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Dr. Schürmann
Dr. Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 3464
Erfahrung:  Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, 22 Jahre Erfahrung in eigener grosser Praxis
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Dr. Schürmann ist jetzt online.

Hallo, 73, männl., Xarelto 20 mg. Blopress 8mg, Pantoprazol

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 73, männl., Xarelto 20 mg. Blopress 8mg, Pantoprazol 40 mg, Simvastatin 40 mg, Dekristol 20.000 I.E.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: Habe ein schlechtes Immunsystem.

Guten Tag! Gerne möchte ich Sie beraten, wie lautet Ihre Frage? Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Bin 12/2017 mit Pneumovax23 gegen Pneumokoken geimpft worden. Angesichts der Coronakrise und meiner Vorerkrankungen rät mir mein Internist jetzt zur zusätzlichen Pneumokokkenimpfung mit Prevenar13. Die sequenzielle Impfung mit Pneumovax und Prevenar läuft standardmäßig aber anders herum, zuerst Prevenar13, dann 6-12 Monate später mit Pneumovax23. Ich habe auch schon gelesen, dass die Immunantwort bei falscher Reihenfolge für das Erstmedikament Pneumovax schlechter werden soll.
Frage: Riskiere ich bei jetziger Verabreichung von Prevenar13 teilweise meinen bestehenden Immunschutz von Pneumovax23? Und noch eine weitere Frage, wie lange hält denn der Immunschutz von Pneumovax23?
Habe schon gelesen, das dieser bereits nach 2 Jahren anfängt abzunehmen.
Soll ich die Impfung mit Prevenar13 tatsächlich machen lassen?
Freue mich auf Ihre Antworten.

Okay, das ist nicht mein Fachgebiet, ich gebe die Frage für die Kolleginnen und Kollegen frei. Ihnen alles Gute! Dr. Christoph Pies

Vielen Dank für die Nutzung von justanswer. Ich bin Dr.Schürmann und werde Ihnen helfen.

Aus meiner Sicht, sollten Sie frühestens erst Ende 2023 eine Pneumovax 23 Impfung erhalten.Prevenar 13 (also der konjugatimpfsstoff ) sollte vor vor dem Polysaccharidimpfstoff Pneumovax 23 gegeben werden und nicht anders herum. Sie riskieren keine Abschwächung des vorhandenen Impfschutzes durch die Gabe von Prevenar 13 wohl aber Verträglichkeitsprobleme.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte ich mit meiner Antwort Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet haben, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben, rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit und diese Antwort. Unser Dialog kann auch nach der Bewertung fortgeführt werden. Vielen Dank und beste Grüße Dr. Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Danke für Ihre Antwort. Was genau meinen Sie mit Verträglichkeitsproblemen? Was könnte passieren?
Könnten Sie mir noch meine 2. Frage beantworten: Wie lange etwa hält der Immunschutz von Pneumovax23 gegen Pneumokokken? Habe schon gelesen, dass dieser bereits nach 2 Jahren anfängt abzunehmen. Dann hätte ich zur Zeit keinen vollen Schutz mehr. Danke im Voraus und viele Grüße.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Habe eine E-Mail erhalten, dass Sie geantwortet hätten. Doch ich finde leider keine Antwort von Ihnen auf meine Frage vom 20.03. 02:18 Uhr. Können Sie mir bitte die Antwort noch zukommen lassen? Freundlicher Gruß.

Sorry, da muss es ein technisches Problem gegeben haben. Hier nochmal meine Antwort:

 

Aus meiner Sicht, sollten Sie frühestens erst Ende 2023 eine Pneumovax 23 Impfung erhalten.Prevenar 13 (also der konjugatimpfsstoff ) sollte vor vor dem Polysaccharidimpfstoff Pneumovax 23 gegeben werden und nicht anders herum. Sie riskieren keine Abschwächung des vorhandenen Impfschutzes durch die Gabe von Prevenar 13 wohl aber Verträglichkeitsprobleme.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, dürfen Sie diese hier gerne ohne weitere Kosten stellen. Sollte ich mit meiner Antwort Ihre Frage bereits zufriedenstellend beantwortet haben, bitte ich Sie höflichst um eine positive Bewertung (3-5 Sterne ganz oben, rechts auf dieser Seite anklicken), denn nur mit einer positiven Bewertung bekomme ich das Honorar für meine Arbeit und diese Antwort. Unser Dialog kann auch nach der Bewertung fortgeführt werden. Vielen Dank und beste Grüße Dr. Schürmann

Und jetzt noch die nächste:

Verträglichkeitsprobleme wären Fieber, Schmerzen an der Injektionsstelle, Krankheitsgefühl.

Der Impfschutz nach Pneumovax 23 wird mit ca. 6 Jahren angegeben.

Wiederholungsimpfungen werden daher frühestens nach 6 Jahren empfohlen, ansonsten ist eine schlechte Verträglichkeit s.o. zu befürchten.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antworten. Könnten Sie mir noch eine letzte Frage beantworten?
Die Verträglichkeitsprobleme sind schon gravierend. Wenn ich sie trotzdem sehr widerwillig in Kauf nehmen würde, hätte ich durch die zusätzliche Impfung mit Prevenar 13 (wenn auch in der falschen Reihenfolge, aber das ist ja nun nicht mehr zu ändern) tatsächlich einen erhöhten Impfschutz gegen Pneumokokken und somit gegen Lungenentzündung bei einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus? Das ist die entscheidende Frage für mich! Mein Pneumologe und mein Internist meinen: ja(Empfehlung!), doch ich bin mir da nicht so sicher und deshalb hin und hergerissen.
Vielen Dank für eine zeitnahe und für mich sehr wichtige Antwort. Und bitte, aus welchem medizinischen Fachbereich kommen Sie oder sind Sie Allgemeinmediziner?
Mit freundlichen Grüßen

Danke für Ihre Rückmeldung.

