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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 4386
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Ich habe eine Frage bezüglich Laktosefreie Milch. Wir haben

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe eine Frage bezüglich Laktosefreie Milch im Kleinkindalter. Wir haben 4 Kinder und da ich und mein Mann eine Laktoseintoleranz haben trinken unsere Kinder mittlerweile auch nur mehr Laktosefreie Milch. Anfangs habe ich für die Kinder nach der Stillzeit normale Vollmilch gekauft, aber da mir vorkam dass sie die Laktosefreie Milch besser vertragen trinkt jetzt die ganze Familie Laktosefreie Milch. Die Kinder sind 2,5 Jahre, 5 und 7 Jahre alt. Die Jüngste 7 Monate bekommt ausschließlich Muttermilch. Die 7 Jährige hat Neurodermitis und nach dem Abstillen wollte sie keine andere Milch, sie aß stattdessen gerne Käse. Meine 2,5 jährige Tochter liebt Milch hingegen sehr, hat aber leider immer Bauchschmerzen kurz nach dem Verzehr von Milch (bei Kindermilch und Vollmilch stärker als wie bei der gewohnten Laktosefreien Milch), aber dennoch hat sie auch bei der laktosefreien Milch etwas Bauchschmerzen und oft und weichen Stuhlgang. Jetzt kam mir der Gedanke, ***** ***** eventuell doch nicht so klug war einem Kleinkind ab 1,5 Jahren ausschließlich nur Laktosefreie Milch zu geben nach dem Abstillen? Hat sie dadurch immer diese Bauchschmerzen und oft Stuhlgang?Mein jüngstes Familienmitglied (momentan 7 Monate alt) hat seit Geburt festen Stuhl, obwohl ich voll Stille. Ultraschall war unauffällig, jedoch möchten die Ärzte ein Röntgen mit Kontrastmittel machen um Morbus Hirschsprung ausschließen zu können. Aber vermutlich wird das nicht im Zusammenhang stehen. Mein Baby kann keinen Stuhlgang lassen und die etwas ältere Schwester hat zu oft Stuhlgang.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich habe versuchsweise einmal Zwischendurch meinen Kindern normale Vollmilch angeboten, jedoch schmeckt sie ihnen nicht, da die Laktosefreie Milch vom Geschmack her süßer schmeckt. Kann ich bedenkenlos meiner ganzen Familie weitherhin Laktosefreie Milch geben?

Guten Morgen,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und daher viel mit dem Thema Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien befasst. Ich schreibe Ihnen gleich mehr.

Ihr Jüngster erhält ausschließlich Muttermilch ?

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Wie viele Personen in der näheren Blutsverwandtschaft haben Asthma, Allergien, Heuschnupfen, Hautekzem/Neurodermitis? Das ist ein Gradmesser, wie empfindlich das Immunsystem ist. Die Laktoseintoleranz ist oft kombiniert mit dieser Empfindlichkeit, die man Atopie nennt.

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Eventuell Vollmilch anzuckern? Jedoch stellt sich die Frage ob sie jetzt überhaupt die normale Vollmilch vertragen, wenn sie über Jahre nur laktosefreie Milch getrunken haben. Meine Kinder trinken aber generell wenig Milch. Die zwei Ältesten kaum, nur die 2,5 jährige verlangt in der Früh Milch und hat 10 Minuten danach immer etwas Bauchschmerzen. Heute gab ich ihr versuchsweise wieder Kindermilch, aber damit ging es ihr heute noch schlechter
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich selber habe Laktoseintoleranz und auch mein Mann. Seit ein paar Jahren habe ich Heuschnupfen, meine Schwester auch und mein Opa hatte stets sehr starken Heuschnupfen. Sonst liegt in der Familie nichts vor. Meine Mutter hat Fructoseintoleranz
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Asthma hat niemand
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Trockene Haut haben beide Omas. Meine Tochter hat seit ihrem 3 Lebensmonat sehr trockene Haut/ leichte Neurodermitis
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Leicht trockene Haut haben alle meine 4 Kinder
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Ich habe alle meine Kinder 1 - 1,5 Jahre gestillt

Laktoseintoleranz kann man von klein auf haben. Dann verbietet sich ohnehin, normale Milch zu geben. Insofern haben Sie es richtig gemacht mit der laktosefreien Milch. Es gibt allerdings auch Allergien und Unverträglichkeiten auf Milcheiweiß. Wenn noch ein Teil der Bauchschmerzen übrig ist unter laktosefreier Milch, ist davon auszugehen, dass ihre 2,5 jährige Tochter darunter leidet. Daher empfehle ich Ihnen, ihr gar keine Milch und keine Milchprodukte zu geben und zu schauen, wie sich die Beschwerden entwickeln.

Kinder erfassen oft intuitiv, was sie nicht vertragen und lehnen es ab. Insofern geben Sie Ihrer Siebenjährigen bitte keine Milch, wenn sie ohnehin nicht danach verlangt.

Geben Sie bitte den Gedanken auf, dass Menschen unbedingt Kuhmilch benötigen, um zu gedeihen. Das liegt in unserer Kultur, aber es geht auch ohne. Wenn Sie und Ihr Mann Laktoseintoleranz haben, ist klar, dass alle Kinder doppelt belastet sind. Durch Heuschnupfen und die Hautveränderungen Ihrer Familie ist klar, dass auch die Atopie in der Familie liegt.

