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Manuel Metzger
Manuel Metzger, Dr. med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 813
Erfahrung:  FA für Kinder- und Jugendmedizin
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Manuel Metzger ist jetzt online.

Guten Abend, aufgrund einer länger anhaltenden Erektion bei

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend, aufgrund einer länger anhaltenden Erektion bei unserem 6-jährigen Sohn wurde ein Blutbild angefertigt. Das Ergebnis haben wir soeben bekommen und sind nun in Panik, ob die Werte auf eine Leukämie etc. hindeuten. Unser Sohn fühlt sich jedoch gut, außer dass er etwas Halsweh hat. Appetit ist gut, er ist fit. Hier die Werte:
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Rotes Blutbild
Erythrozyten 4.53 T/l 4.1 - 5.7
H‰moglobin 13.0 g/dl 10.5 - 15.0
H‰matokrit 37 % 35 - 55
MCV 81 fl 75 - 100
MCH 28.7 pg 25.5 - 31.0
MCHC 35.3 g/dl 31.5 - 36.0
Beurteilung rotes Blutbild: .
o.B.
Weifles Blutbild
* Thrombozyten 469 G/l 140 - 440
Leukozyten 9.3 G/l 4.5 - 12.0
* Segmentkernige 47.4 % (50-75) 4.42 G/l 2.3 - 9.0
Eosinophile 1.1 % (< 4) 0.10 G/l (< 0.4)
Basophile 0.4 % (0-1) 0.04 G/l (< 0.4)
Monozyten 6.6 % 4 - 15 0.62 G/l 0.3 - 2.7
* Lymphozyten 44.5 % 25 - 40 4.16 G/l 1.1 - 4.8
Beurteilung weifles Blutbild: .
relative Neutropenie
relative Lymphozytose
absolute Lymphozytose
Diff. Blutbild relativ absol
Gerinnungsbefunde
PTT 27 sec. < 33
PTZ 72 % > 70
INR der PTZ 1.10
Klinische Chemie
GOT (AST) 29 U/l 10 - 55
* GPT (ALT) 11 U/l 12 - 46
Gamma - GT 16 U/l
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Alter:6 , männlich, keine Medikamente

Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer. Mein Name ist Dr. Metzger und ich bin Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit bereits 10jähriger Erfahrung. Gern werde ich mich mit Ihrem Anliegen beschäftigen. Bitte geben Sie mir etwas Zeit, während ich Ihre Antwort formuliere. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sehr geehrte Fragesteller,
vielen Dank für Ihre Geduld. Ich kann gut verstehen, dass Sie um Ihren Sohn besorgt sind. Ich helfe Ihnen gerne mit der Auswertung des Blutbilds. Folgende Informationen kann ich Ihnen dazu geben:

  • die Befunde der roten Blutkörperchen sehen normal aus. Er hat keine Anämie (Blutarmut) und auch sonst keine erkennbaren Auffälligkeiten an den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Erythrozyten sind von normaler Größe und haben genügend roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), der für den Sauerstofftransport wichtig ist.
  • die Blutplättchen (Thrombozyten) sind etwas erhöht. Das kann z.B. bei leichten Infekten vorkommen und würde gut dazu passen, dass Ihr Sohn gerade Halsschmerzen hat.
  • das weiße Blutbild zeigt leichte Auffälligkeiten: es sind etwas weniger segmentkernige Granulozyten zu sehen und dafür etwas mehr Lymphozyten. Ganz Allgemein kann man sagen, dass Granulozyten in der Abwehr gegen Bakterien eine größere Rolle spielen, Lymphozyten spielen eine größere Rolle bei der Abwehr von Virusinfekten. Virusinfekte machen sich häufig mit Halsschmerzen bemerkbar, auch hier würden die Beschwerden Ihres Sohnes gut zu diesen Veränderungen passen. Ansonsten gibt es keine Auffälligkeiten im weißen Blutbild, insbesondere sind die weißen Blutkörperchen insgesamt im normalen Bereich.

Für die Ursache des Priapismus (der anhaltenden Erektion) gibt das Blutbild keine Auskünfte. Es zeigen sich aber auch keine Veränderungen im Blutbild, die für eine Leukämie oder andere Bluterkrankungen sprechen würden.

