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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 4667
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
59970358
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Seit Monaten leide ich unter Schlafstörungen, die sich immer

Diese Antwort wurde bewertet:

Seit Monaten leide ich unter Schlafstörungen, die sich immer mehr verschlimmern. Ich schlafe relativ schnell ein, wache nach 1-2 Stunden wieder auf mit hohem Puls und Blutdruck, Übelkeit, Herzklopfen und starkem inneren Zittern und Unruhe. Ich stehe auf, auch wenn`s schwerfällt und alles beruhigst sich nach ca. einer halben bis einer Stunde etwas und ich kann mich wieder schlafen legen. Nach weiteren 1-2 Stunden Schlaf beginnt das Ganze von vorn. Zurzeit nehme ich folgende Medikamente: Metoprolol 50, Amlodipin 10, Euthyrox 88. Da Metoprolol auf Ranitidin umgestellt werden sollte, sind mir übers Wochenende diese Tabletten ausgegangen und ich habe 2xausgesetzt. Heute ist dieser nächtliche "Ausnahme-Zustand" zum Dauerzustand geworden. Das innere Zittern hört nicht mehr auf. Was kann ich tun? Danke ***** ***** für Ihre Antwort.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Ich bin weiblich, 66 Jahre, Medikamente Metoprolol 50, Amlodipin 10 und Euthyrox 88 (Schilddrüse entfernt)
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Im Moment wüsste ich nichts

Guten Tag,

ich bin Ärztin mit langjähriger Erfahrung, auch im Bereich der Psychosomatik. Ihre Beschreibung deutet auf Panikattacken hin. Wenn ich Ihre Medikamente lese, nehme ich an, dass Sie deswegen bisher noch nicht in ärztlicher Behandlung sind? Wenn doch, haben Sie dann Diagnosen wie Angst- und Panikstörung oder Depressive Episode erhalten?

Ist Ihnen klar, welcher Stress oder welche Lebensumstände dazu führen, dass Sie die Schlafstörungen und Panikanfälle haben? Sind sie chronisch überlastet? Gibt es Konflikte, Ängste, Sorgen, Kummer?

Wenn Sie bisher noch nichts weiter unternommen haben, dann sprechen Sie bitte zuerst mit Ihrem Hausarzt darüber, damit Sie Medikamente erhalten und schlafen können. Fehlender Schlaf verursacht Stress für den Körper, was die Reaktion in der Regel meist noch mehr verstärkt. Eine erste einfache Möglichkeit wären Atosiltropfen.

Dann gehen Sie bitte zum Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie oder Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, damit Sie eine genaue Diagnose und medikamentöse Einstellung erhalten. Die Medikamente sind bei psychischen Erkrankungen eine Hilfe, die nicht unbedingt auf Dauer in Anspruch genommen werden muss. Die Hintergründe für diese Erkrankungen sollten im Rahmen einer Psychotherapie aufgearbeitet werden. Dann sind die Chancen recht gut, dass sich die Beschwerden bessern. Manchmal müssen auch Lebensumstände dafür geändert werden. Im Rahmen der Psychotherapie wird geklärt, welche Faktoren alle dazu beitragen dass sich diese Symptome entwickeln. Auch die negativen Gefühle, die man hat und versucht zu unterdrücken, werden angeschaut und verarbeitet.

Hier noch unser organisatorischer Hinweis:

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Vielen Dank.

