nicht etwa auf hohen Verbrauch wegen nicht zeitgemäßer Isolierung zurückgeführt werden können sondern tatsächlich auf einen Mangel, können Sie die Miete mindern.

Mit freundlichen Grüßen

Scholz, RA