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Achim Reither
Achim Reither, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 113
Erfahrung:  Facharzt
103609911
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Achim Reither ist jetzt online.

Ich habe Arthrose in Hws lws iliosacrale knien Füßen und

Kundenfrage

Ich habe Arthrose in Hws lws iliosacrale knien Füßen und händen versuche mentale schmerzlinderung wo bekomme ichhilfe dazu ***** JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen. Customer: 71 j weibl valoron 3x 200 l polamidon 15 tr 3x canabi blüten ohne grossen erfog JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte? Customer: mehrere denerwationen

Gepostet: vor 23 Tagen.
Kategorie: Medizin
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 23 Tagen.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitag von 10:00-18:00 unter
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  Achim Reither hat geantwortet vor 23 Tagen.

Liebe Kundin,

danke, ***** ***** JustAnswer nutzen. Wie Sie Ihre Beschwerden schildern, besteht bei Ihnen ein chronisches Schmerzsyndrom, welches eine eigene Erkrankung darstellt und in Zusammenarbeit mit mehreren Fachdisziplinen in Form einer multimodalen Schmerztherapie, wie Sie an spezialisierten Schmerzeinrichtungen behandelt werden kann. In diesem Rahmen kann eine sogenannte mentale Distraktion zur Anwendung kommen, bei der den Patienten Aufgaben gestellt werden, welche einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad haben, dass der Patient von seinen Schmerzen abgelenkt wird und diese als nicht mehr so intensiv wahrnimmt.

Unter chronischen Schmerzen versteht man Schmerzen, die mindestens 3 Monate persistieren. Sie treten mit einer Häufigkeit von etwa 5–60% auf und führen in ungefähr 1–3% der Fälle zu starken schmerzbedingten Beeinträchtigungen. Die Mechanismen, die zur Entwicklung von diese Art Schmerzen führen, sind komplex. Eine Nervenläsion mit neuropathischen Schmerzen kann eine Ursache für chronischen postoperativen Schmerzen sein, jedoch werden bei vielen Patienten keine neuropathischen Schmerzen nachgewiesen. Die periphere und zentrale Sensibilisierung sind die wesentlichen Mechanismen, die eine Chronifizierung von Arthrose Schmerzen hervorrufen. Da die Therapie chronischer Schmerzen häufig schwierig ist, wird versucht, die zentrale Sensibilisierung zu verhindern oder zentral zu therapieren. Typisch für eine erhöhte Schmerz- Chronifizierung ist die Anzahl verschiedener Schmerzlokalisationen. Bei vielen chronischen Schmerzerkrankungen, wie Rückenschmerzen, Fibromyalgie und chronischen Kopfschmerzen, ist eine zentrale Sensibilisierung nachweisbar.

Chronische Schmerzen sind das Ergebnis des Zusammenwirkens zahlreicher Faktoren. Sie haben eine sensorische, affektive, kognitive und funktionelle Dimension und entwickeln sich im Kontext der Beziehungen und des Verhaltens im sozialen Feld des Patienten. Eine effektive Behandlung muss von verschiedenen Seiten erfolgen und ist daher multimodal. Eine einzige Therapie z.B. die Operation ist hier nicht zielführend. Chronische Schmerzen gehen häufig mit einem Rückzug von körperlichen und sozialen Aktivitäten (Schonhaltung, Isolation) sowie weiteren dysfunktionalen Mustern der Schmerzbewältigung (Hilflosigkeit, Katastrophisieren u. a.) einher. Diese Faktoren verstärken die Schmerzen und fördern die Chronifizierung.

Ziel einer multimodalen Schmerztherapie ist neben der Schmerzlinderung und der Förderung eines biopsychosozialen Krankheitsverständnisses die Verbesserung der objektiven und subjektiven Funktionsfähigkeit , die physische und psychische (Re-) Aktivierung (Reduktion von Schonhaltung und sozialem Rückzug), die Motivation zu einem selbstverantwortlichen Krankheitsmanagement, die Reduktion dysfunktionaler Muster der Schmerzbewältigung, das Erkennen und die Reflexion schmerzverstärkender bzw. vermindernder Faktoren unter Einschluss des zwischenmenschlichen Erlebens und Verhaltens (dies schließt gewohnheitsbedingte Muster, problematische Denkschemata wie auch Verhaltenseigenschaften ein),die Förderung einer positiven Körperwahrnehmung, das Herstellen einer besseren Balance von Anspannung und Entspannung sowie von Be- und Entlastung (Belastungsdosierung), die Vermeidung von Überforderung durch verbesserte Wahrnehmung von Leistungsgrenzen, die Harmonisierung vegetativer Dysfunktionen (Schlaf, biologische Rhythmen), die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit in den Bereichen Koordination, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer, die Förderung des Erkennens und das Stärken eigener Ressourcen (somatisch, intrapsychisch, zwischenmenschlich, sozial) und das Beachten lebensgeschichtlicher Ereignisse und Entwicklungen für die Klärung der Schmerzbewältigung und Schmerzgenese; die Vermeidung einer Retraumatisierung ist dabei Aufgabe des gesamten Behandlung. Solche Therapien werden unter Anderem in speziellen Schmerzkliniken, wie am UKE in Hamburg, der LMU in München oder der Schmerzklinik in Kiel angeboten.

Mit freundlichen Grüßen

A. Reither