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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2224
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Rezidivierende Zystitis. Vor 6 wochen coamoxi genommen wegen

Diese Antwort wurde bewertet:

Rezidivierende Zystitis. Vor 6 wochen coamoxi genommen wegen Katzenbiss, ein paar Tage nach Absetzen Symptome einer Zystitis bekommen, inkl. Hämaturie, kein Fieber. Nach erneuter Einnahme von Coamoxi verschwunden. Jetzt 4 wochen später akut wieder dasselbe, Hämaturie diesmal schlimmer, mit Blutkoagel. Habe selber schon eine BU eingeleitet. Frage: sollte ich jetzt nochmal Coamoxi starten oder 2 Tage abwarten bis die BU zurück ist?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 26, w, keine
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Nein

Guten Tag, wenn Sie noch das Antibiotikum zu Hause haben, können Sie schon damit beginnen. Wichtig wäre auch gelegentlich das Anlegen einer Urinkultur, um beim nächsten Mal gezielt vorgehen zu können. Um sich vor weiteren Infektionen zu schützen gebe ich Ihnen noch folgende Tipps:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Bei Rückfragen gerne melden, ansonsten Ihnen alles Gute und herzlichen Dank für eine Bewertung, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Tag.
Ich sagte ja schon, dass ich sowieso eine bakteriologische Intersuchung eingeleitet hatte. Interessanterweise sind die Symptome unter Coamoxi so gut wie weg, die BU kam aber zurück mit hämolysierenden E. Coli die resistent sind gegen Coamoxi und Cephalexin und Clindamycin... Ich werde dann wohl Coamoxi wieder absetzen und nur mit D-Mannose und Cranberry versuchen.

Es gibt durchaus Fälle, wo im Labor das Antibiotikum nicht wirkt, im Körper aber schon! Nochmals alles Gute, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 1 Tag.
Ok, dankeschön!

gerne und alles Gute!