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Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies, Arzt
Kategorie: Medizin
Zufriedene Kunden: 1757
Erfahrung:  Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
62108749
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Dr. Christoph Pies ist jetzt online.

Habe seit etwa 20 Jahren eine bisher gutartige

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe seit etwa 20 Jahren eine bisher gutartige Prostatavergrößerung (35 ml). Im letzten halben Jahr stieg der PSA-Wert von 3 auf 6, Ultraschalluntersuchung ergab Auffälligkeiten. Ein kürzlich durchgeführtes multispektrales MRT bestäfigte dies an bestimmten Stellen mit dem PI-RADS Score von 4. Urologe und Radiologe empfehlen Biopsie:
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Unschlüssig bin ich mir bezüglich der Art der durchzuführenden Biopsie. Reicht die von meinem Urologen empfohlene übliche Ultraschallbiopsie aus oder sollte ich, da ja eine MRT-CD vorliegt, besser eine Fusions Biopsie machen lassen? Alter ist 67 Jahre, ich nehme keine Medikamente.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Arzt wissen sollte?
Customer: ich denke nicht.

Guten Tag, wenn sie vor Ort die Möglichkeit haben, eine MRT Fusionsbiopsie machen zu lassen, so ist dies auf jeden Fall besser. Da der auffälliger Befund ja im MRT gesehen wurde sollte ja auch gezielt im MRT biopsiert werden. Wenn man natürlich auch im Ultraschall einen entsprechenden Befund an gleicher Stelle sieht, wird wahrscheinlich auch eine Ultraschallbiopsie genügen. Für den Eingriff und das Ergebnis alles gut, bei Rückfragen gerne melden, Dr. Christoph Pies

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Inwiefern sich die identifizierten Problembereiche im MRT und Ultraschall decken kann ich nicht beurteilen. Der Radiologe hat neben der CD auch entsprechende Schnitt-Zeichnungen mit den betroffenen Problembereichen erstellt (base, mid, apex). Mein Urologe verfügt offenbar selbst nicht über die erforderliche Ausrüstung für eine Fusionsbiopsie. Die nächsten Kliniken, die Fusionsbiopsien anbieten sind allerdings mindestens 50 Km entfernt. Ist eine Biopsie wirklich unverzichtbar? Wie sieht es mit entsprechenden Behandlungsrisiken aus (Inkontinenz, Errektionsstörungen...)?

 

Okay, das sind Rückfragen auf mehreren Ebenen, die wir etwas sortieren müssen:

1. Ist eine Biopsie überhaupt notwendig? Das kann ihr behandelnder Urologe, der Sie seit Jahren kennt am besten beurteilen, aber nach den mir vorliegenden Informationen (PSA-Anstieg mit einer Verdopplungszeit von 6 Monaten, auffälliges MRT) würde ich in Ihrem Alter auch eine Abklärung durch Biopsie empfehlen.

2. Normale Biopsie vs. Fusionsbiopsie vs. MRT-Biopsie: Ich würde in erster Linie eine MRT-Biopsie empfehlen, idealerweise in dem Institut wo auch das MRT gemacht wurde. Falls das Institut das nicht anbietet wäre mein zweiter Favorit eine Fusionsbiopsie, auch wenn das mit Fahraufwand verbunden ist. Eine "normale" Biopsie nur durch Ultraschallkontrolle würde ich nur empfehlen, wenn man die im MRT beschriebenen Bereiche auch im Ultraschall sicher sehen kann.

3. Mit der Frage nach den Behandlungsrisiken sind Sie Ihrer Zeit weit voraus. Ich denke aktuell sollte die Sicherung der Diagnose im Vordergrund stehen. Denn wenn ein Karzinom gefunden wird, so hängt das weitere Vorgehen von vielen Faktoren ab (Bösartigkeit, Menge des befallenen Gewebes, Lymphgefäß-oder Nervenscheideninfiltration, Ergebnis der zusätzlichen Röntgenuntersuchungen von Knochen und Bauchraum....) Diese Eventualitäten alle im Detail zu diskutieren würde diesen Rahmen sprengen. Je nach befunden bleiben nämlich mehrere Behandlungsoptionen von Beobachten Über Operation bis hin zu verschiedenen Bestrahlungsverfahren und medikamentösen Optionen, die alle spezifische Nebenwirkung- und Risikoprofile haben. Das wäre dann sicher Anlass für eine weitere Erörtung, aber Sie sollten nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen...

Nochmals alles Gute, bei weiteren Rückfragen melden, ansonsten Danke für eine Bewertung, Dr. Christoph Pies

Dr. Christoph Pies und weitere Experten für Medizin sind bereit, Ihnen zu helfen.