Bei Atopikern ist es sinnvoll, dass man Allergietestungen auf Lebensmittel macht. Insbesondere bei Kindern geschieht dies am besten über das Blut, durch die Bestimmung der Antikörper Spezifisches IgE für die einzelnen Nahrungsmittel. Die wichtigsten sind: Kuhmilch, Weizenmehl, Roggenmehl, Nüsse, Soja, Möhren, Äpfel.

Darüber hinaus gibt es kritische Lebensmittel bei Atopikern, die man nicht direkt über den Allergietest erfassen kann: Kuhmilch, Gluten im allgemeinen (mindestens Weizen), chemische Nahrungszusätze, weißer Zucker in jeder Form (übersäuert) und Schweinefleisch. Hier erfolgt Klärung über Weglassen der entsprechenden Lebensmittel über 3-4 Wochen.

Außerdem gibt es noch die Antikörper Spezifisches IgG/IgG4, die in Deutschland der Naturheilkunde zugerechnet werden und nicht erstattungsfähig sind. Sie zeigen frühzeitig an, wenn der Darm mit Lebensmitteln nicht zurechtkommt. Dies ist durch Auslassen über sechs Monate hinweg veränderbar. Hier finden Sie Informationen:

https://cytolabor.de/

Ich schreibe weiter im nächsten Kästchen.

...oben muß es heißen: Zucker übersäuert. Hier erfolgt Klärung...

Dass Sie Ihre Kinder so lange gestillt haben, ist sehr gut. Das bringt oft einen günstigen Verlauf von Hauterkrankungen und Allergien.

Alternativen zur Kuhmilch sind: Kokosmilch, Hafermilch (wenn man Gluten verträgt), Reismilch, eher nicht Sojamilch (das macht häufig Allergien) für Atopiker ist Schaf- und Ziegenmilch deutlich günstiger als Kuhmilch, bei Laktoseintoleranz geht das leider nicht.

Hier finden Sie ein spezielles Kochbuch für Atopiker, dass das Immunsystem entlastet.

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/autor=Sigrid+Prusko&titel=Neurodermitis+Wegweiser+zur+entlastenden+Ern%C3%A4hrung

Lebensmittelallergien können sich auch durch Verstopfung zeigen. Wenn Sie jedoch ausschließlich stillen,dann dürfte es nicht an der Ernährung liegen bei Ihrem Jüngsten. Dann lassen Sie bitte die Ärzte die Diagnostik machen.

Das ist Arbeit, wenn man mit so vielen Menschen Testungen vornimmt durch Auslassen von Lebensmitteln. Aber die Mühe lohnt sich. Wer laktosefreie Milch bei Ihnen gut verträgt, kann sie trinken. Kann aber auch ausprobieren, ob sich Trockenheit der Haut etc. bessern,wenn ganz auf Milch verzichtet wird. Übrigens gibt es Butter ohne Milcheiweiß: aus der ayurvedischen Küche das Ghee.

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Bei Rückfragen kann ich erst heute Abend später wieder schreiben. Dann bitte ich um Geduld.

Vielen Dank.

Alles Gute für Sie !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Vielen lieben Dank für die ausführlichen Antworten. So in etwa habe ich es mir gedacht. Habe darum bei meiner Ältesten nie darauf gedrängt dass sie Milch trinkt.Bin gespannt was bei meiner Jüngsten raus kommt. Vor 1 Monat begann ich mit der Beikost, die ersten 3 Wochen hat sich nichts verändert, jetzt hat sie etwas häufiger Stuhlgang (alle 4 Tage). Ich gebe ihr nach wie vor Laveolac aber durch die Beikost bleibt der Stuhl hart, aber zumindest weint sie nicht mehr während des Stuhl lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Es ist schon Interessant wie alles zusammen spielt. Meine Älteste Tochter mit der Neurodermitis war ein Frühchen und bekam anfangs abgepumpte Muttermilch. Als sie 2 Monate alt war begann ich mit der Umstellung von abpumpen auf voll Stillen und dabei bzw. eigentlich zuvor bekam sie zu wenig Milch, sie nahm sogar ab und sah gar nicht gut aus. Wir hatten leider keine Nachbetreuung jeglicher Art, weil sie nur 5 Wochen zu früh kam und durch ihr gutes Geburtsgewicht wie eine Termingeburt behandelt wurde. Sie hatte 2,6 kg, meine anderen Kinder hatten alle 4 sogar 4,5 kg, alles Mädchen. Jedenfalls bekam sie mit 2 Monaten für kurze Zeit (es waren nur wenige Tage) zusätzlich Flaschennahrung. Und dann begann das Hautproblem und ich musste sie bei jeden Wickeln einschmieren .... Nach der Umstellungsphase habe ich sie dann voll gestillt, aber das Hautproblem blieb. Der Hautarzt meinte damals ich soll früh genug mit der Beikost beginnen, aber im Nachhinein gesehen, war der frühe Beikoststart, meines Erachtens, zu früh.

Da gebe ich Ihnen recht: so lange wie möglich stillen ist für die Atopiker das Beste. Schön, daß Sie mehr von den Zusammenhängen verstanden haben. Danke für die Sterne.