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Dr.med.S.Meske
Dr.med.S.Meske, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1056
Erfahrung:  Internistin, Erfahrung seit 1980 in Praxis, Kliniken der Maximalversorgung, Rehabilitation, Sozialmedizin und Verkehrsmedizin
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Dr.med.S.Meske ist jetzt online.

Hallo ich habe in 14 Tagen eine große OP für eine Knie TEP.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo ich habe in 14 Tagen eine große OP für eine Knie TEP . Meine Thrombozytenwert ist relativ niedrig (129 000) auf Gund einer Lebervorerkrankung.Auf die Frage,ob ein solcher Wert riskannt ist, soll ich mich laut meiner Hausärztin an das Krankenhaus wenden.Dort erreiche ich weder den behandelden Chefarzt noch überhaupt irgendeinen Arzt telefonisch.Da der Anfahrtsweg lang ist, wende ich mich an Sie.Was tun?
Fachassistent(in): Was scheint die Symptome zu verschlimmern oder zu verbessern? Haben Sie eine Schwellung bemerkt?
Fragesteller(in): Nein, der Wert wurde beim Letzten Blutbild deutlich
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Die Vorerkrankung besteht aus einer Leberschädigung durch Alkohol ich trinke aber seit 7 Monaten nicht mehr. Ich will wissen, ob dieser Wert für eine OP ausreicht, bezw. was ich noch zusätzlich tun kann.K2 nehme ich schon mehrere Monate.

Guten Tag. Mein Name ist Dr. Sylvia Meske und ich werde mich um Ihr Anliegen kümmern.

Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin,

eine Leberschädigung, für welche Sie K2 nehmen = Vitamin K Tabletten und eine zusätzliche Thrombozytopenie sind ein großes Risiko für Ihre Operation und die Nachbehandlung. K2 wird nur verordnet, wenn die Leber nicht genug Gerinnungsstoffe bildet, dann muss aber auch der Schaden bereits groß sein. Wie sind die Lebewerte?

Die TEP am Knie ist gefährdet für tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie, es muss daher danach die Blutgerinnung für 2 bis mehrere Wochen durch in der Regel niedermolekulares Heparin (z.B. Clexane 1 x 1 Spritze tgl.) gehemmt werden. Das kann nicht erfolgen bei Gerinnnungsstörung durch Leberleiden. Die Knieoperation hat eine hohe Blutungsneigung, Gerinnungshemmung ist dabei ein weiteres Risiko. Die geschädigte Leber selbst ist auch ein Risiko in Hinsicht auf die notwendige Schmerzmedikation und die Narkose. Thrombozytenwerte über 50000 sind in der Regel nicht für sich allein risikoreich, aber in Kombination kann das schon sein. Durch die OP steigen allerdings in der Regel die Thrombozytenwerte an (im Rahmen der Heilungsreaktion. Vorbeugen können Sie nicht. Die Operateure únd Narkoseärzte benötigen in Ihrem Fall aber meiner Meinung nach ein Attest von einem Leberspezialisten und / oder Gerinnungsspezialisten, denke ich und erhöhte Aufmerksamkeit z.B Bereitstellung von Gerinungsfaktoren zur OP, von Plasma und von Thrombozyten. Bevor das alles nicht geklärt ist, rate ich bei Lebensgefahr vond er Op ab. Ich würde Ihnen raten, den Eingriff nur in einem Schwerpunktkrankenhaus machen zu lassen, welches Internisten: Leberspezialisten, Gerinnungsspezialisten, eine Blutbank anbietet, nicht in einem reinen orthopädischen TEP-Zentrum.

Sorry, wenn ich Ihnen Sorge bereite, aber das muss in Ihrem Gesundheitsinteresse jetzt sein. Gerne beantworte ich Zusatzfragen.

MfG

Dr. Meske

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Meine Leberwerte sind;GOT/ASAT;55, GPT/ALAT;37, yGT/GGT;36,Lipase;67,a/AMYLASE;64, Ich hoffe,das sind die nötigen Werte. MFG *****

Sehr geehrter Kunde, sehr geehrte Kundin,

diese Werte liegen im Normbereich, sagen aber nicht unbedingt etwas aus über die Leistung der Leber bzgl. Gerinnung. Wichtig wäre zu wissen, wie war der INR Wert oder der Quick vor Vitamin K Gabe und wie ist er jetzt? Weitere Leberwerte wären wichtig: Cholinesterase, Bilirubin, direktes, indirektes Bilirubin. Wurde ein Ultraschall der Leber gemacht? Wie ist das Ergebnis? Wurde evtl. die Lebersteifigkeit ermittelt (zur Bestimmung einer Leberfibrose oder Leberzirrhose). Meine o.g. Ratschläge bleiben bestehen.

MfG

Dr. Meske

Ihren Nachnamen lasse ich löschen, er könnte sonst allgemein einsehbar sein.

MfG

Dr. Meske

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