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Achim Reither
Achim Reither, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 122
Erfahrung:  Facharzt
103609911
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Achim Reither ist jetzt online.

Ich leide seit Monaten unter massivem Brennen - und

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich leide seit Monaten unter massivem Brennen im Hals- und Brustbereich. Eine Ernährungsumstellung auf nahezu nur Kartoffeln + Karotten brachte keinen Erfolg. Ich habe stark abgenommen, wiege derzeit 44 kg. Helicobacter habe ich durch Hinzuziehen eines Labors ausschließen können, Bluttest beim Arzt + Ultraschall der Speiseröhre u. des Magens brachten keine Erkenntnisse. Ich habe Protonenpumpenhemmer über ca. 6 Wochen ordnungsgemäß eingenommen, sie halfen nicht. Eine Magenspiegelung kommt für mich nicht in Frage, da ich vor ca. 20 Jahren durch Magen-Auspumpen traumatische Schäden genommen habe und danach 3 Tage nicht essen konnte - vor Schmerzen in der Speiseröhre (seither massive Lebenseinschränkung durch Panikattacken). Mittlerweile hinzukommend trockene Haut, Ohren produzieren kein Schmalz, die Haut im Gesicht schuppt, am Ohrläppchen ist eine rote schuppige Stelle, nachts Husten durch trockene Schleimhäute und nach dem Essen einen starken Blähbauch. Ich weiß nicht weiter und bin völlig verzweifelt. Reflux und stiller Reflux hätte sich allein durch Ernährungsumstellung aufheben müssen (seit 1 Jahr nur noch Kartoffeln + Karotten). Zwischenzeitlich Magenkrämpfe, Übelkeit, Magengluckern am Morgen. Bitte um Hilfe!
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 33, weiblich, keine Medikamente mehr
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Könnte die Panik mit dem Magen zusammenhängen und was kann ich nur tun?

Liebe Kundin,

danke, ***** ***** JustAnswer nutzen. Für Ihre Halsschmerzen und Schmerzen im Brustbeinbereich kommen viele unterschiedliche Ursachen infrage. Zunächst lässt das Brennen grob auf eine Entzündungsreaktion schließen. Da Sie nicht über akut Fieber berichten aber über Gewichtsverlust beschreiben, kommen außer der Refluxkrankheit mögliche Auslöser der Beschwerden infrage:

  • Entzündungen der Luftröhre, Bronchien oder Speiseröhre: Sie können zu Schmerzen im Hals und hinter dem Brustbein sowie zu Schluckbeschwerden führen
  • Fremdkörper im Rachen oder in der Speiseröhre: Sie können Reizungen, Entzündungen, Schmerzen und Schluckstörungen auslösen.
  • Verätzungen und Verbrühungen des Rachens oder der Speiseröhre: Sie können ebenfalls der Grund für Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sein.
  • Tumoren: Tumoren wie Rachen-, Speiseröhren-, Tonsillen-, Kehlkopf- oder Zungentumoren zählen zu den besonders schwerwiegenden Ursachen anhaltender Halsschmerzen. Manchmal kann auch ein Lymphom dahinterstecken.
  • Reizstoffe: Chronische Halsbeschwerden (raues, trockenes Gefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Heiserkeit) entstehen oft dadurch, dass die Rachenschleimhaut länger oder wiederholt schädlichen Einflüssen wie Nikotin, Alkohol, Chemikalien, Staub, Reizgasen oder bestimmten Medikamenten ausgesetzt ist.

Sie sollten Sich unbedingt untersuchen lassen. Da Sie aufgrund schlechter Erfahrungen die Sie beim Magenauspumpen (ein Verfahren, welches in der von Ihnen erlebten Form nicht mehr gängig ist) ablehnen besteht die Möglichkeit eines sogenannten Breischlucks. Hier Trinken Sie unter Röntgenkontrolle ein Kontrastmittel welches Läsionen im Bereich des Halses, der Speiseröhre sichtbar machen kann. Nachteil dieser Diagnostikform ist, dass keine histologische Untersuchung der Schleimhaut im Hals, Rachen oder Magen gemacht werden kann.

Haben Sie über die Möglichkeit einer Sedierung oder Allgemeinanästhesie für die Dauer der einer Magenspiegelung nachgedacht? Hier hat sich einiges getan. Magenspiegelungen werden weil viele Patienten wie Sie in einem anderen Zusammenhang schlechte Erfahrungen gemacht haben eigentlich nur noch in Sedierung oder Allgemeinanästhesie gemacht. Stellen Sie sich am Besten in einer Gastroenterologischen Abteilung einer Klinik vor. Hier besteht die Möglichkeit neben einer Magenspiegelung auch eine Allgemeinanästhesie von der anästhesiologischen Abteilung zu erhalten. Aufgrund Ihres niedrigen Gewichtes rate ich Ihnen dringend sich zeitnahe untersuchen und behandeln zu lassen

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Reither

Achim Reither und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.