Ich bin Facharzt für Innere Medizin.

Der Impfschutz nach einer Impfung mit Pneumovax wird mit 6 Jahren angegeben. Daher die Empfehlung erst nach Ablauf dieser Frist nachzuimpfen. Impft man früher, so wird auf jeden Fall die lokale Verträglichkeit schlechter als normal sein. Ein theoretisch denkbarer schon nachlassender Schutz der ersten Impfung könnte durch die vorgezogene Nachfimpfung allerdings aufgefangen werden. Diese Nachimpfung sollte aus Gründen der Verträglichkeit und der Anzahl der abgedeckten Pneumokokkenstämme ggfs. mit Pneumovax23 erfolgen.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (Anklicken von 3-5 Bewertungssternen) würde ich mich sehr freuen, weil ich sonst für meine Arbeit nicht honoriert werden kann. Vielen Dank Ihr Dr.Schürmann

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Vielen Dank für Ihre weitere Antwort.
Sorry, dass ich mich noch einmal melde. Das hat damit zu tun, dass Sie eine ganz neue Variante ins Spiel bringen, nämlich Nachimpfung nicht mit Prevenar, sondern mit Pneumovax.
Sie schreiben, dass bei Impfung vor Ablauf der 6-jährigen Frist die lokale Verträglichkeit auf jeden Fall schlechter als normal sei. Weiter unten schreiben Sie, dass eine Nachimpfung aus Gründen der Verträglickeit...mit Pneuvomax erfolgen sollte.
Heißt das, dass die lokale Verträglichkeit bei vorgezogener Impfung nur schlechter als normal wäre bei Impfung mit Prevenar?
Sie schreiben, dass durch die vorgezogene Nachimpfung ein theoretisch denkbarer schon nachlassender Schutz der ersten Impfung aufgefangen werden könnte.
Wäre das das Argument für mich, mich für die Nachimpfung zu entscheiden? Denn dann hätte ich auf jeden Fall für die nächste Zeit einen vollen Impfschutz, obwohl es keinen Anhaltspunkt gibt, dass der Impfschutz der ersten Impfung bereits nach 2 Jahren und 3 Monaten nachgelassen hätte.
Andererseits fühle ich mich etwas mulmig bei dem Gedanken eine Nachimpfung mit dem gleichen Impfstoff nach bereits 2 Jahren und 3 Monaten vorzunehmen, wenn standardmäßig eine Nachimpfung erst nach mindestens 6 Jahren empfohlen wird. Was könnte passieren außer der schlechteren Verträglichkeit, die Sie aber doch bei Anwendung des gleichen Medikamentes (Pneumovax) nicht sehen?
Da ich nun mit Ihrer neuen Variante so ganz und gar nicht mehr weiß, was ich tun soll, bitte ich Sie, sich in meine Situation zu versetzen und mir abschließend einen finalen Ratschlag zu geben, wofür ich mich entscheiden soll: 1. gar keine weitere Impfung momentan und auf ausreichenden Impfschutz vertrauen nach 2 Jahren und 3 Monaten 2. Nachimpfung mit Prevenar13, 3. vorgezogene Impfung mit Pneumovax 23.
Stellen Sie sich bitte einfach vor, Sie wären meine Hausarzt und ich bräuchte dringend eine letzte Entscheidung. Oder stellen Sie sich bitte vor, es ginge um Sie und Sie müssten eine letzte Entscheidung für sich fällen.

Ich versichere Ihnen eine sehr gute Bewertung und einen kleinen Honorarzuschuss.

Mit den besten Grüßen

Gut, dass Sie noch einmal nachfragen. Es gibt noch Klärungsbedarf.

Ich versuche mal meine Sicht der Dinge möglichst klar und knapp darzulegen, ohne, dass ich Ihnen in der Fernberatung eine konkrete Therapieempfehlung geben dürfte. Letztlich müssen Sie zusammen mit Ihren behandelnden Ärzten entscheiden.

Laut Fachinformation von Pneumovax wird eine vorgezogene Nachimpfung allenfalls nach 5 Jahren in Betracht gezogen. Eine Wiederholungsimpfung nach weniger als 3 Jahren (wie dies bei Ihnen jetzt zur Diskussion stünde) ist kontraindiziert.

Ich würde jetzt folglich nicht nachimpfen (auch weil bei Ihnen Gefährdungsfaktoren für eine Lungenentzündung mit Pneumokokken wie Sichelzellanämie, fehlende Milz, HIV fehlen).

Falls man überhaupt impfen sollte, würde ich bei Pneumovax weniger Verträglichkeitsprobleme als bei Prevenar erwarten.

Ob Sie mit einer vorgezogenen Folgeimpfung Überhaupt einen besseren Infektionsschutz gegenüber einer Pneumokokkenpneumonie erreichen würden ist unklar. Es ist nicht ausgeschlossen aber auch nicht gesichert.

Ich würde mich freuen, wenn ich die durchaus komplexe Thematik etwas klarer darstellen konnte.

Mit besten Grüßen

Dr.Schümrann

Dr. Schürmann, Dr.med.
Kategorie: Medizin
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