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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 5512
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Guten Morgen, vor 13 Jahren, zum Ende meiner Bundeswehrzeit,

Kundenfrage

Guten Morgen, vor 13 Jahren, zum Ende meiner Bundeswehrzeit, während ich Urlaub hatte, bin ich wach geworden und hatte aus dem nichts Symptome wie Derealisation, starke Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen. Aus all dem resultierend kam eine Angststörung hinzu. Jeder Arzt den ich bisher besucht hatte, sagte mir immer es sei alles bestens. Das ist mit Abstand die schlechteste Nachricht für mich, auch wenn es schwer zu verstehen ist. MRT vom Kopf, EEG, Blutuntersuchungen, Augenarzt, Hormonarzt - nichts hat Aufschluss gegeben. Daraufhin konnte ich mir nur noch einreden, dass es psychisch sein muss. Und ja, sicherlich habe ich da Themen. Dennoch kann ich nach 13 Jahren des Leidens, keinen einzigen erklärlichen Zusammenhang mit meinen Zuständen feststellen. Ich bin seit Jahren in Psychiatrischer Behandlung, habe bestimmt schon 10 verschiedene Medikamente über Monate gehabt. Von SSRI über SNRI bis hin zu Amphetaminen und Benzodiazepine, hat nichts geholfen. Wenn einem niemand mehr helfen kann, bewegt man sich irgendwann weg von der Schulmedizin und probiert sämtliche Alternativen. Aber selbst diese haben wenig bis gar nichts gebracht. Was kann ich tun? Gibt es ärztliche Einrichtungen oder Krankenhäuser, die einen aufnehmen, ohne zu wissen, was das Problem ist, und sehr stark bemüht sind, mit allen ihren Mitteln die der modernen Medizin zur verfügung stehen, versuchen das Problem zu finden, und dabei auch sehr zielstrebig sind und nichts ausser Acht lassen? Denn bisher gingen alle meine Ärzte immer nur den Weg des geringsten Widerstandes weil sie letztendlich auch nicht weiter wussten. Ich bin privat Versichert. Da muss es doch Möglichkeiten geben. Ich bitte sehr um Hilfe.
Fachassistent(in): Welche Medikamente nehmen Sie täglich ein? Sind Sie allergisch gegen jegliche Medikamente?
Fragesteller(in): Bupropion 300mg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): nein
Gepostet: vor 16 Tagen.
Kategorie: Medizin
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Auch monatelange stationäre Therapie hat nichts gebracht und auch weiterführende ambulante haben nichts gebracht
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 16 Tagen.

Guten Tag,

ich bin Ärztin mit langjähriger Erfahrung, auch im Bereich der Psychosomatik, und möchte Ihnen weiterhelfen. Körperliche Ursachen wurden bei Ihnen ausgeschlossen. Das mußte abgearbeitet werden. Ihre Symptome passen zu einigen Diagnosen aus der Psychosomatik bzw. Psychiatrie. Dort sind Medikamente oft erst einmal eine Art "Krücke", die überbrücken, bis man die Auslöser / Trigger von Symptomen im Rahmen der Psychotherapie gefunden hat.

Die haben Sie ja dann offenbar stationär und ambulant gemacht. Welche Diagnosen haben Sie dabei erhalten ?

Was mir als erstes bei Ihrer Schilderung auffällt: Sind Sie bei Spezialisten gewesen für die sog. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und die Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (K-PTBS) ? Die Erforschung und Behandlung von Traumen ist ein noch relativ junges Gebiet. Wenn Psychotherapie trotz intensivster Bemühungen sehr lange keinerlei Erfolg zeigt, dann sollte an eine bisher nicht diagnostizierte Traumafolgestörung gedacht werden. Dafür gibt es ganz spezielle Traumatherapien, mit denen sich dann auch der Erfolg einstellen kann. Wenn man bei einer solche Diagnose die gängigen Psychotherapieformen anwendet, gibt es meistens kaum Fortschritte.

Sie schreiben: "Denn bisher gingen alle meine Ärzte immer nur den Weg des geringsten Widerstandes weil sie letztendlich auch nicht weiter wussten." Das läßt mich daran denken, daß sich Ihre Symptome aufgrund eines Traumas entwickelt haben könnten, das bisher diagnostisch noch nicht zugeordnet wurde und Sie demzufolge noch nicht die richtige Therapie hatten. Sie brauchen dafür eine ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten/in, der / die auf Traumatherapie spezialisiert ist. Diese sind, wie man so sagt, eher "dünn gesät".

Wenn Sie mir Ihre Postleitzahl schreiben, dann schaue ich nach, wer in Ihrer Nähe ist.

Es gibt hier auch die Möglichkeit eines Telefonates. Sie können es über den Button "Mit dem Experten telefonieren" anmelden.