Schönen Sonntag und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Natürlich bin ich wegen oder mit den Medikamenten in ärztlicher Behandlung. Wie ich erwähnte, wurde gerade erst Metoprolol gegen Ranitidin ausgetauscht. Das neue Medikament sollte ab morgen verfügbar sein. Allerdings fehlen mir aktuelle Blutwerte zum TSH-Wert und anderer Schilddrüsenwerte, da ich vermute, dass hier die Dosis nicht passt und ich nicht richtig eingestellt bin. Aber ich bin Laie und kann das natürlich nicht beurteilen. Die Blutkontrolle werde ich kurzfristig vornehmen lassen. Psychisch habe ich keinerlei Probleme. Ich bin seit kurzem Rentnerin, somit stressfrei und auch sorgenfrei, zumindest wenn es um die "großen Sorgen" geht. Ich kann mir daher nicht vorstellen, was mich psychisch belasten könnte. Ich habe zeitweise Zopiklon verschrieben bekommen, möchte aber nicht in die Abhängigkeit geraten und nehme es daher im Augenblick eher sparsam. Schlaflosigkeit ist zurzeit mein größtes Problem, was mich natürlich auch tagsüber sehr stark beeinträchtigt. Ich weiß nicht an was für einen Arzt ich mich noch wenden soll. Aber Danke für Ihre Antwort.

Danke für das Feedback. Metoprolol ist ein Betablocker, Ranitidin ein Säureblocker (Magensäure). Das sind zwei unterschiedliche Medikamente mit unterschiedlichen Anwendungsgebieten. Daher wäre das keine direkte Umstellung.

Wissen Sie, wofür Sie Metoprolol hatten ? Sind Herzrhythmusstörungen bei Ihnen bekannt ? Oder andere kardiologische Diagnosen ?

Hatten Sie schon mal ein Langzeit EKG ?

Wann wurden die Schilddrüsenwerte zuletzt kontrolliert ?

Betablocker soll man nicht plötzlich absetzen, sondern ausschleichen. Allerdings haben Sie mit 50 mg schon eine geringe Dosis, wo höchstens noch über 25 mg auszuschleichen wäre. Möglicherweise ist Ihre Symptomatik heute verschlimmert worden, wenn Sie keine Tabletten mehr hatten. Dafür wäre eine Konsultation beim ärztlichen Bereitschafsdienst mit EKG und ggf. Behandlung anzuraten.

https://www.test.de/medikamente/wirkstoff/betablocker-metoprolol-w1009/ , Zitat hieraus:

Achtung

Sie dürfen Metoprolol auf keinen Fall von einem auf den anderen Tag absetzen, weil dann Herzschlag und Blutdruck schlagartig in die Höhe schießen können (Rebound-Phänomen). Anzeichen dafür sind meist Zittern, vermehrtes Schwitzen, Herzklopfen und Kopfschmerzen. Sie dürfen die Dosis nur in Absprache mit dem Arzt nach und nach reduzieren und sich so aus der Therapie ausschleichen. Dies gilt vor allem, wenn Sie Metoprolol bereits mehrere Wochen lang eingenommen haben.

https://www.abz.de/assets/products/de/label/Metoprolol%20AbZ%2050%20mg-100%20mg%20Tabletten%20-%202.pdf?pzn=1016380

Hatten Sie mit Ihrem Hausarzt bzw. Internisten über die Schlafstörungen gesprochen ? Metoprolol wird ja auch für die sog. funktionellen Herzbeschwerden, wozu Herzrasen bzw. hoher Puls ohne organische Herzrhythmusstörungen gehört, eingesetzt. Dann wäre das Ergebnis nicht zufriedenstellend gewesen.

Wenn die Symptome von der Schilddrüsenmedikation herrühren sollten, dann wäre das schon eine deutliche Überdosierung. Wenn Sie das schon monatelang haben, müßte das doch aufgefallen sein ?

https://www.endokrinologie.net/krankheiten-schilddruese-ueberfunktion.php Für diesen Fall sollten umgehend die Schilddrüsenwerte bestimmt werden.

Ich verlinke Ihnen noch mehr Informationen zu den Ursachen von Schlafstörungen, damit Sie einen Überblick gewinnen können.

Sie wissen sicher, daß Sie durch Doppelklick auf die Links zu der jeweiligen Internetseite weitergeleitet werden ?

