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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2444
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Guten Tag, Ich habe nun seit Wochen Schmerzen in der Blase.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
JA: Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?
Customer: Ich habe nun seit Wochen Schmerzen in der Blase. Es wurde 2 x ein positiver Harnröhrenabstrich gemacht, (Enterokokken), der Urin war immer sauber. Ich habe nun zwei Antibiothikakuren hinter mir, die Schmerzen und der Reiz sind geblieben, mittlerweile tut mir fast der gesamt Körper weh. Ich bin langsam verzweifelt und frage mich, was mit mir los ist. Haben Sie mir eienn Tipp, wie ich weiter vorgehen soll? Freundliche Grüsse Denise Donatsch
JA: Ist der Zustand chronisch oder akut?
Customer: vor fünf Woche wie angeworfen gekommen, seither geblieben mit einzelnen Tagen, wo es besser ging.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Arzt mitteilen wollen?
Customer: Ich habe Furadantin Retard 10 Tage und Tavanic 500 mg 10 Tage eingenommen.

Guten Tag! Wie alt sind Sie?

freundliche Grüße, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
39

Ich gehe davon aus, dass nach der antibiotischen Behandlung sowohl die Urinkultur als auch ein abschließender Harnröhreabstrich unauffällig waren. Ansonsten muss man noch mal einen Abstrich machen und gegebenenfalls nochmals gezielt antibiotisch behandeln. Oft ist es auch so das nach einer Infektion die Beschwerden noch eine Zeit lang nachhinken, ohne dass Bakterien nachweisbar sind. Mit 39 sind sie noch nicht wirklich in einem Alter wo ein Hormonmangel solche Beschwerden mit bedingen kann, jedoch muss man auch das im Auge behalten.
Wenn die Beschwerden trotz Infekt Freiheit weiter bestehen, muss man auch an eine Blasenspiegelung denken. Ansonsten schicke ich Ihnen noch einige Tipps, wie sie sich generell vor Harnwegsinfektionen schützen können:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Falls Sie noch Rückfragen haben, können Sie sich sehr gerne melden, ansonsten freue ich mich über eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.