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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2459
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Hallo, Ich bin 46 und nehme blutdrucksenker. Ich habe immer

Kundenfrage

Hallo,
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich bin 46 und nehme blutdrucksenker. Ich habe immer wieder Leukozyten im Urin, jedoch keine Symptome einer Blasenentzündung. Alle anderen Urinparameter sind o.B, kein Nitrit, kein Blut. Auch beim grossen Hausarztcheck mit komplettem Blutbild war topp. Woran können die erhöhten Leukos liegen? Vielen Dank.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Nein. Mir gehts nur um die erhöhten Leukos. Leider neige ich zu blasenentzündung, die letzte ist jedoch bereits 3 Wochen her und zwischenzeitlich war mein Urin wieder topp in ordnung.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Medizin
Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 1 Monat.

Guten Tag! Ich gehe davon aus, dass Sie weiblich sind. Wenn Sie keinerlei Beschwerden haben, so handelt es sich um eine vaginale Kontamination des Urins, dass heitß, die Leukozyten gelangen beim Abgeben der Urinprobe aus der Scheide mit in den Becher. Dies kann man sehr einfach durch Entnahme des Urins mit einem dünnen Einmalkatheter nachweisen und damit wäre das Thema erledigt. Jedoch sind Sie auch in einem Alter, in dem durch Hormonumstellungen die Versorgung der Scheidenschleimhaut abnimmt und die Anfälligkeit für Blasenentzündungen zunimmt. Daher schicke ich Ihnen gleich auch noch einige Tipps und Tricks, wie Sie sich selbst im Alltag schützen können.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansosnten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 1 Monat.

Hier noch die Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Herzlichen Dank, die Antwort war sehr hilfreich. Vor allem die Impfungs - Empfehlung. Diesbezüglich werde ich mich umgehend weiter informieren.
Viele Grüsse
Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 1 Monat.

Gerne geschehen! Darf ich Sie noch um eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen bitten, da ich sonst kein Honorar erhalten kann? Danke! Sie können auch danach noch Rückfragen zum Thema stellen...

Experte:  Dr. Christoph Pies hat geantwortet vor 1 Monat.

Leider ist die Frage noch immer nicht bewertet und damit offen, wäre Sie so nett? danke!