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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 4386
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hallo, ich habe sehr Starke schmerzen seit ein paar Stunden

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe sehr Starke schmerzen seit ein paar Stunden in der Linken brust die bis in den Hals zieht (ziehender Schmerz) bin 26 Männlich . War am Mittwoch bei der Notaufnahme weil ich vor einem Herzinfarkt angst hatte. Der Arzt meinte Lungenembolie oder Herzinfarkt sind ausgeschlossen er hat nach den Blutwerten und EKG geschaut. Habe Trotzdem ein Termin nächste woche beim Kardiologen. Nun die frage Die schmerzen die jetzt aufgetaucht sind neu, kann ich trotzdem ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie ausschließen?
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 26 Männlich , Pantoprazol oder Magengel
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): beim Liegen sind die Schmerzen viel besser als beim Stehen. Sobald ich stehe oder mein Brustkorb nach vorbe drücke und durchatme spüre ich die Schmerzen stärker. vorne*

Guten Abend,

ich bin Ärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen. Theoretisch kann sich jederzeit neu ein Herzinfarkt oder eine Lungenembolie entwickeln. Jedoch sind das für Ihr Alter untypische Erkrankungen. Es sei denn, Sie haben genetisch eine Belastung die für diese Erkrankungen. Ich würde in erster Linie an eine Entzündung denken, die Lunge oder Rippenfell betreffen kann. Auch Corona wäre in diesem Zusammenhang ein Thema.

Woran man auch noch denken muss, insbesondere wenn die Schmerzen nicht tief im Brustkorb, sondern eher an der Oberfläche sind: es gibt Nerven zwischen den Rippen, die sogenannten Interkostalnerven. Wenn diese eingeklemmt werden, kann das sehr schmerzhaft sein. Diese Schmerzen sind atemabhängig. Wenn ich Sie recht verstehe, ist das bei Ihnen der Fall? In dem Zusammenhang können außerdem Blockaden der Wirbelsäule vorliegen, die austretende Nervenfasern seitlich an der Wirbelsäule einklemmen und dadurch entsprechende Symptome verursachen. Die dort austretenden Nerven haben Fasern für viele Funktionen des Körpers. Je nachdem welche gedrückt werden. zeigt sich entsprechend ein Symptom. Haben Sie in dieser Beziehung schon Probleme gehabt? Schmerztabletten wie Ibuprofen oder Diclofenac haben Sie noch nicht versucht? Das wäre bei Blockaden an der Wirbelsäule das richtige, weil sich reflektorisch noch Muskelverspannungen entwickeln können, die den Schmerz zusätzlich verstärken.

Als weitere Möglichkeit würde ich auch eine Panikattacke noch in Betracht ziehen.

Nun ist es so, dass sehr starke Schmerzen ein Warnsignal des Körpers sind, das sofort abgeklärt gehört. Sie können zur Notaufnahme, Sie können aber auch die 116117 kontaktieren, ggf. um ein Hausbesuch bitten. Haben Sie Unterstützung? Es wäre gut wenn sie nicht allein sind mit Ihren Schmerzen.

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Vielen Dank. Alles Gute für Sie !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Also ich sag mal so, die Schmerzen sind Atemabhängig erst bei ganz tiefem einatmen spüre ich den schmerz der von der linken brust in meine schilddrüse zieht (ist aber auch abhängig davon ob ich liege oder stehe, beim liegen spüre ich soweit nicht viel bis kaum etwas beim
Stehen oder wenn ich den brustkorb nach vorne drücke (also den oberkörper) dann schmerzt es erst sonst nicht.
Leider ist mein Vater und auch mein Onkel früh an einem Herzinfarkt verstorben.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
was ich auch dazu sagen muss körperlich fühle ich mich jetzt nicht schlecht ich bin mir auch sicher das es meine psyche momentan sehr mitnimmt. War nun innerhalb einem Monat 2 mal bei der Notaufnahme und es kam nichts dabei raus. War 2 x alles in Ordnung nächste woche noch ein Termin beim Kardiologen. Weiß ehrlich gesagt nicht ob meine Psyche da mir momentan ein Streich spielt oder ich wirklich etwas habe. Ich muss aber grade auch beobachten das die Schmerzen nicht mehr bis kaum noch da sind.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Beim stehen tiefen einatmen noch leichte schmerzen

