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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2452
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Ich habe seit 15 Jahren MS und seitdem immer wieder Probleme

Kundenfrage

Ich habe seit 15 Jahren MS und seitdem immer wieder Probleme mit einem Reizdarm. Außerdem wurde bei mir im März lichen sclerosus festgestellt und ich habe seitdem auch ständig Blasenentzündungen. Ich nehme jetzt innerhalb von 8 Wochen, das dritte mal Antibiotikum zu mehr. Die ständigen Blasenentzündungen bzw. die lichen sclerosus mit ihrem Juckreiz schränken mich im Moment stärker in meiner Lebensqualität ein als die MS. Haben Sie einen Rat für mich?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 52 Jahre, weiblich, Tecfidera, z.Zt. InfectoTrimet für die Blase und immer wieder zwischendurch Ipuprofen.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Ernährungsberater wissen sollte?
Customer: Mir schlagen Probleme immer alles schnell auf den Magen und alles was ich nach 19.00 Uhr esse beschäftigt mich die ganze Nacht. Blähungen, Bauchschmerzen. Ich schlafe gegen 22.30 Uhr normalerweise ein, bin aber meistens ab 2 Uhr immer wieder wach.
Gepostet: vor 27 Tagen.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 27 Tagen.

Guten Tag!

Der Lichen sclerosus ist unabhängig von der MS zu sehen. Hier sollte eine gezielte lokale Therapie erfolgen. Eine xtrem gute Seite zur Information über die Therapieoptionen ist

https://www.lichensclerosus.ch/de/home

Bezüglich der Blasenentzündungen sollten Sie unbedingt untersucht werden, am besten in einer neuro-urologischen Abteilung. Sie sind zwar jetzt in einem Alter, in dem auch bei Nicht MS-Kranken gehäuft Blasenentzündungen auftreten, jedoch kann eine MS die Nervenversorgung der Blase betreffen, was behandlungsbedürftige Zustände der Blase verursachen kann (Restharn, Reflux...) Auch der Reizdarm kann damit zusammenhängen. Neben einer Urinkontrolle sind ein Ultraschall der Nieren und der Blase, eine Blasenspiegelung und eine (Video-)Urodynamik (Blasendruckmessung) notwendig.

Aßerdem schicke ich Ihnen gleich noch einige Tipps, wie Sie selbst vor Blasenentzündungen schützen können.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 27 Tagen.

Hier die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 25 Tagen.

Genügen Ihnen diese Informationen oder haben Sie noch Beratungsbedarf?

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Ich bin nicht ganz zufrieden, es ist zwar schwierig mit den wenigen Informationen von mir eine befriedigende Antwort zu bekommen. Aber diese Sachen die mir geraden wurden, sind Dinge die man bevor man einen Experten befragt schon ausprobiert hat.
Ich dachte ich bekomme evtl. eine Antwort für Ernährung und auf die Lichen Sclerosus wurde gar nicht eingegangen.