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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 4441
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt in Urologischer Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo, vor etwa 3 Monaten hatte ich eine Blasenentzündung

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, vor etwa 3 Monaten hatte ich eine Blasenentzündung mit Blut im Urin. Laut meinem Hausarzt hatte ich eine Blasenentzündung, allerdings ohne Bakterien, weshalb er mir kein Antibiotika verschreiben wollte. Seit dem plagen mich immer wieder Probleme mit der Blase. Ich bin leider eine von denen, die deutlich zu wenig trinken. An Tagen, wo ich wenig Flüssigkeit zu mir nehme habe ich meist einen starken Harndrang bei dem dann nur wenig Urin ausgeschieden wird. Das zweite Problem ist, dass meine Blase nicht mehr so belastbar ist wie damals vor der Blasenentzündung. Ich kann es nicht lange zurückhalten. Woran kann das alles liegen?
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 26 Jahre, weiblich, keine Medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein

Guten Tag! Sie haben keine konkrete Frage formuliert, daher hier ein paar allgemeine Tipps und Tricks wie sie sich vor Blasenentzündung schützen können:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Danke ***** ***** für Ihre Tipps. Werde diese versuchen umzusetzen. Woran aber liegt es möglicherweise, dass ich nun nach der Blasenentzündung diese Probleme habe, sie aber vorher nie hatte, obwohl die Flüssigkeitszufuhr die selbe war?

Es gibt ja noch andere Risikofaktoren für Blasenentzündungen wie beispielsweise Kälte, Nässe , Stress oder Geschlechtsverkehr… Manchmal kann man auch keinen Auslöser benennen…

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.