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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 2624
Erfahrung:  Ärztin. Abgeschlossene Studium Humanmedizin.
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Hautaerztin ist jetzt online.

Guten Tag. Bei mir wurde 2008 nach zwei Hautbiopsien

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag. Bei mir wurde 2008 nach zwei Hautbiopsien Parapsoriasis en Plaques im Sinne einer Vorstufe eines T-Zell Lymphoms diagnostiziert. Damals hatte ich blasse Erytheme und Plaques an den Extremitäten. 2009-2011 bin ich mit der PUVA Therapie behandelt worden. Seitdem habe ich keinen Ausschlag oder Schuppenflächte usw. an der Haut. Überhaupt keine Beschwerden mehr.
Nun möchte ich zur Kontrolle. Zur Zeit bin ich in Behandlung beim Hausarzt. Doch es kommt mir vor, dass mein Hausarzt etwas unsicher ist, bezüglich der Überweisung > Dermatologie oder Hämatologie / Onkologie.
Ist es richtig nur die Dermatologie aufzusuchen, oder sollte ich zum Hämatologen?
Denn ein T-Zell Lymphom ist doch eigentlich eine Blutkrankheit?
Kann man ein T-Zell Lymphom behandeln?
Vielen Dank für Ihre Mühe.

Guten Tag,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen.

Ich habe Ihre Frage gerade gefunden. Ich antworte Ihnen in Kürze, bitte haben Sie etwas Geduld.

Hatten Sie irgendein spezielles Symptom, das Sie zur Kontrolluntersuchung veranlaßte ?

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Guten Tag,In letzter Zeit waren meine Lymphknoten am Hals sehr angeschwollen. Dies hat mehr als ein Monat gedauert. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich nach einem Schluck Weißwein Brennen im Hals spürte. Ich fühle mich außerdem immer sehr müde und das Schwitzen stört extrem. Ich weiß nicht ob es was damit zu tun hat aber, jahrelang nehme ich an Gewicht zu. (Schilddrüse ist in Behandlung)

Vielen Dank. Dann ist es richtig, wenn Sie zum Hämatologen, genauer Hämatoonkologen gehen. Sie haben jetzt allgemeine Symptome, die den Verdacht auf ein Lymphom begründen. Ihre Haut ist ja offenbar abgeheilt, und wenn allgemeine Symptome hinzukommen wie die Ihren, würde auch ein Hautarzt dann interdisziplinär mit einem Hämatoonkologen zusammenarbeiten. Dieser ist für alles zuständig, was im Körper, in den Lymphknoten, im Blut und blutbildenden System passiert.

Die Parapsoriasis en plaque ist vom Charakter her eine entzündliche Erkrankung. Man hat beobachtet, daß die großflächige Form sich bei bis zu 30 % der Patienten in ein T-Zell-Lymphom der Haut umwandelt. Bei der Parapsoriasis

sind T-Lymphocyten vermehrt vorhanden, aber noch nicht entartet = bösartig. Deshalb ist sie selbst kein T-Zell-Lymphom. Wegen der 30% nun sind einige Pathologen (Histologen) auf die Idee gekommen, die ganze Erkrankung

als Anfangsstadium eines T-Zell-Lymphoms einzuordnen. Da streitet sich aber die Wissenschaft:

http://www.med.uni-giessen.de/akkk/info/18/abstracts/kieschke.html

Das ist auch nachvollziehbar, weil es sich wie gesagt "nur" um eine Entzündung handelt. Man kann bei Ihnen so weit gehen zu sagen, daß die T-Zell-Lymphocyten schon früher auffällig gewesen sind, was eine gewisse Tendenz anzeigen mag, und sich jetzt möglicherweise ein T-Zell-Lymphom entwickelt, jedoch die Haut inzwischen nicht mehr mit einbezogen ist. Das bedeutet, ein T-Zell-Lymphom der Haut liegt nicht vor, und ein Hautarzt wird nicht gebraucht. Erzählen Sie aber bitte dem Hämatoonkologen von der Parapsoriasis.

Bitte bewerten Sie meine Antwort mit 3 bis 5 Sternen. Nur mit einer solchen Bewertung kann das System uns Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zuordnen. Danke. Die Sterne finden Sie ganz oben rechts.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und baldige Besserung !

Mit freundlichen Grüßen Dr. Hoffmann

https://www.roeschenflechte.info/parapsoriasis.php

https://www.amboss.com/de/wissen/Parapsoriasis_en_plaques

https://www.roeschenflechte.info/parapsoriasis.php

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich hätte noch zwei letzte Fragen, wenn ich darf.
-Ist das T -Zell Lymphom dem Non-Hofgkin-Lymphom zuzuordnen?
-was Sieht die Behandlung eines T-Zell Lymphoms aus? Chemotherapie?Vielen herzlichen Dank

Gern geschehen. Die T-Zell-Lymphome machen um die 20 % der Non-Hodgkin Lymphome aus, werden also dort eingeordnet. Die Behandlung kann mit Chemotherapie, Stammzellentherapie und Antikörpern, manchmal auch Strahlentherapie behandelt. Einzelheiten finden Sie hier:

https://lymphome.de/t-zell-lymphom/therapie/

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