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Dr. David
Dr. David, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 424
Erfahrung:  Facharzt für Rheumatologie/ Immunologie und Innere Medizin
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Dr. David ist jetzt online.

Guten Tag, ich hätte gern einen schlafmedizinischen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich hätte gern einen schlafmedizinischen Ratschlag. Ich bin ein Patient mit einer komplexeren „gesundheitsbezogenen“ psychiatrischen Störung, die irgendwo zwischen Konversion/Dissoziation, Hypochondrie, artifizieller Störung angesiedelt ist (diese Zuschreibungen, mit Ausnahme der Konversion, sind sämtlich auch Fremdzuschreibungen von therapeutischer bzw. ärztlicher Seite gewesen). Meine Grunddiagnose ist die einer Posttraumatischen Belastungsstörung mit narzisstischer Tendenz (laut Therapeutin). Außerdem wurde bei mir eine Epilepsie diagnostiziert, die ich selbst, meine frühere Neurologin und meine Psychotherapeutin für fraglich halten. Seit einer schweren Psychose 2014 nehme ich Medikamente (Minimaldosis Zyprexa, Minimaldosis Fluoxetin, niedrige Dosis Abilify, Standarddosis Tianeptin, gegen die Epilepsie beinahe die Höchstdosis Levetiracetam, gegen den Reflux Pantoprazol).
Mein Hauptproblem ist die Tagesschläfrigkeit ungeklärter, ich vermute komplexer Genese. Meinem Eindruck nach schlafe ich ausgezeichnet. Meine abendliche Schlaflatenz ist die meiste Zeit praktisch gleich null. Seitdem ich Tianeptin nehme, komme ich mit so wenig Schlaf aus wie vor der Psychose (ca. 7 h). Meine Tagesschläfrigkeit messe ich in der Häufigkeit von Episoden am Tag, an denen ich 50-75 mg Koffein (in welcher Form auch immer) brauche, um wieder in die Gänge zu kommen bzw. voll wach zu sein. Das passiert von früh bis spät. Ich bin ein Ultrarapid Metabolizer, ich gewöhne mich sehr schnell an das Koffein (innerhalb von 2 – 4 Monaten so stark, dass ich am Ende bis zu 400 mg pro Tag brauche), solange bis ich wieder einen 4-tätigen Vollentzug mache. Während der (vorwiegend „hysterischen“ bzw. dissoziativen!) Psychose (in der Klinik damals als "Psychose" diagnostiziert), die durch Koffein in der Dosierung 500 mg / Tag mitgetriggert worden sein dürfte, hatte ich (u.a.!) sämtliche Symptome einer Narkolepsie, allerdings zeitversetzt, und nicht so gravierend wie bei einer echten Narkolepsie. Illegal bestelltes Modafinil hat den Koffeinkonsum um ca. die Hälfte drosseln können, ich bin aber trotzdem froh, dass ich von Modafinil jetzt wieder ganz losgekommen bin.
Nach der Psychose, mit einer hohen Dosis Zyprexa, habe ich bis zu 16 Stunden pro Nacht/Tag geschlafen. Allmählich wurden daraus 11, dann 9 Stunden. Ich schätze, ich würde (ohne Koffein UND ohne Koffeinentzugssymptome), ca. 9-11 Stunden brauchen, um „ausgeschlafen“ zu sein, d.h. nicht wieder zum Koffein greifen zu müssen. Die habe ich nicht, ich studiere und werde vollzeitberufstätig sein müssen. MIT Koffein tagsüber bin ich nach den 7 h ausgeschlafen (obwohl nicht manisch). Wenn mir die 7 h einmal nicht reichen, zeigt sich das Unausgeschlafensein meines Erachtens dadurch, dass ich den Wecker (vom Bett entfernt) endlos Protest läuten lasse, weil ich es gar nicht schaffe, aufzustehen. Ansonsten stehe ich auf, bin motiviert, nehme Koffein, bin ganz munter, werde irgendwann schläfrig. (Meine Bereitschaft, trotz Schläfrigkeit aktiv zu bleiben, ist gering.) Nehme Koffein, bin wieder voll wach, usw. Powernaps klappen bei mir nicht.