Woran würde man eine Leukämie im Blutbild erkennen? Bei einer Leukämie gibt es in der Regel einige deutliche Auffälligkeiten:

  • verminderte rote Blutkörperchen (Anämie) zusammen mit
  • verminderten Blutplättchen (Thrombozytopenie) mit gleichzeitig
  • vermehrten (manchmal auch verminderten) weißen Blutkörperchen
  • bei der Untersuchung im Mikroskop (Differentialblutbild) fallen oft unreife weiße Blutkörperchen auf, die alle sehr ähnlich aussehen

Da keine dieser Beobachtungen bei Ihrem Sohn aufgefallen sind, spricht aktuell nichts für das Vorliegen einer solchen ernsteren Erkrankung. Die Diagnostik wegen des Priapismus sollte allerdings weiter gemäß der Empfehlung der behandelnden Ärzte fortgesetzt werden.
Ich hoffe, diese Erklärungen helfen Ihnen etwas weiter. Falls noch etwas unklar geblieben ist, können Sie mir natürlich gerne schreiben.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Metzger,
herzlichen Dank für Ihre Antwort, nun sind wir etwas beruhigt. Dürfen wir Sie noch um eine kurze Stellungnahme zu den übrigen Werten bitten:
Bilirubin, gesamt 0.5 mg/dl bis 1.0
Harnstoff 32 mg/dl 13 - 47
BUN 15 mg/dl 8 - 20
Kreatinin 0.4 mg/dl 0.2 - 0.9
Eisen 72 µg/dl 35 - 155
* Ferritin 23 ng/ml 30 - 400
Transferrins‰ttigung 16 % 7 - 46
Transferrin 329 mg/dl 200 - 360
* Eisenbindung, gesamt 464 mcg/dl 280 - 430
* Blutzucker 122 mg/dl 74 - 99
Triglyceride 103 mg/dl < 150
HDL-Cholesterin 71 mg/dl grˆfler 55
Cholesterin 196 mg/dl < 200
Cholesterin-HDL Quotient 2.8
> 5: Prim‰rpr‰vention
> 3: Sekund‰rpr‰vention bei bestehenden klin. Beschwerden
Non-HDL-Cholesterin 125 mg/dl
Natrium 139 mmol/l 130 - 145
Kalium 3.7 mmol/l 3.4 - 5.4
Chlorid 102 mmol/l 95 - 110
Calcium 2.54 mmol/l 2.20 - 2.65
Magnesium 0.91 mmol/l 0.60 - 1.20
CPK 121 U/l 0 - 180
LDH 223 U/l 100 - 300
Glomerul‰re Filtrationsrate > 60 ml/min. > 60
Zur Anwendung kommt eine Formel aus Alter, Geschlecht, Kreatinin sowie
einer Kˆrperoberfl‰che von 1,73m². Dies stellt nur einen N‰herungswert
an die echte GFR dar und kann eine Kreatinin-Clearance nicht ersetzen.
* LDL - Cholesterin 104 mg/dl unter 100
LDL-HDL Quotient 1.5
Richtwert KORONARRISIKO:
gering: bis 3.50 erhˆht: 3.50-4.80 hoch: ab 4.85
Vitamine
* 25-OH-Vitamin D 20.6 ng/ml > 30
Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
TSH 4,12
CRP quantitativ 0,1Ganz herzlichen Dank.
Familie Gries

Sehr gerne! Hier eine kurze Übersicht:

  • Leber- und Gallenwerte sind in Ordnung
  • die Werte für die Nierenfunktion sind unauffällig
  • er hat gute Eisenwerte, die Werte für Ferritin und Eisenbindung haben keine weitere Relevanz (insgesamt hat er ja auch genügend rote Blutkörperchen, normalerweise sieht man sich das Eisen nur an, wenn es Auffälligkeiten bei den roten Blutkörperchen gibt)
  • der Blutzucker war etwas erhöht, das wäre allerdings nur auffällig, wenn die Blutentnahme in nüchternem Zustand erfolgt wäre (also nach mehr als 4 Stunden seit der letzten Nahrung oder kalorienhaltigen Flüssigkeit)
  • Die Blutfettwerte sind in Ordnung
  • die Elektrolyte sind unauffällig (Natrium, Kalium etc.)
  • der Vitamin-D-Wert ist leicht erniedrigt, allerdings nicht in einem besorgniserregenden Bereich. Für eine gute körpereigene Vitamin-D-Produktion reicht bereits 10 min. Sonneneinstrahlung auf unbedeckte Arme und Gesicht. Gerade im Winter ist die Sonne aber hierzulande zu schwach um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln. In den nächsten Monaten gibt sich dieser leichte Mangel dann ganz von alleine, wenn ihr Sohn etwas an der frischen Luft ist.
  • Die Schilddrüsenwerte sind normal
  • Es gibt keine Entzündungszeichen (CRP unauffällig)

Zusammenfassend kann ich sagen, dass auch bei diesen Untersuchungen keine Auffälligkeiten oder Zeichen für schwerere Erkrankungen zu sehen sind. Ich hoffe, diese Erklärungen helfen Ihnen weiter.
Herzliche Grüße,
Ihr Dr. med. M. Metzger

Manuel Metzger und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.