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Dr. Gehring
Dr. Gehring, Fachärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 35574
Erfahrung:  Notfallmedizin,Psychosomatik,Innere- und Allgemeinmedizin
61885400
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Dr. Gehring ist jetzt online.

Wir werden demnächst Großeltern. Fachassistent(in): Bitte

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir werden demnächst Großeltern.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Wir werden demnächst Großeltern, bei mir besteht ein Keuchhusten Titer von IgG-AK: <20 IU/ml (normal < 36)und IgA-AK: negativ. Bei meiner Frau IgG-AK: 93 IU/ml (normal <36) und IgA-AK: negativ. Sie hatte als Kind und als Erwachsene erheblichen Keuchhusten, ich nie. Sie ist nicht geimpft, ich zuletzt 2014. Sollen wir uns mit Boostrix impfen lassen?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Nein, uns geht es bestens

Guten Tag,

Ich bin Dr. Gehring, Ärztin für Innere- und Allgemeinmedizin mit 38 Jahren (notfall-)medizinischer Erfahrung. Gerne berate ich Sie heute.

Nicht die Antikörper allein sind maßgeblich bezgl. des Schutzes vor Keuchhusten, sondern auch die sog. T- zell- Immunität: Quasi das Immungedächtnis des Körpers, der Krankheitserreger schnell erkennt und dann eine zügige Antikörperproduktion hochfährt. Diese Aktivität kann man nicht messen, sie schützt aber dennoch.

Ich sehe keinen Grund, Sie beide gegen Keuchhusten zu impfen. Man empfiehlt zwar, alle Erwachsene einmal (! Darum Sie nicht) gegen Keuchhusten zu immunisieren, egal, ob sie ihn hatten oder nicht, aber wegen des Titers Ihrer Frau sehe ich auch bei ihr keine Eile.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Falls etwas unklar geblieben ist, stehe ich über den Button „Experten antworten" zur Verfügung. Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen ) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen, denn nur dann erhalte ich einen Teil Ihres angezahlten Honorars für meine Hilfe. Ich wünsche Ihnen das Allerbeste!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich glaube Ihre Antwort entspricht nicht den Richtlinien der Stiko und denen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe?

Sie entspricht exakt den Richtlinien der Stiko! "Jeder Erwachsene soll einmal gegen Keuchhusten immunisiert werden, auch, wenn er Keuchhusten hatte". Bei Ihrer Frau besteht nur wegen der noch hohen Antikörper keine Eile dazu, aber natürlich kann sie, wenn Ihnen das lieber ist, diese Immunisierung unter Inkaufnamhe einer stärkeren Impfreaktion jetzt vornehmen.

"Für alle Erwachsenen empfiehlt die STIKO die nächste fällige Td-Impfung einmalig in Kombination mit einem Pertussis-Impfstoff zu verabreichen (Tdap, bei entsprechender Indikation zusätzlich in Kombination mit Tdap-IPV)".

Nach https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Pertussis.html

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
RKI auf der von Ihnen empfohlenen Seite: "Sofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung stattgefunden hat, besteht eine Indikationsimpfempfehlung mit einer Dosis außerdem für:Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen,
enge Haushaltskontaktpersonen (z.B. Eltern, Geschwister, Freunde) und Betreuer (z.B. Tagesmütter, Babysitter, ggf. Großeltern) eines Neugeborenen spätestens vier Wochen vor Geburt des KindesBei bestehender Indikation zur Pertussis-Impfung können Pertussis-haltige Kombinations-impfstoffe verwendet werden, auch wenn in einem Zeitraum von weniger als 5 Jahren zuvor ein Td-haltiger Impfstoff verimpft wurde (s. dazu den Hinweis in der Frage und Antwort auf den Impfseiten des RKI"

Ja. SIE hatten eine Impfung in den letzten 10 Jahren (2014), Ihre Frau hat KEINE Indikation, weil sie einen guten Antikörpertiter hat, aber KANN, da als Erwachsene noch nicht aufgefrischt, eine Impfung machen lassen. Das schrieb ich jetzt schon 2x. Oder war das immer noch nicht verständlich?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Sache mit der T-Zell Immunität habe ich durchaus verstanden, aber MEIN Antikörpertiter ist ja doch sehr niedrig, oder? Und falls ich mich gegen Keuchhusten impfen lasse, welchen Abstand zur Corona-Impfung sollte das haben? Vielen Dank für Ihre Mühe!

Man geht aber auch bei IHNEN von einer ausreichenden T- Zell- Aktivität aus, die einen hohen Antikörpertiter ersetzt.

2 Wochen Minimum- Abstand bitte, falls Sie impfen lassen.

Dr. Gehring und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.