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J.Steingrube
J.Steingrube, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2789
Erfahrung:  Jessica Kilonzo ist Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie freie Autorin mit dem Schwerpunkt medizinische Texte.
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J.Steingrube ist jetzt online.

Meine Tochter, 17 Jahre, ist seit gestern in einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Tochter, 17 Jahre, ist seit gestern in einer psychosomatischen Klinik stationär wegen sozialphobie, traumabewältigung und suizidgedanken. Leider nimmt sie keine Hilfe an, verweigert jedes Gespräch und fleht mich an, sie abzuholen. Was soll ich nur tun? Es tut mir weh, meine Tochter so leiden zu sehen, jeglicher Zuspruch von allen Seiten hilft nicht. Ich weiß nicht mehr, was richtig ist. Bin verzweifelt!
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 17 Jahre, weiblich, keine Medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Erstmal nicht. Brauche nur einen Rat!

Liebe Patienten und Eltern,

mein Name ist Steingrube, ich bin Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und beantworte gerne Ihre Fragen.

Einen kleinen Moment bitte.

Sie und Ihre Tochter befinden sich in einer sehr schwierigen Situation, aus der Sie alleine nicht wieder herauskommen. Aus diesem Grund haben Sie professionelle Hilfe gesucht. Ihre Tochter hatte viel Glück und hat einen Platz in einer Klinik bekommen.

Das war der erste Schritt. Sie ist erst seit gestern in der Klinik. Sie fühlt sich fremd und hat Angst davor, was auf sie zukommt. Das ist verständlich und ganz normal. Aber es ist momentan erstmal der einzig richtige Weg. Nur die Ärzte und Therapeuten können Ihrer Tochter aktuell helfen.

Sie als Mutter sind viel zu sehr mit dem Herzen dabei und haben die notwendige Distanz nicht.

Wenn Sie Ihre Tochter jetzt abholen, wie soll es weitergehen? Wer soll ihr helfen?

Vielleicht werden Sie manche Therapieschritte nicht gleich verstehen, aber es ist wichtig, dass Sie mit dem Team dort am gleichen Strang ziehen und Ihre Tochter darin bestärken, dass eine Therapie der richtige Weg ist. Ihre Tochter ist minderjährig. Sie sind berechtigt, Informationen von den Ärzten zu bekommen und Fragen zu stellen. es ist wichtig, dass Sie hinter der Therapie stehen.

Wenn es nach Wochen so scheint, dass Ihre Tochter in der Klinik nicht gut aufgehoben ist, ist das eine andere Situation. Aber heute ist alles neu und beängstigend. Sagen Sie IHrer Tochter, dass Sie für Sie da sind, sie aber jetzt ärztliche Hilfe braucht und auch bekommt. Sie sind nicht die Therapeutin. Hören Sie zu, aber versuchen Sie nicht zu bewerten oder eine Lösung zu finden. Dafür sind jetzt die Fachleute da. Lassen Sie sich darauf ein, dann kann sich hoffentlich auch IHre Tochter bald auf die Therapie einlassen.

Haben Sie Rückfragen? Stehen Sie in Kontakt mit den behandelnden Ärzten?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Ich habe das Gefühl, dass sie mir die Schuld gibt, dass es ihr in der Klinik noch schlechter geht als zu Hause. Habe alle Argumente schon vorgebracht, sie blockt alle Hilfsangebote ab. Auch in der Psychotherapie saß sie nur 45 Minuten schweigend da. Ich stehe mit den Ärzten in Kontakt, aber die sagen wenn sie nicht will...wir können sie nicht zwingen. Nur was dann? Ich weiß nicht weiter! Sie meinen, ich soll sie nicht abholen?

Teenager geben die Schuld immer den Eltern. Den Schuh dürfen Sie sich nicht anziehen, auch wenn es schwer fällt.

Mit Argumenten kommen Sie da jetzt sowieso nicht weiter. Das hat davor zu Hause sicher auch nichts gebracht.

Es war der erste Tag der Therapie. Das kennen die Kollegen dort sicherlich.

Geben Sie dem Ganzen etwas Zeit. Auf keinen Fall jetzt abholen! Was wollen Sie denn dann machen zu Hause alleine?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Danke, ***** ***** es.

Bedenken Sie auch, dass Ihre Tochter jetzt noch 17 ist und Sie die Möglichkeit haben, Ihr helfen zu lassen.

Wenn sie 18 ist, kann sie machen was sie möchte und Sie werden es deutlich schwerer haben, ihr zu helfen.

Sie schaffen das. Versuchen Sie, die Verantwortung für die Gesundheit Ihrer Tochter erstmal an die Ärzte abzugeben.

Wenn Ihnen meine Antwort weitergeholfen hat, bewerten Sie sie bitte mit 3 bis 5 Sternen. Die Sterne finden Sie oben rechts am Beginn des Fensters. Nur so erhalte ich einen Teil des von Ihnen bezahlten Geldes als ärztliches Honorar. Vielen Dank ***** ***** Gute für Sie!

Haben Sie später Rückfragen zum Thema, können Sie mich einfach über diesen Chat wieder ansprechen.

J.Steingrube und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.