Trauma und (komplexe) Traumafolgestörungen – Trauma Institut Mainz

Zitat hieraus:

"Zu uns Therapeutinnen und Therapeuten kommen Personen mit einer komplexen Traumafolgestörung nicht immer mit dem Wunsch nach Traumatherapie. Sie schildern eher Ängste, Depressionen, Schlafstörungen und Albträume. Sie brauchen die diagnostischen Fragen nach den früheren Erfahrungen. Bevor eine Bewältigung des Traumas möglich wird, müssen Betroffene verstehen können, was mit ihnen los ist. Warum sie so reagieren, wie sie es tun, dass es verständlich ist – und veränderbar." Zitat Ende.

Es kann durchaus sein, daß die eigentlichen Traumen schon viel länger zurückliegen, daß nur mit dem Ende der Bundeswehrzeit und Eintritt in eine neue Lebensphase Ihre Seele sozusagen das Thema aus der Tiefe des Unbewußten bis kurz unter die Oberfläche gebracht hat, mit dem Wunsch nach Bearbeitung. Dazu braucht es allerdings die richtigen Fachleute. Durch Bearbeitung kann man allerdings frei davon werden und hat dann neue Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten.

Posttraumatische Belastungsstörung – Wikipedia

Komplexe posttraumatische Belastungsstörung – Wikipedia

Es geht weiter im nächsten Kästchen. Moment bitte.

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 16 Tagen.

Fortsetzung:

Wenn Sie nach Kliniken mit Traumatherapie schauen, finden Sie meist recht gute Kurzbeschreibungen zum Thema. Schauen Sie, ob Sie sich angesprochen fühlen, wenn Sie so etwas lesen. Hier Beispiele:

Stress- und Traumafolgestörungen / PTBS – Oberberg Kliniken

Komplexe posttraumatische Belastungsstörung - Klinik am Waldschlößchen GmbH (klinik-waldschloesschen.de)

Hier können Sie suchen:

Leitfaden zur Trauma-Therapeuten Suche in Deutschland - dis-sos

DeGPT · TherapeutInnen-Suche

Liste von Traumatherapeuten (psychotraumatologie.de)

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Alles Gute !

Mit freundlichen Grüssen Dr.med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Guten Morgen, vielen Dank für Ihre Nachricht. Das Thema PTBS kam durchaus mal zur Sprache, wurde aber nicht weiter behandelt. Ich denke das könnte damit zu tun haben, dass ich immer sagte, dass mir nichts traumatisches widerfahren sei. Ich möchte auch noch mal deutlich machen, dass ich die Bundeswehr erwähnte und deswegen ein Verdacht auf PTBS mit Einsätzen in Verbindung gebracht werden könnte. Auslandseinsätze hatte ich allerdings keinen. Rückblickend betrachtet hatte ich diesen Zustand auch schon mit 16 das erste mal. An einem Tag an dem ich einen starken Ausbruch meiner Hausstauballergie hatte. Allerdings war das ganze nur temporär und nächsten Tag wieder weg. Nun bin ich dauerhaft darin gefangen seit 13 Jahren. Dennoch finde ich den von Ihnen genannten Ansatz gut, da ich so oder so, nichts mehr ausschließen kann. Ebenfalls haben Sie richtig gesagt, dass meine Symptome eigentlich erst nach dem ersten Tag dieses Zustandes sich entwickelt haben. Depressionen, Ängste und Burnout hatte ich vorher eigentlich nicht. Selbstverständlich versuche ein Psychotherapeut auf meine Zeit vor dem "Ausbruch" einzugehen und ich bin da auch immer sehr offen und rede über alles aber mir kommt einfach nichts in Sinn, was mich so mein lebenlang beeinträchtigen könnte. Was ich mich oft frage, ist ob es was mit ADHS zutun haben kann, da ich als Kind im Alter von 5 schon damit diagnostiziert wurde und auch Ritalin bekommen habe. Das hatte aber auch keine Besserung gebracht. Im Gegenteil eher. Ähnlich verhält es sich damit heute (25 jahre später).
Ich danke ***** *****ür die Hilfe. Meine PLZ ist: 21218 in SeevetalViele Grüße
Matthias Eymers
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 16 Tagen.

Danke für Ihr ausführliches Feedback. Da möchte ich Ihnen noch einiges dazu schreiben. Ich mache das heute im Laufe des Nachmittags (wir sind keine Hauptamtlichen). Schreiben Sie mit bitte noch Ihr Alter ? Das ist zur Orientierung immer ganz gut zu wissen.

Von wann bis wann haben Sie Ritalin genommen ?

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Das freut mich sehr! Natürlich, das reicht vollkommen. Danke ***** *****ür. Ich bin jetzt 30. Ritalin habe ich ca. 1 Jahr genommen ab dem 5. Lebensjahr, bis meine Tante die für mich abgesetzt hatte, da ich wie "tod" gewirkt habe, obwohl wir im Urlaub waren. Ich saß nur auf einem Stuhl, habe die Wand angeguckt und wollte nichts machen.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 16 Tagen.

Guten Abend,

ich muß um Verzeihung bitten, daß ich noch nicht geschrieben habe: ich habe am PC ein technisches Problem, was mir das Schreiben erschwert. Ich denke, daß ich das morgen beheben kann. Ich melde mich auf jeden Fall wieder. Der Dialog ist zeitlich nicht begrenzt. Danke für Ihre Geduld. MFG Dr. Hoffmann