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RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Medizinrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Ich hatte am 8.12.2011 einen Arbeitsunfall, wobei ich mir mein

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich hatte am 8.12.2011 einen Arbeitsunfall, wobei ich mir mein Knie um 90° verdreht habe.
Am 9.12.2011 wurde durch eine Rötgenaufnahme die Diagnose Kniezerrung ermittelt.
Nach zirka 3 Wochen waren die Schmerzen immer noch da, so das ich kaum gehen konnte, worauf ich am 27.12 2011 (auf mein drängen) ins MRT geschickt wurde. Dort wurde dann ein Hinterhornmeniskusabriss fesgestellt. Dann wurde ich am 4.1.2012 operiert. Trotz Physiotherapie sind die Schmerzen bei Belastung des Knies immer noch da, darauf hin wurde ich am 16.4 2012 wieder ins MRT geschickt, wo keine weitere Diagnose fest gestellt wurde. Darauf hin erhielt ich weitere Physotherapie mit Strombehandlung bis heute, die aber mir nicht weiter helfen, denn nach meiner Einschätzung ist meine kniebelastung bei ca 70-80 %. Jetzt hat die BG auch noch rückwirkend zum 18.1.2012 den Arbeitsunfall aberkannt, da die Erstdiagnose nur Kniezerrung gewesen ist. Mein Arzt sagt er kann mir nicht weiter helfen. So wie jetzt mein Zustand ist bin ich in meinem Beruf nicht mehr arbeitsfähig ( Möbelmonteur in der Auslieferung) . Meine Frage ist eigentlich wie ich mich jetzt verhalten soll um wieder arbeiten zu können.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Sie sollten hier umgehend gegen den Bescheid der BG über die Aberkennung des Arbeitsunfalles Rechtsmittel einlegen. Hierzu sollten Sie einen Anwalt vor Ort hinzuziehen, der sich auf das Sozialrecht spezialisiert hat.

In Ihrem Fall muss nämlich nachgewiesen werden, dass die erste Diagnose eine Falschdiagnose gewesen ist und der Hinterhornmeniskusabriss bereits von vorne herein bestanden hat. Dies müsste auch durch ein ärztliches Gutachten nachgewiesen werden können.

Wichtig ist aber, dass der Aufhebungsbescheid der BG keine Rechtskraft erlangt, Sie müssen unbedingt in den Widerspruch gehen.

Gleichzeitig sollte der von Ihnen zu beauftragende Anwalt auch prüfen, ob hier nicht ein Fall der Arzthaftung vorliegt, weil nach dem Unfall nicht sofort die richtige Diagnose gestellt worden ist. Ihnen können aus der Fehldiagnose dann auch Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche zustehen. Hierbei wird zu prüfen sein, ob bei einer sofortigen richtigen Diagnose Ihr Knie wieder komplikationslos ausgeheilt hätte werden können.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.
Wie lange könnte sich so etwas hinziehen, da ja auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen und ist nicht ein Anwalt für medizinrecht besser.
Werter Fragesteller,

die Dauer des Verfahrens lässt sich schwer abschätzen.

Parallel zu den von mir vorgeschlagenen Maßnahmen, sollten Sie beim Versorgungsamt einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Ebenso müsste geprüft werden, ob eine Rente wegen Erwerbsminderung in Betracht kommt.

Für den Arzthaftungsfall wäre sicherlich ein Anwalt für Medizinrecht angezeigt. Für den Fall gegen die BG hingegen ein Anwalt für Sozialrecht.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch etwas unklar ist.
RA_UJSCHWERIN und weitere Experten für Medizinrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.