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Atemabhängige Schmerzen sprechen für ein orthopädisches Problem (Wirbel, Nerven, Muskeln wie oben beschrieben habe). Es können sich gut mehrere Dinge vermischen: wenn Ihr Onkel und Ihr Vater an einem Herzinfarkt verstorben sind, dann ist es absolut nachvollziehbar, dass Sie Panik bekommen, wenn Sie Schmerzen in der Brust haben. Ängste und Panik wiederum führen zu Muskelverspannungen oder verstärken diese. Das wiederum übt mehr Druck auf die Nerven aus, das ist ein Teufelskreis. Es spielt praktisch alles ineinander. Daher ist es gut möglich, wenn ich Ihnen die Zusammenhänge erkläre, daß dann bei Ihnen etwas Entspannung einkehrt, was die Muskeln sofort lockern und den Druck von den Nerven nehmen kann. Sie sind sehr wahrscheinlich fixiert auf lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt und Lungenembolie, weil sie das als schlimme Erfahrung aus ihrer Kindheit oder Jugend mit sich tragen, durch den Tod Ihrer Angehörigen. Wenn Sie hören, dass es auch „harmlosere" Ursachen für ihre Beschwerden geben kann, ist es wahrscheinlich eine Erleichterung?

Ich verlinke Ihnen eine ausführliche Darstellung zu dem Thema. Unter 1.3. finden Sie Brustschmerzen bei nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen, dort tauchen auch die orthopädischen Erkrankungen auf. Stöbern Sie ein bisschen auf der Seite: Liebscher und Bracht bieten viele Übungen in Form von Videos auf ihrer Seite und auf you tube an, die man leicht selbst umsetzen und so Beschwerden wirk***** *****ndern kann.

Wenn Sie schon zweimal bei der Notaufnahme waren ohne dass ein Herzproblemen festgestellt worden ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie heute eins haben. Ihre letzte Beschreibung spricht auch deutlich dagegen.

Hautaerztin und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Vielen lieben Dank für die ausführliche antworten! Jetzt bin ich auch beruhigt. Hoffe ich habe sie so Spät nicht noch gestört, Wünsche ihnen ein wundervollen Sonntag, dankesehr!

https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/krankheiten-a-z/brustschmerz-6650

Es gibt noch einen Aspekt zu atemabhängigen Schmerzen: sogenannte funktionelle Herzbeschwerden, d.h. das Herz schmerzt, ohne selbst körperlich krank zu sein, als Folge von Streß aller Art. Auch die Trauer über den Verlust Ihres Vatersund Onkels kann dabei mitwirken. Bei Streß spielen Muskelverspannungen eine Rolle, das Herz ist ja auch einer. Hiergegen wären Entspannungsübungen sinnvoll, die man auch über die Krankenkasse erlernen kann, z.B. die progressive Muskelrelaxation. Sprechen Sie den Kardiologen nächste Woche darauf an. Für jetzt können Sie einfach ruhig und tief atmen und dabei versuchen, Muskelverspannungen wahrzunehmen und diese loszulassen.

Ich begebe mich jetzt zur Nachtruhe, wenn Sie noch eine Frage haben, antworte ich morgen wieder. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Jetzt kommt Ihre Antwort: gern geschehen. Es freut mich, dass Sie beruhigt sind. Es war o. k., ich war gerade dabei schlafen zu gehen. Das mache ich jetzt.

Herzlichen Dank für die Sterne und Ihre Wertschätzung für meine Arbeit.