So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Gehring.
Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 35643
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Medizin hier ein
Dr. Gehring ist jetzt online.

Hallo, ich bin 59 J. alt und es besteht Verdacht auf

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bin 59 J. alt und es besteht Verdacht auf Sklerodermie, der aktuell rheumatologisch abgeklärt wird. Ich habe gelesen, dass das Risiko auf Nebenwirkungen durch Vektor-Impfstoffe für Menschen mit Autoimmiunerkrankungen höher ist und man sich in dem Fall vorsichtshalber mit der RNA Variante impfen lassen sollte.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Ich bin 59 Jahre alt, weiblich und nehme aktuell noch keine Medikamente, lediglich einige Nahrungsergänzungsmittel.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Eigentlich nicht außer dem Verdacht auf Sklerodermie, der aktuell ageklärt wird.

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Impfärztin und Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 38 Jahren (notfall-)medizinischer Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute.

Das ist interessant, weil für Vektorimpfstoffe wie für mRNA- Impfstoffe dasselbe gilt: "Für eine Impfung gegen SARS-CoV‑2 gilt wie für sämtliche Impfungen, die bislang bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen und insbesondere unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie regelmäßig zum Einsatz kommen, dass alle bislang bekannten Totimpfstoffe (Vakzine auf der Grundlage nicht-replizierbarer Vektoren), Vakzine auf der Grundlage adjuvantierter Proteine) bei diesen Patientengruppen gefahrlos einsetzbar sind". (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7852047/).

Weiterhin heißt es: "Aktuell gibt es noch keine Daten zur Sicherheit und Effektivität der verschiedenen SARS-CoV-2-Vakzine bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen bzw. unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie. Entsprechend den Protokollen waren sowohl bei Moderna als auch bei BioNtech/Pfizer Patienten mit (bekannten) Autoimmunerkrankungen von einer Studienteilnahme ausgeschlossen".

Dennoch heißt es weiter: "Der Einsatz einer mRNA-Vakzine kann nach aktuellem Kenntnisstand bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie daher empfohlen werden. "

Es gibt also bei keinem der bekannten Impfstoffe verlässliche Daten, Fallberichte aber zeigen, dass es unter JEDEM der zugelassenen Impfstoffe zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Erkrankung kommen kann.

Sie könnten sich also mit jedem Impfstoff impfen lassen, der Ihnen angeboten wird. Es ist gerade bei Patienten mit Autoimmunkrankheiten wichtig, dass sie zügig geschützt werden, und das ist das Risiko einer vorübergehenden Verschlechterung wert.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Tag Frau Dr. Gehring, zunächst vielen Dank für die ausführliche Antwort. Gilt die o.a. Impfempfehlung auch im akuten Schub, oder müssten die Symptome erst wieder komplett abgeklungen sein? Aktuell nehme ich auch noch keinerlei Medikamente / Immunsuppressiva. Da das Immunsystem ohne diese ja über-reagiebel ist, könnte eine Impfung dann nicht einen neuerlichen Schub triggern, nachdem die aktuell akuten Entzündungsreaktionen abgeklungen sind?

Ich würde ungern in eine hochakute Entzündung hineinimpfen, eben aus diesen Überlegungen heraus. Aber ganz abgeklungen müssen die Beschwerden nicht sein, tun sie ja oft auch nicht.