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/schlafstoerungen-ursachen-therapien-und-selbsthilfe-737643.html

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/schlafstoerungen/Ursachen/

https://www.netdoktor.de/symptome/schlafstoerungen/

https://focus-arztsuche.de/magazin/symptome/schlafstoerungen-ursachen-und-behandlung

Ich empfehle Ihnen trotzdem, Dass sie auch den Facharzt für Psychosomatik aufsuchen. Es ist so, dass man an seinen Stress oft schon so gewöhnt ist, dass man ihn nicht mehr als Stress empfindet. Daher kann der Körper mit Schlafstörungen reagieren, ohne dass man dies mit Stress in Zusammenhang bringt. Hier kann ein Gespräch beim Psychotherapeuten helfen, der von außen einen anderen Blick darauf hat und manche Dinge vielleicht anders einordnet, als der Betroffene selbst. Übergang in die Rentnerphase ist eine Umstellung für Körper und Seele, auch wenn man das lange herbeisehnt.

Ich gebe Ihnen noch Informationen zu den Panikattacken.

https://www.mindtecstore.com/Panikattacken-nachts-verstehen-und-ueberwinden Ein sehr guter Text zum Thema nächtliche Panikattacken und Neuordnung bzw. Veränderungen. Auch wenn man im Tagesbewußtsein denkt, dass alles in Ordnung ist, kann sich das Unbewusste doch mit solchen Dingen auseinandersetzen.

https://www.schoen-klinik.de/panikstoerung

https://hellobetter.de/blog/panikattacke-nachts/?nowprocket=1 Wenn noch nicht geschehen, lassen Sie sich nochmals gründlich internistisch auf mögliche Ursachen untersuchen.

https://hellobetter.de/blog/panikattacken-ursachen/?nowprocket=1

Sie können ausprobieren, ob die Erste-Hilfe-Techniken bei Panikattacken nützlich sind für Sie:

https://www.kry.de/magazin/panikattacken-stoppen/ Wenn ja, wäre das indirekt eine Bestätigung.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Vielen Dank ***** *****ür die ausführliche Antwort. Da sind ja einige Texte, mit denen ich mich noch ausführlich beschäftigen kann/muss. Mit dem Internisten habe ich über meine Schlafstörungen gesprochen und dieser hat die Umstellung von Metoprolol auf ein anderes Medikament empfohlen. Wegen der Umstellung und der Vorgehensweise werde ich in den nächsten Tagen mit meinem Hausarzt reden. Bei der Schilddrüsen-Dosis von 88 kann es sicher schon sein, dass ich eventuell (unter Berücksichtigung des Alters) nur 50 brauche und vertrage. (???) Auch hier werde ich kurzfristig einen Termin zur Blutkontrolle machen. Dann kommt jetzt noch auf meine abzuarbeitende Ärzte-Liste ein Psychotherapeut hinzu. Dann will ich hoffen, dass ich irgendwann wieder normal schlafen und leben kann. Herzlichen Dank nochmals für Ihre Mühe und das Aufzeigen der verschiedenen Möglichkeiten und Informationen im Web. Einen schönen Abend noch und Grüße aus dem Sauerland

Herzlichen Dank. Den wünsche ich Ihnen trotz allem auch ! Es freut mich, wenn Sie noch neue Sichtweisen gewinnen.

Es wäre schön, wenn Sie Ihren Dank noch durch Anklicken von 3-5 Sternen oben in der Leiste ausdrücken. Dann könnte die Zuordnung des Expertenhonoraranteils automatisch erfolgen.

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
NS: Die Überdosierung des Schilddrüsen-Medikaments kann schon sein, da ich in den letzten fast 2 Jahren ( Corona bedingt habe ich Krankenhäuser und Arztbesuche vermieden) keine Blutkontrolle habe durchführen lassen. Ein Zeitraum, in dem sich wahrscheinlich einiges geändert haben kann.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Natürlich gibt`s auch Sternchen für Sie :-)

Oh ja, zwei Jahre ist viel zu lange. Da kann das Gleichgewicht schon entgleisen. Die Betablocker können das sogar kaschieren, genauso wie Schwankungen des Blutzuckers. Insofern würde ich sagen, die Kontrolle der Schilddrüsenbett hat Priorität.

Prima, Danke für die Sternchen.