Ich bin zwiegespalten. Ich WILL NICHT WIEDER 9 oder gar 11 Stunden schlafen, weil ich in allem, was ich tue, von Natur aus sehr langsam bin und lange brauche. Und ich fühle mich nach 11 Stunden Schlaf, wenn ich aufstehe, keine Spur besser als nach 7. Andererseits habe ich auch eine ungeklärte Infektanfälligkeit (Immunwerte normal), vielleicht weist die auf ein chronisches Schlafdefizit hin. Deswegen und gegen die Schlärigkeit nehme ich einige Nahrungsergänzungsmittel, v.a. Vitamine und Adaptogene, ein (allesamt von psychiatrischer Seite gutgeheißen).
Meine Epilepsie (von einem hysterisch anmutenden größeren Anfall abgesehen v.a. Myoklonien oder Pseudomyoklonien) hat sich früher als schlafentzugsempfindlich präsentiert. Das tut sie seit geraumer Zeit nicht mehr. Ich habe möglicherweise eine sekundäre Leseepilepsie, beim lauten Lesen, seit der Jugend, alles andere halte ich i
Fachassistent(in): Welche Medikamente nehmen Sie täglich ein? Sind Sie allergisch gegen jegliche Medikamente?
Fragesteller(in): 40 mg Pantoprazol morgens, 10 mg Fluoxetin morgens, 7.5 mg Aripiprazol/Abilify morgens, 3x täglich Tianeptin 12.5 mg, 2x täglich 1250 mg Levetiracetam, 2.5 mg Zyprexa abends; Koffein; Q10, Vitamin C, Vitamin B, gelegentlich Ginseng, gelegentlich Guarana; Omega 3; L-Theanin.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich habe in der Schulzeit oft nur 5 oder 7 h geschlafen, nachdem ich gegen Mitternacht oder später schlafen gegangen bin, und war dann den ganzen Tag top fit (ohne Koffein). Davor und später hatte ich Phasen, wo ich wesentlich mehr Schlaf brauchte. Ich habe seit Jahren einen ziemlich fixen Schlafrhythmus, zzt. 22.30 Uhr bis 6 Uhr. Die Störungen während der Psychose waren durchweg schlafbezogen. Insomnie war in meinem Leben nie ein Thema, außer in den letzten Tagen vor Einweisung in die Klinik 2014 (Depression).
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitag von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Guten Tag, mein Name ist Dr. David, ich bin Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologe/Immunologie. Gerne möchte ich Ihre Frage beantworten.

Wenn ich es richtig verstanden habe, leiden Sie insbesondere unter einer Tagesmüdigkeit, die Sie sich nicht richtig erklären können? Können Sie mir noch Alter, Geschlecht, Gewicht und Körpergröße nennen?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
30 Jahre, männlich, ca. 65 kg bei 170 cm Körpergröße. Ich ernähre mich relativ ausgewogen, mache etwas Bewegung, und habe offenbar einen schnellen Stoffwechsel. An Medikamenten habe ich nicht erwähnt: Magnesium und Vitamin D.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Hypotonie ist bei mir ein Thema, Lagerungsschwindel aber nicht
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Innerhalb von 5 Jahren, parallel zur Reduktion von Zyprexa, habe ich ca. 10 kg abgenommen, bis ich so viel wog wie vor der Behandlung mit Antipsychotika.

Okay vielen Dank für die Antwort. Wie Sie ja bereits selbst schreiben ist die Lage durchaus komplex. Ich denke, dass ein direkter Schlafmangel bei Ihrem ja recht festem Rhythmus eher nicht in Frage kommt. Die Frage ist allerdings ob der Schlaf erholsam ist. Hier gibt es einige Menschen die beispielsweise unter Schlafapnoe leiden. Bei Ihrem Gewicht ist das aber eher unwahrschienlich, oder leiden Sie unter Polypen und Schnarchen? Weiterhin in Frage kommen dann die Medikamente. Das ist bei der Vielzahl der von Ihnen genannten psychiatrischen Medikamente durchaus möglich. Die Bewertung welches hier ursächlich sein könnte ist allerdings sehr schwierig und befindet sich auch in Konkurrenz zu der psychiatrischen Grundproblematik. Gegen eine Narkolepsi spricht auch, dass Sie eben keinen Kurzschlaf können. Der Koffeinkonsum ist ein Problem und die beschriebene Dosistoleranz plausibel. Ich denke Sie sollten in erster Linie versuchen nach anderen Wegen zu finden um sich zu aktivieren. Sport an der frischen Luft und Verzicht auf schwere bzw. Kohlenhydrat reiche Speisen fallen mir da zum Beispiel ein. Haben sie solches schon versucht?

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ich vermute, dass das Problem eher nicht an der Erholsamkeit des Schlafes liegt, weil ich ja in aller Regel leicht aus dem Bett komme, oft schon nach 7 Stunden Schlaf. Außerdem bekomme ich leicht Luft und habe nie geschnarcht. Bei den Medikamenten, habe ich den Verdacht, dass ausschlaggebend nur Fluoxetin (vor kurzem etwas reduziert) und Aripiprazol sein könnten bzw. deren Interaktion (obwohl beide grundsätzlich Antriebssteigernd sind). Zyprexa eher nicht, ganz ohne Zyprexa schlafe ich schlecht und habe Albträume und weiter reduzieren lässt es sich nicht. Beim Antiepileptikum habe ich überhaupt nie Nebenwirkungen bemerkt. Die Müdigkeit, die auftritt, ist episodischer Natur. Meiner Erfahrung nach brauche ich dann etwas, was mir einen kräftigen Schubs gibt, und dann geht es wieder für ein paar Stunden ganz normal. Eine solche durchschlagende Wirkung hat bei mir fast nur Koffein. Ich habe auch alles andere ausprobiert, v.a. was schnell geht. Aber 15 min am Hometrainer (geschweige denn ein Spaziergang!), kombiniert mit Fußreflexzonenmassage, einem kleinen Kneippguss, etwas Rosmarin und Kürbiskernen, wirkt nicht besser als 50 mg Koffein, in den meisten Fällen sogar schlechter bzw. weniger nachhaltig. Was ich schon immer wieder bemerke, ist, dass es mir nach einem Koffeinentzug besser geht. Deshalb versuche ich das jetzt wieder, wobei ich mir für die 4 Tage kalten Entzugs mit L-Tyrosin und ein wenig Modafinil (das ich mir ursprünglich genau zu dem Zweck beschafft habe) behelfe, denn in 2 Wochen habe ich mehrere Prüfungen. :-)
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Von der psychiatrischen Grundproblematik dürften mein Aufmerksamkeitsdefizit (nicht als solches diagnostiziert), eine depressive Komponente und vielleicht Stress beitragen. Vielleicht somatisiere ich auch durch die Müdigkeit. - Ein chronisches Schlafdefizit schließen Sie bei mir eher aus?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Könnte die Hypotonie ein wichtiger Faktor sein? Ich messe normalerweise meinen Blutdruck nicht, aber bei allen ärztlichen Messungen war er sehr niedrig, seit ich Medikamente nehme. Außerdem sind meine Füße immer kalt. Ein umfangreicherer Kneipgguss wirkt bei mir oft sehr gut, allerdings habe ich dann immer Angst, mich zu erkälten (Infektanfälligkeit).
Ja, nicht erholsamer Schlaf also vom Tisch. Medikamente dann ja eher unwahrscheinlich. Ein bißchen Somatisierung nicht ausgeschlossen. Hypotonie kann natürlich eine Rolle spielen, dann aber verwunderlich warum Sport nicht besser hilft. Viel Trinken, na ja. Zum Glück für Sie geht der Blutdruck mit dem älter werden tendenziell hoch. Viel mehr fällt mir leider auch nicht ein. Sie haben ja schon einiges ausprobiert. Ich denke Sie machen das recht patent im Umgang mit dem Problem. Es gibt übrigens viele Menschen mit einem so hohen Koffeinbedarf. Aber natürlich bei Ihnen etwas kritisch wegen der Psychose.
Bitte nutzen Sie die Möglichkeit eine Bewertung abzugeben. Hierdurch entstehen keine Mehrkosten, doch nur so wird ein Teil des Zahlbetrags an mich weitergeleitet!
Ich stehe Ihnen garantiert weiterhin für Rückfragen zur Verfügung.
Dr. David, Dr. Med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 424
Erfahrung: Facharzt für Rheumatologie/ Immunologie und Innere Medizin
Dr. David und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Lieber Herr Dr., herzlichen Dank für die Auskunft! Ich werde zusätzlich noch Wechselduschen ausprobieren und versuchen, etwas mehr Bewegung zu machen. Ich bin v.a. froh, dass mein Schlafbedarf offenbar gut gedeckt ist. Gerne gebe ich Ihnen eine ausgezeichnete Bewertung.
Gern, alles Gute!